Gänsekresse, Schaumkresse - Tipps zur Pflege

SchaumkresseAls Bodendecker ist die immergrüne Gänsekresse, auch Schwammkresse genannt, sehr beliebt. Dafür sorgt neben der großen Blütenpracht auch die Tatsache, dass diese Staude sehr pflegeleicht ist und gerne die Standorte vorzieht, mit denen viele andere Gewächse nicht gut zurecht kommen.

Gerade im Frühling wirkt die üppige Blüte als wahrer Augenschmaus. Das relativ schnelle Wachstum und die damit einhergehende schnelle Verbreitung spricht für die Gänsekresse.
Sie behält auch nach der Blüte ihre Blätterpracht und setzt somit auch in den kühleren Monaten farbige Akzente.

Die

Auswahl des richtigen Standortes


Kalkhaltiger und trockener Boden wird von der Gänsekresse bevorzugt. Sie begnügt sich außerdem mit relativ nährstoffarmem Boden und wächst auch wunderbar zwischen großen Steinen oder Platten, in Steingärten oder als Beeteinfassung. So bietet die Gänsekresse eine bunte Möglichkeit, kahle Ecken in Gärten oder Beeten zu schließen.

GänsekresseSie wächst sehr flächendeckend, daher ist sie auch als Bodendecker oder als Unterpflanzung an Bäumen gut geeignet

Am besten gedeiht die Gänsekresse an einem halbschattigen bis sonnigen Standort.
Für die Gänsekresse gilt die Zeit zwischen März und Oktober als beste Pflanzzeit.

Die Pflege

Insgesamt ist die Gänsekresse eine sehr pflegeleichte Staude, die relativ hitzebeständig ist und auch trockene Perioden im Sommer gut verträgt. Selbstverständlich sollte dennoch darauf geachtet werden, dass die Pflanze nicht vollständig austrocknet. Allerdings ist Staunässe auf jeden Fall zu vermeiden. Eine Drainage kann Abhilfe schaffen, sollte die Pflanze doch an einen Standort gepflanzt werden, an dem überschüssiges Wasser nicht die Möglichkeit hat, von selbst ab zu laufen oder zu versickern.

Düngen

Die Gänsekresse zu düngen ist nicht notwendig, da sie, wie schon erwähnt, sehr anspruchslos ist.

Schädlinge und Pflanzenkrankheiten

Da die Gänsekresse auch in Hinsicht auf Schädlinge und Pflanzenkrankheiten sehr widerstandsfähig ist, muss hier keine besonderen Pflege und Aufmerksamkeit
erfolgen.

In der Regel bleibt die Gänsekresse selbst von Schnecken verschont.

Rückschnitt nach der Blüte

Nach der Blütezeit, die im April beginnt und oft bis weit in den Mai hinein andauert, sollte die Gänsekresse zurückgeschnitten werden. Dies fördert den weiterhin kompakten Wuchs der Pflanze.

Hierzu schneidet man größere Pflanzen um gut zehn Zentimeter zurück. Bei kleineren Pflanzen genügt es, die verblühten Stängel abzuschneiden, um ihnen nicht zu viel Blattwerk zu nehmen.

Pflege in der kalten Jahreszeit

Da die Gänsekresse Frost verträgt, kann in den kühlen und frostigen Wintermonaten auf das Abdecken verzichtet werden.

Vermehrung der Gänsekresse

Die Gänsekresse ist relativ leicht zu vermehren. Hier bieten sich im Frühjahr verschiedene Möglichkeiten.

Zum einen ist die Vermehrung durch Pflanzenstecklinge möglich. Diese sollte im Sommer erfolgen. Da die Gänsekresse oberirdische Ausläufer hat, fällt dies recht leicht. Die frisch geschnittenen Stecklinge sollten dann an einem geeigneten Platz mit einer Tiefe von knapp fünf Zentimetern eingepflanzt werden. Die Erde sollte angefeuchtet sein und alle zwei bis drei Tage, je nach Witterung, minimal nachgegossen werden. So können die Stecklinge schnell und kräftig anwachsen.

Als zweite Möglichkeit bietet die Gänsekresse nach der Blüte im Mai die Vermehrung durch Samen.

Um zu groß

gewordene Pflanzenpolster zu verkleinern bietet sich außerdem die Möglichkeit, Pflanzen zu teilen und getrennt von einander weiter wachsen zu lassen.

Einen robusten und pflegeleichten Blickfang schaffen

Wer ein kleines Paradies für Honigsammler schaffen möchte, ist mit der Gänsekresse gut beraten, denn diese ist bei Schmetterlingen, Bienen und ihresgleichen sehr beliebt.

Durch ihre anspruchslose und robuste Art ist die Gänsekresse eine der beliebtesten Polsterstauden, die sich in der Nachbarschaft von zum beispielsweise Blaukissen, Fetthennen oder Enzian sehr wohlfühlt.

Sehr beliebt ist diese Polsterstaude auch als Abdeckung für Frühjahrszwiebeln und Knollenbepflanzung, solange diese noch nicht wachsen oder schon verblüht sind.

Steckbrief
  • Höhe 10 - 23 cm
  • Pflanzabstand 60 cm
  • Blüte von Spätwinter bis Frühsommer
  • Gut durchlässiger Boden
  • Halbschattiger Standort
  • Winterhart
Gänsekresse ist eine kleine Kissenpflanze mit winzigen, weißen oder rosa gefärbten Kreuzblüten.

Beliebte Arten

Arabis caucasica trägt von Spätwinter bis Frühsommer dichten Blütenstände aus kleinen, weißen Blüten. Die rauen, ovalen Blätter sind graugrün und bilden ein etwa 23 cm hohes und bis zu 60 cm breites Kissen. Die Pflanze gedeiht am besten auf trockenen Hängen  und an Wänden. Für Steingärten ist sie jedoch oft zu wuchsfreudig. Sorten wie `Pink Pearl` (rosa) und `Variegata` (bunte Blätter, Blüten rosa) breiten sich weniger stark aus.

Arabis ferdinandi- coburgi `Variegata` wird wegen ihrer silbriggrün gefärbten Blätter kultiviert, die einen ca. 10 cm hohen und 20 cm breiten Teppich bilden. Die kleinen, weißen Blüten erscheinen im Spätfrühjahr.