Levkojen-Pflanzen, Matthiola - Pflege

Levkojen (Matthiola) entstammen der Familie der Kreuzblütler. Ihre eigentliche Heimat sind die milden Gebiete im Mittelmeerraum. Aber auch Asien und das östliche Afrika sind als Heimatland bekannt. Die Levkojen werden in unseren Gärten als Beet- oder Balkonpflanzen angepflanzt aber ebenso als Schnittblumen.

Wie sehen Levkojen aus?

Es gibt viele unterschiedliche Matthiola-Arten. Kleine Pflanzen, die man in den Balkonkasten setzen kann, bis hin zu Pflanzen, die bis 80 cm hoch werden können. Diese sind allerdings für die Pflanzung im Garten und als Schnittblumen geeignet. Die Pflanzen sind teils krautig oder auch in Form von

Halbsträuchern zu finden. Die Stängel wachsen aufrecht und sind behaart. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und der Blattrand kann glatt, gesägt oder gezähnt sein. Oftmals sind auch die Blätter graufilzig behaart. Die Levkojen sind Pflanzen, die sehr üppig blühen können und das zeigen sie mit einer Fülle von bunten Blüten, deren Farbreichtum kaum zu übertreffen ist. Die Blütezeit ist von April bis Juli.

Standort für Levkojen- & Matthiola-Pflanzen

Damit sie aber so schön und reich blühen, müssen die Pflanzen auch einen optimalen Standort bekommen. Die Levkojen möchten einen vollsonnigen Standort haben, aber er sollte auch geschützt vor kräftigen Winden sein. Entweder pflanzt man die Blumen in einem Beet oder in einer Gruppe mit anderen Blumen, wie zum Beispiel mit Goldlack oder Ranunkeln. Auch bei größeren Pflanzen, wie Ziersträuchern, eventuell Tamarisken oder Funkien, können die Levkojen ihren reichen Blütenflor sehr wirkungsvoll zur Geltung bringen.

Aussaat der Levkojen

Wer Levkojensamen besitzt, der sollte sich im Juni um die Aussaat kümmern. Entweder nimmt man einzelne kleine Töpfe oder andere Pflanzgefäße, die zur Aussaat geeignet sind. In die Pflanzgefäße wird ungedüngte Erde eingefüllt und der Samen darin verteilt. Die Erde wird anschließend leicht angedrückt und das Töpfchen wird leicht angegossen. Vor Regen und Wind geschützt aufstellen und immer feucht halten. Günstig sind auch Frühbeete oder Gewächshäuser, wenn man eines hat. Im Spätsommer werden die kleinen Pflänzchen in größere Töpfe umgetopft, damit sich bis zum Auspflanzen die Wurzeln gut entwickeln können. Zum Überwintern müssen die Töpfe in einen separaten Raum, der um die 10 Grad hat und schön hell ist.

Jungpflanzen setzen

Die jungen Levkojen werden als Jungpflanzen im zeitigen Frühjahr, also im Februar bis März bei günstigem Wetter gepflanzt. Drei Wochen vor der beabsichtigen Pflanzung muss man anfangen, die jungen Pflanzen mit einem guten Flüssigdünger zu versorgen. Wie erfolgt nun eine optimale Anpflanzung? In einem Abstand von etwa 20 cm sollten die Pflanzen in den Boden gebracht werden. Sind die Pflanzen schon etwas groß geraten, dann ist es vorteilhaft, ihnen eine kleine Stütze zu geben. So können sie auch einer kräftigen Brise trotzen und nicht abknicken. Sollten trotzdem noch Minusgrade auftreten, dann können die Pflanzen mit kleinen Hauben vor Erfrierungen geschützt werden.

Bodenansprüche der Levkojen

Der Boden sollte gut entwässert sein, damit die Pflanzen "trockene Füße" behalten. Nässe und Spätfrost könnten die Jungpflanzen vernichten. Im Boden sollten auch genügend Nähstoffe vorhanden sein, damit die Jungpflanzen von Beginn an gut versorgt werden. Ist der Boden zu mager, dann wäre es von Vorteil, wenn der
Gartenfreund schon einige Wochen zuvor schon Gartenkompost in den Boden bringt. Ist

der Boden so vorbereitet, ist einer Neupflanzung nichts entgegenzusetzen. Regelmäßiges Entfernen von Unkraut und Auflockern des Bodens sollten ein Muss für den Gartenfreund sein. Durch das Hacken des Bodens wird die Verdunstung des Wassers verhindert, das sich im Boden befindet. So bleibt es den Pflanzen erhalten. Allerdings sollte der Boden regelmäßig gegossen werden, denn wenn der Boden oftmals austrocknet, kann das den jungen Pflanzen schaden. Kleine zarte Wurzelhärchen können absterben und die Versorgung der Pflanzen stören.

Pflege der Levkojen

Auch eine umfassende Pflege sollten die Pflanzen bekommen, damit sie so schön blühen und lang im Garten erhalten bleiben. Man sollte nicht vergessen, dass die Levkojen auch Schnittblumen sind, die man zu schönen Sträußen binden kann. Wie kann man Levkojen aber richtig pflegen, damit sie immer schön aussehen? Das beginnt schon damit, dass verblühte Pflanzenteile regelmäßig entfernt werden. Zur Not kann man auch mal die Schere ansetzen, aber größtenteils schneidet man Levkojen nicht. Man sollte hohen Sorten eine Stütze bieten, die dann ein Umknicken verhindert.

Wässern und Düngen der Levkojen

Wie alle anderen Pflanzen sollten die Levkojen auch regelmäßig gegossen werden. Wenn es trocken ist, dann sollte den Pflanzen mehr Wasser angeboten werden, damit sie nicht vertrocknen. Im Mai sollte man den Blumen eine Düngergabe anbieten, denn das stärkt sie in der Blüte und verlängert diese auch. Sind die Levkojen in Kübeln, dann sollten diese alle 14 Tage einen Flüssigdünger bekommen.

Pflanzenschädlinge

Krankheiten sind bei den Levkojen nicht bekannt, allerdings liebt der Kohlweißling diese Pflanze. Hier legt er im Spätsommer seine Eier in die jungen Pflanzen ab. Sind die gefräßigen Raupen dann geschlüpft, beginnen sie ihr schädliches Werk und fressen die Pflanze in kürzester Zeit kahl. Um das zu verhindern, muss man die Raupen sofort abzusammeln. Auch eine Spritzung mit einem verlässlichen, biologischen Raupenspritzmittel sollte sich als hilfreich erweisen. Sind die Pflanzen nicht mehr zu retten, weil man den Befall zu spät entdeckt hat, sollte man die Pflanzen gleich entfernen.

Wissenswertes zu Levkojen in Kürze

Wenn man bei der Pflanzung und Pflege alle Voraussetzungen beachtet, dann wird man auch schöne Levkojen in seinen Garten haben. Es macht auch Spaß, seine eigenen Pflanzen selbst zu ziehen, wenn man die Bedingungen erfüllen kann.
  • Levkojen sind anspruchslose, robuste und wohlriechende Sommerblumen.
  • Die Gattung Matthiola umfasst etwa 50 Arten. Sie ist heimisch im östlichen Mittelmeergebiet, in Mittelasien und Südafrika.
  • Sie gehören zur Familie der Kreuzblütengewächse und werden als Beet- und Balkonpflanze und auch als Schnittblumen verwendet.
  • Levkojen sind altbewährte Bauerngartenblumen. Sie können bis 40 cm hoch werden, Stangenlevkojen sogar bis 90 cm.
  • Levkojen bevorzugen einen sonnigen Standort und nährstoffreichen, lehmig-humosen Boden. Wichtig ist eine gute Kalkversorgung.
  • Bemerkenswert sind ihre graufilzigen, behaarten Blätter und der betörende Duft, den die Blüten verströmen.
  • Die Blüten können einfach oder gefüllt sein.
Es gibt Levkojen in verschiedenen Farben, die Palette reicht von weißen, gelben, rosafarbenen und hellvioletten Pastelltönen bis hin zu kräftigen rötlichen oder violetten Farben. Inzwischen gibt es auch schon mehrfarbige Blüten.
  • Die Blüte der gefüllten Levkojen hält länger als die der einfach blühenden.
  • Die Blütezeit beginnt im Juni und reicht, je nach Pflanztermin, bis in den Oktober hinein.
  • Buschlevkojen sind reich verzweigt, Stangenlevkojen wachsen dagegen unverzweigt.
  • Levkojen entwickeln Pfahlwurzeln. Deshalb lassen sie sich nur mit gut entwickeltem Topfballen verpflanzen.
  • Hoch wachsende Sorten sollten mit einer Stütze aufrecht gehalten werden.
Vermehrt werden die Levkojen durch Aussaat. Die Anzucht ist einfach, die Samen keimen schnell und zahlreich bei 18 bis 20 °C. Levkojen sind Lichtkeimer. Am besten verwendet man keimfreie Anzuchterde. Die Keimlinge benötigen viel Licht. Levkojen säen sich oft auch selbst aus und vermehren sich stark. Übrigens: Das ätherische Öl der Blüten der Levkojen wird in Arabien als Parfüm sehr geschätzt.