Vergissmeinnicht, Myosotis - Pflege

kaukasusvergissmeinnichtDas Vergissmeinnicht ist die Blume der Treue. Mit seinen zierlichen, himmelblauen Blüten ist es eine sehr beliebte und winterharte Gartenpflanze. Seine Schönheit entfaltet sich in besonderer Weise, wenn die Blumenbüschel in Gruppen gepflanzt werden. Vergissmeinnicht (Myosotis) gehören zur Pflanzengattung der Borretschgewächse.

Myosotis-Arten

Es gibt mehr als hundert verschiedene Arten der Myosotis und die Pflanze ist auf der ganzen Erde verbreitet. Nur in Amerika kommt das Vergissmeinnicht ausschließlich in kultivierter Form vor. Die meisten Arten haben kleine, zarte, hellblaue

Blüten und wachsen in Büscheln. Die Blätter sind lanzettförmig und leicht behaart. Ihre Blütezeit ist von April bis August und sie werden bis zu 40 cm groß. In deutschen Gärten sind vor allem drei verschiedene Arten verbreitet:

Ackervergissmeinnicht
  • einjährig
  • Aussaat: März bis Mai
  • Blütenfarbe: dunkelblau bis violettblau
  • Größe: 30 bis 40 cm
  • Blütezeit: April bis September
Waldvergissmeinnicht
  • zweijährig
  • Aussaat: Ende Mai bis Ende Juli
  • Blütenfarbe: hellblau
  • Größe: 30 bis 40 cm
  • Blütezeit: März bis Mai
Sumpfvergissmeinnicht
  • mehrjährig
  • Aussaat: Ende Mai bis Ende Juli
  • Blütenfarbe: violettblau oder weiß
  • Größe: 40 bis 50 cm
  • Blütezeit: März bis Mai
Standort und Boden für Vergissmeinnicht

Das Vergissmeinnicht gedeiht sowohl in sonnigen, halbschattigen und schattigen Lagen. Es wächst in nahezu jeder Erde, bevorzugt aber feuchte, lehmhaltige und humusreiche Böden. Das Sumpfvergissmeinnicht mag es gerne sehr feucht und sollte auf sumpfigen Böden kultiviert und entsprechend häufig gewässert werden.

Zierliche himmelblaue Blüten sind das Markenzeichen des VergissmeinnichtsPflanzung und Aussaat

Ausgesät werden die Samen, nicht zu dicht, von Mitte Juni bis Mitte Juli, in Schalen, Balkonkästen, im Freiland oder im Frühbeet. Die Samenkörner sollten gut mit Erde bedeckt und gleichmäßig leicht feucht gehalten werden. Die Jungpflanzen können im Oktober in einem Abstand von mindestens 15 Zentimetern eingepflanzt werden. Die sich selbst durch eigene Samen vermehrende Pflanze braucht genug Raum, um sich zu entwickeln.

Vergissmeinnicht - Pflege

Kaum eine Zierpflanze im Garten ist so einfach zu pflegen wie das Vergissmeinnicht. Es braucht vor allem in den trockenen Sommermonaten sehr viel Wasser und muss dann täglich gewässert werden. Das Gießen sollte grundsätzlich immer von unten erfolgen. Bevor gewässert wird, muss die obere Erdschicht leicht angetrocknet sein. Staunässe sollte immer vermieden werden. Da es sich durch seine zahlreichen Samenkörner stark selbst vermehrt, sollten im Frühjahr und im Herbst überschüssige Sämlinge entfernt werden, damit die einzelnen Pflanzen genügend Platz haben. Zum Düngen von Vergissmeinnicht sind Komposterde und organische Dünger, z.B. Hornspäne sehr geeignet.

Um eine reiche Blüte im Folgejahr zu erreichen, sollten verblühte und vertrocknete Pflanzenteile nach der Blüte am Ende des Herbstes bzw. Anfang des Winters entfernt werden. Soll die Selbstaussaat vermieden werden, muss das Zurückschneiden möglichst früh erfolgen; will man die Selbstaussaat dagegen forcieren, ist der Schnitt
möglichst spät im Jahr zu vorzunehmen.

Verwendung der Myosotis

Besonders geeignet sind Vergissmeinnicht als Bodendecker, Wassergarten- und Steingartenpflanze sowie als Einfassung von Beeten und Rabatten. In Kombination mit anderen Frühlingsblumen, z.B. Tulpen, Narzissen und Primeln wirken sie besonders attraktiv. Auch zu Gauklerblumen, Goldfelbrich und Sumpfdotterblumen passen sie hervorragend. Da die Pflanze abwehrend auf Himbeerkäfer wirkt, eignet sie sich als Unterbepflanzung für Himbeersträucher. Die Beeren werden

dann nicht von Maden befallen. Das Kaukasusvergissmeinnicht wehrt Schnecken ab und kann auch andere Gartenpflanzen vor Schneckenfraß schützen.

Vergissmeinnicht können sehr gut für Balkonkästen und Kübel sowie als Schnittblumen in der Vase verwendet werden.

Vergissmeinnicht überwintern und vermehren

Vergissmeinnicht sind winterharte Staudenpflanzen. Sie können an Ort und Stelle im Garten überwintern. Eigentlich benötigen sie keinen besonderen Schutz, um den Winter zu überstehen. In sehr kalten Wintern ist jedoch eine Abdeckung mit Stroh, Laub oder Reisig empfehlenswert.

Zierlich, aber winterhart: Vergissmeinnicht im GartenEntsprechend seiner zahlreichen Blüten produziert Myosotis sehr viele Samenkörner und vermehrt sich stark von selbst. Im Frühjahr und im Herbst lässt sich die Pflanze sehr gut durch Teilen vermehren. Dazu wird die Pflanze vorsichtig ausgegraben, geteilt und mit ausreichend Abstand (mindestens 15 cm) und getrennt wieder eingepflanzt. Jede einzelne Pflanze muss dabei über ausreichendes Wurzelwerk verfügen. Auch die Vermehrung über grundständige Stecklinge ist beim Vergissmeinnicht möglich. Dazu nimmt man Stecklinge von den Trieben, die sich direkt über der Erde befinden, schneidet sie bodennah ab und steckt sie zur Wurzelbildung in ein Glas mit Wasser. Sobald sich genügend Wurzeln entwickelt haben, können die Stecklinge gepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Vergissmeinnicht werden selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Bei Pflegefehlern kann es jedoch zu Grauschimmel, echtem Mehltau und Pilzerkrankungen kommen. Nur in Ausnahmefällen kommen bei Myosotis Blattläuse oder Spinnmilben vor. Grauschimmel und Mehltau entstehen durch zu hoher Luftfeuchtigkeit. Die betroffenen Pflanzenteile müssen schnellstmöglich entfernt werden, da sich diese Krankheiten sehr schnell ausbreiten und auf andere Pflanzen übertragen werden können. Die erkrankten Pflanzenteile gehören nicht auf den Komposthaufen, sondern müssen unbedingt im Hausmüll entsorgt werden. Zur Bekämpfung von Blattläusen gibt es im Fachhandel sehr gute und wirksame, biologische Mittel. Auch Spinnmilben lassen sich mit solchen Mitteln bekämpfen. Sie sind jedoch äußerst hartnäckig, so dass hier eher die Entfernung der Pflanze empfehlenswert ist.

Wissenswertes zu Vergissmeinnicht in Kürze

Das attraktive, früh blühende Vergissmeinnicht ist eine früh blühende Sommerblume und gehört in jeden Garten und auf jeden Balkon. Die hellblauen Blütenbüschel lassen sich sehr schön mit anderen Gartenblumen kombinieren. Die heimische Pflanze ist relativ anspruchslos und  pflegeleicht. Sie braucht hauptsächlich ausreichend Wasser. Durch die natürliche Selbstaussaat oder die Vermehrung des Vergissmeinnichts können sich Gartenfreunde über viele Jahre immer wieder an der hübschen Blütenpracht erfreuen. Das Vergissmeinnicht hat sich heute einen festen Platz in den meisten Gärten geschaffen und wird auch häufig in Kübeln oder Balkonkästen gepflanzt.
  • Insgesamt gibt es rund 50 verschiedene Arten, sowohl ein- als auch zweijährige.
  • Beheimatet ist die Pflanze in gemäßigten Gebieten von Asien über Europa, Australien und Neuseeland bis nach Nordamerika.
  • Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 cm, die jedoch vom jeweiligen Standort abhängig ist.
  • Sie benötigt einen humusreichen, leicht sauren und feuchten Boden. Sollte er trocken sein, müssen Sie ihn durchdringend wässern!
  • Das Vergissmeinnicht weist behaarte und wechselständige Blätter auf, sowie himmelblaue und kleine Blüten, die auf kurzen Stielen sitzen.
  • Eine Blüte besteht aus einer gelben Mitte um die sich fünf Blütenblätter anordnen.
  • Zu Beginn weisen die Blüten meist eine rosa Färbung auf, die sich erst mit der Zeit blau färbt.

Vergissmeinnicht können ihre Blütenfarbe verändernDiese Tatsache ist auf den Zellsaft in der Pflanze zurückzuführen: Zunächst ist der Pflanzensaft sauer, nimmt die Pflanze allerdings metallische Spurenelemente auf, so wird der Pflanzensaft basisch und eine Umfärbung der Blütenblätter wird hervorgerufen.


Ende Juni bis Mitte Juli sollte eine Aussaat direkt ins Beet vorgenommen werden. Bereits Ende August erreichen die Jungpflanzen eine Höhe von etwa 2 cm und zu dieser Zeit sollten sie pikiert werden, so dass sie einen Abstand von etwa 15 cm haben. Meist folgt eine Vermehrung auch durch die Pflanzen selbst, allerdings weisen die Nachkömmlingen von Jahr zu Jahr einen geringeren Wuchs auf. Durch die frühe Aussaat erhalten die Jungpflanzen bis zum Winter die nötige Kraft, sollten aber vor dem ersten Frost geschützt werden, beispielsweise mit Reisig. Kritisch ist eigentlich nur die Zeit, in der die Pflanzen heranwachsen. Zuviel Feuchte kann dann Grauschimmel oder Mehltau verursachen.