Wasserdost - Pflege im Garten

Wasserdost ist prädestiniert für Naturgärten und UferbepflanzungenDer Wasserdost ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die zur Familie der Asterngewächse zählt und allgemein als Heil- und Arzneipflanze bekannt ist. Man unterscheidet das Gewächs in zwei unterschiedliche Hauptpflanzenarten, dem ursprünglich in Europa und Vorderasien beheimateten gewöhnlichen Wasserdost sowie den in Nordamerika und Kanada vorzufindenden durchwachsenen Wasserdost.

Besonderheiten des Wasserdosts

Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und wächst bevorzugt auf feuchten Böden. Die natürlichen Habitate des Halbstrauches sind Bach- und Seeufer, Auenwälder, Sumpfgebiete

sowie feuchte Waldlichtungen. Mit einer Wuchshöhe von zirka 50 bis 150 cm und kurzstieligen Blättern erkennt man den Wasserdost an seinen zart rosa- bis purpurrötlichen Röhrenblüten. Die zu fruchtbaren Gebüschen wachsende Pflanze erreicht in ihrer Blütezeit zwischen Juli bis September ein stattliches Ansehen und ist besonderer Anziehungspunkt für fliegende Insekten. Die urwüchsige Uferstaude eignet sich im eigenen Garten hervorragend für die Randbepflanzungen von Teichanlagen und Bachläufen und Plätzen mit natürlicher Lehm- und Tonschicht. Jedoch ist eine Pflanzung in trockenen Staudenrabatten auch eine Variante, da der Strauch hierbei niedriger und standfester austreibt.

Anleitung und Hinweise zur Pflege
  • Standort und Pflanzung
Der Wasserdost (Eupatorium cannabinum) gedeiht am besten in feuchter und lehmiger Erde mit hohem Nährstoffvorkommen. Der beste Standort ist daher ein Gewässerrand. Auch sollte man die Pflanzen am besten im Halbschatten anpflanzen. Von Anfang März bis Ende September sollten die frischen Stauden angepflanzt werden. Die Stauden sollten daher eher im Hintergrund des Beetes positioniert werden, sodass saisonale Sommerblüher nicht direkt abgeschirmt werden. Die beeindruckenden Doststauden werden sehr groß, weshalb pro Pflanze ein Platzbedarf von mindestens 1 x 1 Meter einkalkuliert werden sollte.

Der zu beachtlicher Größe heranwachsende Wasserdost ist durch seine Eigenschaften ein Angriffspunkt vorherrschender Witterung. Gerade bei starken Winden und Regenwetter muss der Strauch durch das Zusammenbinden der Triebe geschützt werden. Um auf diese Standortbedingungen positiv einzuwirken, sollte zu Beginn der Pflanzung ein entsprechend geschützter Ort gewählt werden. Auch über den Winter sollten Wurzelansatz und junge Äste mit frostschützender Isolierung aus natürlichen Materialien abgedeckt werden.
  • Blütezeit
Die Blütezeit vom Wasserdost erstreckt sich von Anfang Juli bis Ende September, in den Farben Zartrosa bis Purpurrot in schirmförmigen Korbblüten die aufrecht, locker und sehr üppig wachsen.
  • Vermehrung und Aussaat
Wasserdost lässt sich durch die Aussaat von Samen vermehren, welche im gut sortierten Fachmarkt das ganze Jahr erhältlich sind. Die genaue Aussaatanleitung ist meist den Verpackungen zu entnehmen, aber auch hier gilt es einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Samen im Freiland einzuhalten. Die gewachsene Pflanze an sich samt sich nach erfolgreicher Blütephase stark in den Wintermonaten selbst aus. Auch eine Vermehrung durch Stecklinge und Teilung ist möglich. Bei einer Teilung im Frühling werden bis zu einem Drittel der Stammpflanze per Spaten abgestochen und in möglichst feuchten Boden am neuen Standort wieder eingebracht. Eine regelmäßige Bewässerung erleichtert das Anwachsen und die Stabilisierung der
geteilten Staude.
  • Düngung
Als hochwachsende Staude muss Wasserdost ab und zu beschnitten werdenDie pflegeleichte Leitstaude benötigt in der Blütezeit eine ausreichende Wasser- und Nährstoffzufuhr. Die Einbringung eines Langzeitdüngers im Frühjahr, oder die regelmäßige Zugabe eines Flüssigdüngers sind

völlig ausreichend. Besonders ökologisch sind Grünabschnitte und Mulch um den Wurzelansatz der dem Wasserdost entsprechendes Substrat liefern kann. Bei einer Haltung als Kübel- oder Topfpflanze ist die wöchentliche Düngung mangels Platz notwendig. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass der Dünger so gut wie möglich verdünnt wird, da es sonst zu Schädigungen junger Triebe kommen kann.

Wasserdost schneiden

Die Staude selbst wird im Frühjahr zurückgeschnitten. Hier kann man die Länge beliebig kürzen und so die Ausbreitung als auch die Wuchshöhe bestimmen. Das Auslichten und schneiden ist nicht nur eine wichtige Pflegemaßnahme für Staudengewächse, es ist essentiell für ein kräftiges Wachstum von frischen kräftigen Trieben. Auch ein leichter Sommerschnitt regt zum Wachstum an. Der schnellwüchsige Wasserdost wird durch diesen Schnitt in seinem Ausbreitungsdrang gebremst. Schneidet man bei Stauden Verwelktes sofort ab, wachsen bei vielen neue Blätter und Blüten nach.

Ein kräftiger Rückschnitt nach der Blüte hält Stauden in optimaler Form. Dies ist vor allem bei Stauden die ein verholztes Geäst mit langen Trieben haben relevant. Verzichtet werden sollte dabei der Rückschnitt im Spätherbst, da die Pflanze in frostigen Nächten an den offenen Schnittflächen Kälteschaden nehmen kann.

Krankheiten und Schädlinge bei Wasserdost


Auch pflegeleichte Gewächse wie der Wasserdost können saisonbedingt von Pflanzenschädlingen befallen werden. Dies können unter anderem Blattläusen oder weiße Fliegen verursachen. Aber gegen den Einsatz mit chemischer Keule spricht ein biologischer Sud aus Brennnesseln und Regenwasser. Zur Herstellung eines Brennnesselsuds werden etwa ein Kilogramm Brennnesseln in ein ausreichend großes Gefäß gelegt und mit Wasser aufgefüllt. Dieser Sud ist schon nach ein bis zwei Tagen fertig und kann anschließend auf die befallenen Partien aufgesprüht werden bis der Befall abnimmt.
 
Wissenswertes zum Wasserdost in Kürze

Beim Wasserdost handelt es sich um eine farbenprächtige Gartenstaude mit riesigen Blüten, die über die sommerliche Gartensaison Freude schenkt. Nicht nur als Schnittblume für die Vase sondern auch als dekorativer Sichtschutz bietet das Gewächs verschiedene Möglichkeiten zur individuellen Gartengestaltung. Die einfache Pflegebedürftigkeit erleichtert Wachstum und Haltung, jedoch sollte eine ausreichende Wasserversorgung an heißen Sommertagen zur Verfügung stehen um möglichst lange von der Schönheit dieser Pflanze zu profitieren. Ein großer Vorteil ist die selbstständige Vermehrung der Pflanze mittels Samen die somit in der Lage ist, schwer zugängliches Terrain zu begrünen.
  • Beim Wasserdost handelt es sich um eine mehrjährige, krautige Pflanze, die bis zu 150 cm hoch werden kann.
  • Bei dieser Größe weist der Wasserdost dann auch einen sehr dicken Blütenstängel auf, an dessen Ende sich mehrere Blütenkelche befinden.
  • Weil Wasserdost zum einen vielseitig verwendbar ist und zum anderen wenig Pflege bedarf, eignet er sich ideal für Naturgärten oder zur Uferbepflanzung bei Gartenteichen.
  • Der Wasserdost gedeiht am besten in feuchten, lehmigen Böden. Der ideale Standort ist daher ein Gewässerrand.
  • Mit seinen großen Blüten zieht Wasserdost Insekten und Schmetterlinge anAuch sollte man die Pflanzen am besten im Halbschatten anpflanzen. Mit hohen Bäumen im Hintergrund fühlt sich der Wasserdost sehr wohl.
  • An einem solchen Standort kann die Pflanze mehrere Jahre gehalten werden.
  • Wenn man den Wasserdost in einem Kübel halten will, so ist eine wöchentliche Düngung notwendig.
  • Hierbei sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Dünger so gut wie möglich verdünnt wird.
  • Die Teilung der Pflanze kann alle 2 - 4 Jahre durchgeführt werden. Diese Pflanzen sind dann groß genug, um sie umzusetzen.
Die Pflanze eignet sich hervorragend, um sie in einer Vase zu präsentieren. Die Blütenstängel sind schnittreif, wenn die Blüten halb geöffnet sind. Sie halten sich dann auch eine recht lange Zeit im Wasser. Die Pflanze selbst wird im Frühjahr zurückgeschnitten. Hier kann man die Länge beliebig kürzen und so die Ausbreitung als auch die Wuchshöhe bestimmen.

Viele Gärtner schätzen die Pflanze, weil sie als Heilpflanze verwendet werden kann. Prinzipiell kann man sämtliche Pflanzenteile nutzen. Dazu ist es selbstverständlich wichtig, dass die Pflanze keine Schädlinge aufweist, gegen die mit chemischen Mitteln vorgegangen werden muss.