Bodendeckende Stauden - winterharter Rasenersatz

Blattschmuckpflanzen können zugleich Bodendecker sein - eine ideale KombinationWünscht sich nicht jeder einen rundum schön gestalteten Garten, der Sommer wie Winter eine Augenweide ist? - Inmitten von bunten Blumenvielfalten und schmackhaften Gemüsebeeten gibt es herrliche Rasenflächen, die eine Oase der Erholung bieten und zum Entspannen einladen. Eine gute Alternative zu herkömmlichem Rasen bieten winterharte Bodendecker.

Bodendecker-Stauden - hübsch anzuschauen!

Nach ihrem Anbau machen diese niedrigen Pflanzen, die sich durch ihren kriechenden Wuchs auszeichnen, sehr wenig Arbeit. Ideal geeignet zur Begrünung

größerer Flächen, werden diese schnell ineinander wachsenden Zwergsträucher und Stauden, die einen geschlossenen, immergrünen Teppich produzieren, sehr gern verwendet.

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass kein Rasen mehr gemäht werden muss. Gerade an steileren Hängen oder unzugänglichen Gebieten ist das sehr praktisch. Beliebte, trittfeste Arten (ohne Blütenbildung) sind beispielsweise:

  • Fliederpolster
  • Treneague (auch als Tretkamille bekannt)
  • Ysander (auch als Dickmännchen bekannt)
  • Kriechwacholder (aus Japan stammend)
  • Efeu (die klassische Variante findet man vor allem auf Friedhöfen)

Viele zeichnen sich durch einen angenehmen Duft und dichtem Wuchs aus. Desweiteren bieten sie einen sehr guten Schutz gegen fast alle Unkräuter.

Welcher Standort wird bevorzugt?

Bei der richtigen Auswahl der Bodendecker kommt es vor allem auf die zukünftige Lage an. Eine große Anzahl von Pflanzen bevorzugt sonnige Standorte, wie beispielsweise die Katzenminze, die Glanz-Edelraute oder der Sand-Thymian. Andere wiederum lieben es schattig und eignen sich deshalb vorzüglich für die Unterpflanzung von höheren Gewächsen, die viel Licht schlucken. Zu ihnen zählen Immergrün, Bärlauch, Scharbockskraut und Buschwindröschen.

 

Immergrün gehört zu den bekanntesten Bodendeckern für den GartenEine weitere Möglichkeit der Bepflanzung sind kriechende Nadelgehölze, zum Beispiel Zwerg-Eiben. Die kleinste Gattung ist die Minima, die sich durch ihren

fast kugeligen, buschig - kompakten Wuchs auszeichnet. Sie wird kaum größer als 20 cm und ebenso breit. Auf dem Betrachter wirkt sie zwar strenger als die blühenden Bodendecker, jedoch behält sie auch im härtesten Winter ihr unverändertes Aussehen bei. Laub abwerfende Blattpflanzen warten zwar vielmals mit hübschen Blüten auf (wie Fächermispel oder Teppich-Hartriegel) können in der kalten Jahreszeit jedoch eher kahl und unansehnlich wirken.

 

Die idealen Eigenschaften (blühender, niedrig- breitbuschiger Wuchs und immergrün) finden sich auch bei folgenden Spezies wieder:

  • Stachelnüsschen
  • Bärentraube
  • Feld-Thymian
  • Preiselbeere
  • kleines Immergrün

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Pflanzen Sie verschiedene Gattungen nebeneinander und erleben die fassettenreiche Farbvielfalt in der warmen Jahreszeit. Bodendeckende Pflanzen sind die "Evergreens" eines jeden Hausgartens. Sie lassen Ihre Anlagen freundlich wirken und garantieren eine dauerhafte Vielfalt. Besonders in Steingärten oder als Umrandung für Teichanlagen werden sie gern verwendet.

 

Egal welche Beschaffenheiten der Boden Ihres Gartens hat, es ist sehr unproblematisch auch hier einen passenden Typ zu finden, der Ihnen gefällt.
Die meisten Bodendecker können auch benachbarten Wurzeldruck vertragen und lassen sich durch andere Pflanzen nicht in ihrer Ausbreitung beeinflussen. Desweiteren halten sie die Feuchtigkeit in der Erde fest und verhindern Bodenerosion.

Wie geht es richtig?

Wenn Sie sich für Bodendeckende Stauden als winterharten Rasenersatz entscheiden, gibt es einiges zu beachten: Die beste Jahreszeit zum Anpflanzen ist das Frühjahr. Robustere Gattungen lassen sich auch im Herbst einsetzen. Den Boden gut vorbereiten. Am besten tief umgraben und

von Steinen oder alten Wurzeln befreien. Wenn Sie wirklich sicher gehen wollen, können Sie die Erde auch durchsieben. Das Pflanzloch sollte etwas doppelt so breit sein wie die Wurzel und auch anderthalb mal so tief. Bitte unbedingt die vorgegebenen Pflanzabstände einhalten. Die ausgehobene Erde lässt sich prima wieder zum verfüllen benutzen. Denken Sie daran, die eingesetzten Pflanzen sofort reichlich anzugießen.
Bereits nach kurzer Zeit lassen sich farbenprächtige Ergebnisse bewundern. Zum Schluss brauchen Sie ihren Garten einfach nur noch genießen.

Beispiele für Bodendeckende Stauden als Teppich und Rasenersatz im Schatten:

    • Asarum europaeum (gewöhnlich Haselwurz) Lebensbereich Gehölz, Geselligkeit III-IV - prächtiger Bodengrüner, für trockene und durchwurzelte Plätze;
    • Bergenia cordifolia (Bergenie) Lb. Gehölz, G. II-III;
    • Corydalis lutea (Gelber Lerchensporn) Lb. Gehölzrand, Steinanlagen, G. I-III;
    • Gelber Schattenmassenblüher, auch für starken Wurzeldruck geeignet, mit Topfballen ansiedeln, dann Selbstaussaat;
    • Pachysandra terminalis (Dickmännchen, Ysander) Lb.Gehölz, G. V; wintergrün, geeignet für volle Sonne und tiefen Schatten, für feuchte oder trockene Plätze, absolut robust und unverwüstlich, in der Anfangszeit Geduld aufbringen

  • Saxifraga cortusifolia var. fortunei (Oktober-Steinbrech) Lb. Gehölz, G. I-II;
  • Sedum spurium `Album Superbum` (Teppich-Sedum) Lb. Freifläche Gehölzrand, G. III-V; geeignet für Einfassungen, dankbarer Bodendecker;
  • Tiarella cordifolia (Schaumblüte) Lb. Gehölz, G. III-V; Schattenbodengrüner;
  • Viola odorata (Duft-Veilchen) Lb. Gehölzrand, Freifläche, G. II-III; vor und zwischen Sträuchern;
  • Waldsteinia ternata (Teppich-Golderdbeere) Lb. Gehölz, G. III-V; immergrün, bildet dichte Flächen, unter und vor Gehölzen, bildet Absenker