Feuersalbei - Pflege von Salvia splendens

FeuersalbeiFeuersalbei ist eine Pflanze, die in den brasilianischen Regenwäldern ihren Ursprung hat. Insgesamt erreicht die Pflanze eine Wuchshöhe von ca. 30 bis 40 cm. Die Blütenstände der Pflanze sind in der Regel rot; sie ist inzwischen auch in anderen Farben, zum Beispiel Lila und Rosa, erhältlich.

Generell handelt es sich bei dem Feuersalbei um eine Pflanze, die grundsätzlich pflegeleicht und genügsam ist. So kann man den Feuersalbei auch sehr gut auf dem Balkon halten - und das sowohl bei hellem und sonnigem Standort

wie auch im Halbschatten. Auch in der Pflege ist der Feuersalbei genügsam, was wohl auch der Grund ist, warum die Zierpflanze sehr verbreitet ist. Eingetopft bekommt man die Pflanze ab etwa Mai im Pflanzenfachhandel, während die Samen ganzjährig erhältlich sind, damit man damit neue Pflänzchen heranziehen kann.

Die einjährige Pflanze kann sowohl als Beet- wie auch als Balkon- oder Kübelpflanze gehalten werden. Wird die Pflanze gezielt beschnitten, bildet sie eine sehr schöne buschige Wuchsform aus. Dazu sollte man die Spitzen der Triebe innerhalb der Wachstumsphase abschneiden, denn so erzielt man eine Ausbildung neuer Triebe, die seitlich wachsen und damit eine voluminösere Pflanze erzielen.

Standort und Boden für den Feuersalbei

Am besten gedeiht die Pflanze, wenn sie einen hellen und sonnigen Platz auf dem Balkon oder im Garten bekommt. Sie kann aber auch im Halbschatten oder im hellen Schatten gehalten werden. Bedenken sollte man, dass die tropische Pflanze umso üppiger gedeiht, je mehr Licht sie abbekommt. In der Auswahl der Böden ist die Pflanze sehr genügsam, deshalb kann man sie in praktisch allen Böden ohne große Vorbereitungen halten. Geschützt werden sollte der Feuersalbei allerdings gegen sehr starken Regen, gegen Hagel sowie starken Wind, weil sonst sowohl die zarten Blätter als auch die Triebe beschädigt werden könnten. Darauf sollte man bei der Standortwahl gerade im Garten im Beet oder als Kübelpflanze besonders achten.

Pflegeansprüche des Feuersalbeis

Der Feuersalbei braucht grundsätzlich nicht sehr viel Wasser. Das heißt, dass man die Erde zwar generell leicht feucht halten sollte, dass die Erdoberfläche ab und an aber auch einmal austrocknen sollte, denn das fördert eher das Wachstum der Pflanze als es zu unterbinden. Auf Staunässe reagiert der Feuersalbei dagegen sehr empfindlich. Deshalb ist es wichtig, wenn die Pflanze in entsprechende Pflanzgefäße gesetzt wurde, auf Ablauflöcher zu achten, damit die für den Feuersalbei und dessen Gesundheit gefährliche Staunässe überhaupt nicht auftreten kann. Durch Beschneiden lässt sich beim Feuersalbei die Wuchsform sehr gut beeinflussen.

Wenn das Erdreich, in dem die Pflanze steht, mit ausreichend Nährstoffen durchsetzt ist, muss man den Feuersalbei nicht zwingend düngen, damit er gedeiht. Möchte man die Pflanze doch lieber düngen, sollte die Düngung innerhalb der Wachstumsphase sehr spartanisch erfolgen. Dazu sollte man bedeutend weniger Dünger verwenden, als die Packungsangaben des Düngepräparates empfehlen. Wie auch beim Wasserbedarf ist die Pflanze auch beim Nährstoffbedarf eher genügsam als anspruchsvoll und besonders beim Feuersalbei gilt die Regel, dass weniger mehr ist.

Blütezeit verlängern

Damit die Blüte des Feuersalbeis möglichst lange anhält, sollte man nach der ersten Blüte die Blütenstände des
Salbeis zurückschneiden. So kann man erreichen, dass die Pflanze sofort neue

Blüten ausbildet. Mit diesem Zurückschneiden der Blütenstände kann man für sich selbst die Freude an den schönen roten Blüten deutlich verlängern. Wer vorausschauend denkt, bewahrt die Samen, die nach der letzten Blüte ausgebildet werden, trocken und kühl auf, denn so kann man sie für das folgende Frühjahr zur Aussaat der einjährigen Pflanze nutzen.

Überwinterung des Feuersalbeis

Der Feuersalbei ist generell eine einjährige Pflanze und weil die Aussaat relativ einfach ist und mit selbstgesammelten Samen der letzten Blüte erfolgen kann, ist die Überwinterung auch nicht unbedingt erforderlich. Wer den Feuersalbei trotzdem überwintern möchte, kann auch hier auf die Anspruchslosigkeit der Pflanze setzen. Ein heller Platz, der eine Raumtemperatur von fünf bis zehn Grad Celsius ausweist, reicht der Pflanze als Überwinterungsplatz vollkommen. Gerade im Winter sollte man zudem noch spärlicher gießen und die Erdoberfläche häufiger etwas austrocknen lassen.

Feuersalbei aus Samen selbst heranziehenFeuersalbei

Anders als viele andere Samen müssen die Samen des Feuersalbeis vor der Aussaat nicht in Wasser eingeweicht werden. Es reicht völlig aus, die Samen im Frühjahr in einem Topf auszusäen und mit etwa drei Millimetern Erde zu bedecken. Weil die Pflanze genügsam in den Ansprüchen an die Bewässerung ist, eignet sich für die Anzucht Kakteenerde. Die Erde hält man dann feucht, aber keinesfalls nass. Eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ist sinnvoll bei der Aussaat. Deshalb kann man dazu einen Gefrierbeutel über den Anzuchttopf stülpen. Damit keine Schimmelbildung erfolgt, muss der Topf aber täglich belüftet werden. Je nach Außentemperatur liegt die Keimdauer bei sieben bis etwa zehn Tagen. Perfekt für die Aufzucht der Samen ist ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung mit einer Temperatur von ungefähr 20 Grad Celsius.

Haben die Jungpflanzen eine Höhe von fünf Zentimetern erreicht, können sie pikiert, also vereinzelt, werden. Dünger brauchen die Pflänzchen in dieser jungen Phase überhaupt nicht Nach den Eisheiligen kann man sie dann ins Freie pflanzen. Aus Triebspitzen lassen sich bei einer Wuchshöhe von 8 cm Jungpflanzen ziehen.
Die Ansprüche des Feuersalbeis im Überblick:
  • einjährige Pflanze, die aber mit etwas Geschick auch überwintert werden kann
  • anspruchslos im Wasser- und Düngerbedarf
  • kann sonnig wie auch halbschattig gehalten werden
  • regelmäßiger Rückschnitt der Blütenstände verlängert die Blütezeit
Fazit: Wissenswertes zum Feuersalbei in Kürze

Der Feuersalbei ist eine Pflanze, die auch für Hobbygärtner gut geeignet ist, die keinen grünen Daumen haben. Durch ihre geringen Ansprüche an Wasserbedarf sowie Düngung ist die Pflanze recht anspruchslos. Flexibel ist der Feuersalbei auch, denn er kann sowohl auf dem Balkon als auch als Kübel- oder Beetpflanze gehalten werden.
  • Der Feuersalbei bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Er sollte wind- und regengeschützt stehen. Bei Regen kümmert der Salbei.
  • Die Pflanze kommt mit so gut wie allen Böden zurecht. Man kann ganz normale Einheitserde verwenden, mit einer guten Drainageschicht als Untergrund.
  • Gegossen werden muss der Feuersalbei nur mäßig. Wichtig ist, dass der Boden zwischendurch immer gut abtrocknen kann. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
  • Eine gute Nährstoffversorgung ist wichtig. Man düngt wöchentlich, allerdings nur mit der Hälfte der angegebenen Menge.
  • Die Knospen an der Spitze der Pflanze sollten regelmäßig abgeschnitten werden, damit sie schön buschig wächst. Es entstehen mehr Seitentriebe.
  • Nach dem ersten Blütenflor werden die braunen Blütenstände abgeschnitten, damit es zu einer weiteren Blüte kommt.
  • Der Feuersalbei wird nicht überwintert.
Leider wird der Feuersalbei gern von Schädlingen befallen. Besonders Blattläuse, Spinnmilben und die Weiße Fliege lieben die Pflanze. Zur Bekämpfung eignet sich ein Gemisch aus Tabaksud und Bier mit einem Spritzer Spülmittel. Um auch die schlüpfenden Jungtiere zu erwischen, muss das Besprühen regelmäßig wiederholt werden.