Funkie-Pflanzen (Hosta) - Pflege & Hilfe bei Schnecken

Als Blattschmuckpflanzen sind Funkien vielseitig einsetzbar und daher in den letzten Jahren zu einer beliebten Schmuckstaude geworden. Waren die früheren Sorten eher Lückenbüßer für schattige Plätze, gibt es jetzt Funkien für jede Gartensituation. Auch in Pflanzkübeln werden Funkien zu repräsentativen Exemplaren. Die Artenvielfalt der Hostas, ihre botanische Bezeichnung, ist groß: von Miniaturausgaben bis zur großen Blatt-Funkie, unterschiedliche Blattzeichnungen und Blütenfarben und sogar duftende Sorten.
Funkie

Funkien - Pflanzung und Pflege

Je nach Größe, Form und Farbe entfalten Funkien in Kombination mit

anderen Stauden einen besonderen Reiz. Sie geben einem Beet Struktur und sind Ruhepol. Dazu sind Hostas langlebige Pflanzen, sie gewinnen mit den Jahren immer mehr an Schönheit. Ihre Blätter strahlen von kühlem Blaugrün über saftiges Grasgrün bis hin zu gelb und weiß panaschierten Blättern mit reizvollen Musterungen. Bekannte Sorten sind:
  • Blaublatt-Funkie, große Pflanze mit blaugrauen Blättern und weißen Blüten
  • Gelbrand-Funkie, hellgelbe Ränder und violette Blüten
  • Mini-Funkie Blue Mouse Ears, kompakte kleine Pflanze mit lavendelfarbenen Blüten
  • Korea-Funkie, grüne Blätter, dunkel-lila Blüten, sehr sonnenverträglich
  • Duft-Funkie "Fragrant Blue", helllila Blüten
  • Duft-Funkie "Fragrant Bouquet", weiße Blüten
Funkien können grundsätzlich das ganze Jahr über gepflanzt werden. Meist kauft man sie jedoch im Frühjahr oder Frühsommer, wenn die Pflanze die ersten Blätter ausgetrieben hat. Sie lieben einen humosen, frischen und nicht zu nassen Boden, ansonsten sind sie pflegeleicht und genügsam. Überalterte oder zu große Funkienhorste können im Frühjahr oder Herbst geteilt werden. Dazu durchtrennt man die Rhizome mit einem scharfen Spaten, setzt die Pflanzen in frische Erde und wässert sie gründlich.

Hat die Funkie im Garten überwintert, beginnt sie im April auszutreiben. Zu diesem Zeitpunkt bekommt die Pflanze eine einmalige Düngergabe. Der Austrieb sieht wie kräftige Bambussprossen aus. Nach und nach entrollen sich die Blätter. Anfang Juni entwickeln sich die Blütenknospen, die nach dem Aufblühen etwa zwei Monate blühen. Im Herbst werden die Blätter gelb und fallen beim ersten Frost zusammen. Sie lassen sich dann leicht entfernen und die Pflanze wird mit etwas Laub oder Reisig abgedeckt.

Hilfe bei Schnecken

Neben den heimischen Schneckenarten verursacht die eingeschleppte Spanische Wegschnecke die größten Schäden. Funkien zählen zu den "Lieblingsspeisen" der Schnecken. Wenn die jungen Triebe der Pflanze im Frühjahr neu austreiben, ist sie ganz besonders
gefährdet. Deshalb sollte schon frühzeitig mit der Bekämpfung begonnen werden. Die wirkungsvollste Methode ist immer noch das Absammeln der Tiere am frühen Morgen oder abends. Durch Auslegen von großen Blättern und Brettern, unter denen sich die Schnecken verstecken, kann der Sammelerfolg verstärkt werden. Allerdings müssen die Schnecken dann getötet oder so entsorgt werden, dass sie nicht wieder in den Garten kommen. Auch regelmäßiges Hacken trägt zur Verminderung bei. In dem lockeren Boden sind die Schnecken für Igel, Kröten, Spitzmäuse, Blindschleichen und Laufkäfer leichter zu finden.

Weitere Methoden zur Schneckenbekämpfung

Schnecken sind auf Feuchtigkeit angewiesen. Daher kann ein Schutzwall aus Sägemehl, Sand, Holzhäcksel, Kaffeesatz oder Kalk um die Pflanze hilfreich sein. Allerdings muss dieser Wall nach einem Regenschauer erneuert werden. Hilfreich sind auch Bierfallen. Das zur Hälfte mit Bier gefüllte Glas wird so eingegraben, dass 1-2 cm über den Boden hinausstehen. Diese Bierfallen sollten am Beetrand aufgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit ist ein Schneckenzaun, von denen es

im Handel verschiedene Modelle gibt.

Eine biologische Methode ist der Einsatz von Nematoden, die jedoch nicht bei allen Schneckenarten gleich wirksam sind. In der Nähe von Gewässern sollten sie nicht eingesetzt werden, da Wasserschnecken dabei gefährdet sind. Nematoden gibt es im Fachhandel oder über Nützlingslieferanten.

Bei der chemischen Bekämpfung mit Schneckenkorn ist eine gezielte Bekämpfung direkt bei den Funkienpflanzen möglich. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass das Schneckenkorn für Igel und Haustiere ungefährlich ist. Unbedingt die Gebrauchsanweisung beachten!

Wissenswertes zur Biologie

Auch gerne als Herzblattlilie genannt. Die meisten Sorten eignen sich für den Schatten, doch es gibt auch hier viele Sorten, die auch Sonne und Halbschatten bevorzugen. Mittlerweile gibt es Funkien in hunderten von Arten, darunter immer wieder neue Züchtungen. So unterschiedlich ihre Blätter sind, so verschieden ist auch ihre Größe. Die Größen Variieren von 20cm bis über einen Meter. Funkien sind mitunter begehrte Sammlerobjekte. In Internetforen werden die Pflanzen untereinander getauscht, und viele Online-Shops bieten die verschiedensten Züchtungen an.

Die meisten Funkien lassen sich leicht aus Samen ziehen. Bis sie zu einer imposanten Staude jedoch heranwachsen können, vergehen doch einige Jahre. Funkien können auch durch die Teilung größerer Pflanzen vermehrt werden. Der ideale Zeitpunkt zum Teilen ist das Frühjahr, wenn sich die ersten Triebe zeigen. Bevorzugt wird ein durchlässiger, leicht feuchter Boden in schattiger Lage. Sonnen-Funkien sind in der Regel dementsprechend beschriftet. Im Internet finden sich außerdem einige Datenbanken, wo man die nötigen Informationen zu den einzelnen Arten einholen kann. Kleine Zwergfunkien eignen sich wunderbar für Kübelhaltung auf der Terrasse, im Schatten anderer, größerer Pflanzen. Wird der Boden gedüngt, wirkt dies auf die Größe der Blätter aus. Durch die Nährstoffe können schöne, große Blätter entstehen. Diese sind ideal als Stütze für frisch geschnittene Blumensträuße. Bei Kübelhaltung unbedingt eine Drainage-Schicht in die Töpfe legen, damit keine Staunässe entstehen kann.