Margeriten: Pflanzen, Pflege der Strauchmargerite

rosa MargeritenMargeriten sind eine vielfältige Pflanzengruppe, die sowohl als Balkon- und Gartenpflanzen, als auch als Schnittblumen sehr beliebt ist. Ihren Namen haben sie von der Magerwiesen-Magerite (Leucanthemum vulgare), die auch Wiesenmargerite oder Wiesen-Wucherblume genannt wird.

Ursprünglich eine Wildpflanze, die auf Weiden, Wiesen und an Bahndämmen wächst, wird die Wiesenmargerite heute auch in kultivierter Form zur Bepflanzung von Gärten, Parks, etc. angeboten. Sie ist eine mehrjährige Pflanze und wird 30 – 60 cm hoch. Wiesenmargeriten haben weiße Blütenblätter, die wie ein Körbchen um das

gelbe „Auge“ angeordnet sind. Da sie im Aussehen der geruchlosen Kamille sehr ähnlich sind, werden sie manchmal mit dieser verwechselt.

Wiesenmargeriten sind zwar nicht giftig aber alle Pflanzenteile können Kontaktallergien auslösen.
Da es fast unmöglich ist alle Margeritenarten und deren ständig hinzukommende Neuzüchtungen zu behandeln, werden hier nur einige exemplarisch betrachtet. Fast alle Margeritenarten werden in weiß, gelb, rosa, rot und Schattierungen hiervon angeboten.

Frühlingsmargerite ( Tanacetum coccineum)

StrauchmargeriteDie Frühlingsmargerite wird ca. 90 cm hoch und blüht im Mai und Juni. Sie liebt einen sonnigen Standort mit durchlässigem Gartenboden. Frühlingsmargeriten werden auch gerne als Schnittblumen verwendet.

Sommermargerite (Leucantheum x superbum)

Die Sommermargerite wird ca. 90 cm hoch, hat weiße Blüten und blüht im Juli und August. Sie sollte an einen sonnigen Standort gepflanzt werden.

Herbstmargerite (Leucanthemella serotina)

Die Herbstmagerite, die auch Herbststern genannt wird, ist eine Staude, die ca. 150 cm hoch wird. Sie hat weiße Blütenblätter um ein gelbes „Auge“ und blüht im September und Oktober. Herbstmageriten brauchen einen sonnigen oder halbschattigen Standort.

Große Margerite

Die große Margerite (Chrysanthemum leucanthemum maxima ) ist eine großblumige Züchtung aus der Wiesenmargerite. Sie ist eine mehrjährige, winterharte Staude, die 60 – 80 cm hoch wird und von Juli bis September blüht. Sie liebt einen sonnigen Standort. Die große Margerite ist sehr gut als Schnittblume geeignet.

Die Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens oder Chrysanthemum frutescens) ist eine sehr beliebte, reich blühende Kübelpflanze für Balkon, Terrasse und Garten. Will man sie nicht überwintern, kann sie auch in ein Beet gepflanzt werden. Sie wird 80 – 150 cm hoch, hat ein feines, aromatisch riechendes
Blattwerk und bildet zahlreiche weiße, gelbe oder rosa Blüten aus. Sie blüht von Mai bis Oktober. Strauchmargeriten gibt es als Hochstämmchen oder Strauch. Als besondere Züchtung werden eine Zwergform, die vom Aussehen her Gänseblümchen ähnelt und gefüllte Sorten, die fast wie Chrysanthemen aussehen, angeboten.

Die Strauchmargerite bevorzugt einen sonnigen Platz, kann aber auch im Halbschatten gepflanzt werden. Hochstämmchen müssen gut abgestützt werden.

Pflege der Strauchmargerite

MargeritenStrauchmargeriten brauchen sehr viel Wasser. Daher müssen sie an heißen Sommertagen morgens und abends gegossen werden. Während der Blütezeit müssen sie mindestens 2-mal im Monat mit Flüssigdünger gedüngt werden. Verblühte Blüten sollten abgezupft werden um die Blüten-Neubildung zu fördern.
Strauchmargeriten sind anfällig für Blattläuse und werden als Folge davon oft von Rußtaupilzen befallen. Auch weiße Fliegen befallen Margeriten.

Blattlausbefall

Erkennbar ist Blattlausbefall an verkrümmten, gekräuselten Blättern, Triebspitzen oder Knospenspitzen.

Pilzbefall

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Pilzbefall erkennt man daran, dass die Pflanze Blätter und junge Triebe verliert und die Blätter fleckig sind.

Weiße Fliege

Ein Befall mit weißen Fliegen zeigt sich an 2 mm großen, geflügelten Insekten, die bedeckt mit weißem Wachspuder auf den Blattunterseiten sitzen.

Zum Überwintern wird die Strauchmargerite vor dem ersten Frost in einen hellen, nicht zu kühlen (8-12°C) Raum gebracht und während des Winters nur mäßig gegossen. Sie wird nicht vor der Überwinterung beschnitten, da sonst die Gefahr des Vertrocknens besteht. Strauchmargeriten werden im Mai, bevor sie wieder raus gestellt werden, um ca. 1/3 gekürzt.

In Kürze
  • Höhe 75 -90cm
  • Pflanzabstand 38 -45cm
  • Blüte im Frühsommer
  • Leichter, gut dränierter Boden
  • Offener, sonniger Standort
  • winterhart
Mit den leuchtenden, klaren Farben bringen die gänseblümchenartigen Blüten von Pyrethrun roseum, jetzt Tanacetum coccineum, Leben in sonnenbeschienene Rabatten.

Im Frühsommer entfalten sich die schlichten Blüten an aufrechten Stielen zu einem Durchmesser von 5- 6cm. Sie sind gefüllt oder ungefüllt und präsentieren sich in den verschiedensten Rot- und Roétönen sowie in Weiß. Das gefiederte Laub ist leuchtend grün. Mit ihrem beinahe nostalgischen Charme machen sich die Blütenstiele von Tanacetum gut in rustikalen Sträußen.

Beliebte Sorten

Die verbreitesten ungefüllten Sorten sind: Avalanche (weiß), Brenda (kirschrot), Eileen May Robinson (pink), Evenglow (lachs), Kelways Glorious (kaminrot) sowie Taurus (blutrot).
Gefüllte Sorten sind: Aphrodite (weiß), Helen (hellrosé), Vanessa (sattes Pink mit gelber Zeichnung), Lord Roseberry (rot), Mont Blanc (weiß), Princess Mary (tiefrosé), Prospero (lachs) und Red Dwarf (karminrot).

Kultivierung

Man pflanzt im zeitigen Frühjahr in leichten, gut dränierten Boden an einen offenen, sonnigen Platz und stützt die Pflanzen vom mittleren bis späten Frühjahr mit Erbsenreisig ab. In der Wachstumsperiode reichlich gießen und die Stängel gleich nach der Blüte zurückschneiden. Junge Pflanzen Blühen mitunter erneut im Frühherbst.

Vermehrung

Eine Teilung sollte möglichst erst nach 3 - 4 Jahren erfolgen, und zwar im zeitigen Frühjahr oder nach der Blüte im Hochsommer, wenn die neuen Basalsprosse durchtreiben. Verholzte Wurzeln vor dem erneuten Pflanzen entfernen.
Aussaat zu Frühlingsanfang unter Glas bei 16 Grad Celsius. Sortenechte Vermehrung ist unwahrscheinlich.