Dickmännchen: Pflanzen, Pflanzabstand, Pflege und Vermehrung

bodendecker3 flDas Dickmännchen (Pachysandra) ist ein idealer Bodendecker, der sich gut zur Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern eignet, doch auch ganze Vorgärten werden mit dieser Pflanze begrünt.

Besonders praktisch ist das Dickmännchen als Unterpflanzung von Laubbäumen, denn das Laub, das von diesen Bäumen im Herbst abgeworfen wird, verschwindet zwischen den Pflanzen und bildet dort eine Humusschicht, die den Dickmännchen wie auch den Bäumen zugute kommt. Das Dickmännchen wird auch unter der Bezeichnung Ysander verkauft. Es ist immergrün, wird etwa 20 bis 30

Zentimeter hoch und blüht in der Zeit von April bis Mai mit kleinen weißen Blüten. Diese Pflanze gibt es in verschiedenen Blattfarben von hell- über dunkelgrün bis hin zu mehrfarbigen Blättern. Für Haushalte mit Tieren, die gern die Pflanzen anknabbern, ist das Dickmännchen jedoch nicht so gut geeignet, denn seine Blätter sind giftig.

Standort für Dickmännchen

Das Dickmännchen eignet sich am besten für einen halbschattigen bis schattigen Standort. Es kann zwar auch in die Sonne gepflanzt werden, dort kann es jedoch sein, dass seine Blätter heller oder sogar gelb werden. An den Boden stellt die Pflanze keine besonderen Ansprüche - einigermaßen feucht und nährstoffreich sollte er jedoch sein. Mit dem Druck der Wurzeln anderer Pflanzen hat das Dickmännchen keine Probleme und kann daher mit den verschiedensten Gehölzen kombiniert werden.

Pflanzen und Pflanzabstand

Sollen größere Flächen mit dem Dickmännchen begrünt werden, sind hierfür etwa acht Pflanzen pro Quadratmeter nötig. Bei einer kleineren Gruppe werden die einzelnen Pflanzen in einem Abstand von etwa 30 Zentimetern gesetzt. Dickmännchen bilden unterirdische Ausläufer, durch die weitere Pflanzen ganz in der Nähe entstehen. Sie wachsen mit fünf bis zehn Zentimetern pro Jahr allerdings recht langsam, deshalb kann es einige Jahre in Anspruch nehmen, bis sich eine geschlossene Oberfläche bildet.

Das Dickmännchen kann zwar das ganze Jahr über gepflanzt werden, die beste Zeit hierfür ist jedoch der Frühling oder der Herbst, weil in dieser Zeit der Boden meist feucht genug ist, sodass nicht
all zu viel Zeit in die Pflege investiert werden muss. Beim Pflanzen mitten im Sommer ist dagegen besonders in der ersten Zeit auf eine ausreichende Bewässerung zu achten.

Pflege

Dickmännchen unterdrücken Unkraut, deshalb wird der Pflegeaufwand in Beeten mit diesen Pflanzen mit der Zeit immer geringer. So lange sich aber noch keine geschlossene Oberfläche gebildet hat, sollte das Unkraut immer nur vorsichtig von Hand entfernt werden, denn die Wurzelausläufer, über die sich die Dickmännchen ausbreiten, liegen sehr nah an der Oberfläche und werden daher beim Hacken leicht herausgerissen. Im Winter benötigen die Dickmännchen keine besondere Pflege, denn sie sind gut winterhart.

Dickmännchen schneiden

garten-mann4 flSollten die Dickmännchen zu hoch werden oder sich zu weit ausbreiten, können sie das ganze Jahr über eingekürzt werden. Breiten sie sich zu weit in den Garten aus, müssen auch die unterirdischen Wurzelausläufer mit entfernt werden, um das Wachstum nachhaltig einzudämmen. Diese Wurzelausläufer werden am besten mit einem Spaten abgestochen.

Vermehrung

Dickmännchen lassen sich am leichtesten durch ihre Ausläufer vermehren. Diese können im Frühling oder im Herbst von

der Pflanze abgeschnitten und an eine andere Stelle im Garten versetzt werden. Auch eine Vermehrung über Stecklinge ist möglich. Diese werden am besten im Herbst von den vorhandenen Pflanzen geschnitten und sogleich in Töpfe mit Anzuchterde gesteckt. Stecklinge der Dickmännchen brauchen aber meist einige Monate, bis sich das erste Blattwachstum zeigt, daher ist die Vermehrung über die Wurzelausläufer auf jeden Fall vorzuziehen.

Steckbrief
  • Art/Familie: Halbstrauch. Gehört zur Familie der Buchsbaumgewächse (Buxaceae).
  • Pflegeaufwand: Gering. Anspruchslos und robust
  • Blütezeit: April bis Mai mit eher unscheinbaren, kleinen, cremefarbenen bis weißlich-grünen Blüten in endständigen Trauben sitzend
  • Belaubung: Immergrün. Dunkelgrüne, kleine, schmale, lederartige, am Rand gezahnte Blätter. Sind quirlähnlich an drahtigen Stielen angeordnet
  • Wuchs: Halbstrauch mit straff aufrechten Trieben. Verbreitet sich durch langsam ausbreitende Ausläufer und fungiert dann als Bodendecker
  • Höhe: 20 bis 25cm
  • Standort: Schattig, verträgt auch Halbschatten mit wenig Sonne. Durchlässiger feuchter Boden
  • Pflanzzeit: Jederzeit solange der Boden nicht gefroren ist
  • Schnitt: Rückschnitt um 1/3 nach der Blüte um Neuaustrieb zu fördern. Handschere benutzen (obwohl manche den Schnitt mit dem Rasentrimmer als Arbeitserleichtung empfehlen), da sonst Pflanze sehr mitgenommen aussieht
  • Vermehrung: Breitet sich selbst aus. Ausläufer können auch abgenommen werden
  • Pflege: Im Frühjahr etwas Humus oder Falllaub liegenlassen, was von Bodenlebewesen zu Humus umgewandelt wird. Erde feucht halten
  • Überwinterung: Winterhart
  • Krankheiten/Probleme: Wenn Blätter hellgelb werden ist dies meist das Zeichen eines zu heißen Standortes mit zu viel Sonne
  • Besonderheiten: Sehr guter Unkrautstopper