Silberregen, Dichondra argentea - Pflege & Überwintern

Sobald Silberregen-Pflanzen ihre Triebe in die Tiefe hängen lassen, machen sie ihrem Namen alle Ehre. Es ist tatsächlich so aus, als würden Silberstücke von der Dichondra argentea auf die Erde fallen. Die Triebe der dezenten Blühpflanze mit seinen rundlichen Blättern, die sich bis zu zwei Meter in die Tiefe fallen lassen, prädistinieren die Pflanze zur Kultivierung in einer Ampel oder als Balkonbepflanzung.

Dichondra argentea - die Merkmale

In der Pflanzenfamilie der Windengewächse finden sich 9 Arten der mit der Süßkartoffel verwandten Hängepflanze. Silbrig schimmernde, gemaserte Blätter sind das Markenzeichen dieser effektvollen Hängepflanze,

die dadurch besonders dekorativ wirkt. Im Sommer breiten sich richtige Matten aus, aus denen bis zu mehr als 2 Meter lange Triebe wie silberne Münzenschnüre herabhängen und den Blick auf sich ziehen.

Zarte Schönheit in der Blütezeit

Silberregen kann wunderbar als Hintergrundpflanze für Kombinationen mit anderen Blühpflanzen dienen, die einen schönen Kontrast zu dem silbrigen Erscheinungsbild abgeben. Die silbrige Schönheit selbst blüht nämlich eher unauffällig mit hellgrünen, glockenförmigen Blüten, die sich immer gut ins Gesamtbild einfügen. Die Blattzierpflanze wirkt besonders aufregend in Kombination mit roten Stauden oder anderen Sommerblumen in kräftigen Farben.

Silberner Glanz im Sonnenschein - eine prachtvolle Zierde im Garten

Der Silberregen wächst besonders gut in lockerem Erdreich oder Blumenerde, wenn er einen sonnigen Platz erhält. Innerhalb kurzer Zeit bildet er dichte, wirkungsvolle Bündel aus, die nur mäßig gegossen werden dürfen. Eine Düngung ist in den wenigsten Fällen angesagt. Übrigens lässt sich der Silberregen auch hervorragend als Bodendecker einsetzen. Dichondra argentea ist eine recht pflegeleichte Pflanze, die problemlos gedeiht. Selbst große Hitze und Trockenheit können der Zierpflanze kaum etwas anhaben. Zudem ist die immergrüne Pflanze winterhart, womit sie auch im Garten immer einen schönen Blickfang darstellt. Nur starken Frost verträgt die einzigartige Schönheit nicht.

Kultivierung der robusten Pflanze

Der Silberregen benötigt zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von zirka 20 cm, um sich nach Herzenslust ausbreiten zu können. Die sonnenhungrige Blattpflanze kann, wenn ein Platz an der Sonne nicht frei sein sollte, auch im Halbschatten glücklich sein. Als Aussaat können Setzlinge idealerweise Mitte Januar, wenn eine Temperatur von zirka 16 bis 20 °C vorherrscht, gezüchtet werden. Nach etwa 10 Tagen kommen die ersten Keime hervor und nach 20 Wochen sind die Dichondra argentea ausgewachsen. Mehrjährige Setzlinge können zwischen Januar und März im Frühbeet unter Glas kultiviert oder im Topf unter Glas auf einer sonnigen Fensterbank gezogen werden. Die recht pflegeleichte Kletterpflanze mag allerdings während der Keimung Staunässe ebenso wenig wie Ballentrockenheit.  Zudem sollte die Saat sehr warm stehen. Ab Mitte Mai können die Setzlinge pikiert werden.

Tipp: Die Kletterpflanze findet immer einen Weg zum Licht. Platzieren Sie den Topf an einer halbschattigen Stelle und lassen Sie den Silberregen in Richtung Sonne wachsen. Die Erde trocknet dann nicht so schnell aus, da der Topf nicht der direkten Sonnenaufheizung ausgesetzt ist.

Pflege der silbrigen Kletterpflanze

Eine optimale Nährstoffversorgung ist für ein perfektes Gedeihen des Silberregens Pflicht. Das im Frühjahr zur Verfügung gestellte Pflanzensubstrat sollte daher bereits über zahlreiche Nährstoffe verfügen. Damit die einzelnen Pflanzen übers Jahr keinen Mangel leiden, empfiehlt sich während des Sommers gelegentliches Düngen. Eine Zugabe von Flüssigdünger aller 2 bis 3 Wochen reicht aber völlig aus. Grundsätzlich sollte beim Gießen ein wenig Zurückhaltung erfolgen. Es sollte erst gegossen

werden, wenn der Boden mindestens 2 cm tief abgetrocknet ist. Wie gesagt, auf Staunässe reagiert die Dichondra argentea allergisch.

Überwinterung der Silberregen-Pflanzen

Ursprünglich stammt diese schöne Kletterranke aus tropischen bis subtropischen Zonen. Häufig wird die Zierpflanze lediglich einjährig gehalten. Allerdings kann der Silberregen durchaus überwintert werden. An einem hellen Plätzchen bei etwa 10 bis 15 °C fühlt sich die Pflanze im Winter wie zuhause. Unter 15 °C sollte es nicht werden, da das Wachstum ansonsten komplett eingestellt würde. Diese Ruhephase dehnt die Pflanze
dann gerne aus, was für einen prächtigen Wuchs nach dem Winter nicht vorteilhaft wäre.

Während der Winterphase sollte die Wassergabe rapide gedrosselt werden. Ein ausgiebiger Rückschnitt mit anschließendem Umtopfen im Frühjahr holt den Silberregen aus seinem Winterschlaf. Der Rückschnitt kann sowohl zu Beginn des Überwinterns als auch im Frühjahr erfolgen. Der Silberregen treibt dann komplett neu aus. Dann muss auch wieder regelmäßig gegossen werden. Ist die Frostgefahr ab Mai gebannt, kann die Pflanze wieder ins Freie. Allerdings sollte ein bedeckter Tag ausgesucht werden, damit die Sonneneinwirkung nicht die zarten Blätter verbrennt.

silberregen-flEinfache Vermehrung aus der dezenten Grünpflanzen

Sicher lässt sich der Silberregen mit Samen und Pikieren vermehren. Allerdings ist es nicht jedermanns Sache geduldig darauf zu warten, bis die kleinen Pflänzchen eine gewisse Größe erreicht haben. Der Fachhandel hält natürlich auch Jungpflanzen bereit, die man gleich einpflanzen kann. Tipp: Noch einfacher wird die Dichondra argentea vermehrt, indem einfach ungefähr 5 cm lange Triebe abgezwickt und direkt in die Erde gesteckt werden. Ein heller, vor direkter Mittagssonne geschützter Platz ist für die Stecklinge ideal. Die Stecklinge werfen relativ schnell Wurzeln aus. Sobald die Stecklinge bewurzelt sind, können die Pflänzchen auch umgesetzt werden.

Häufige Fragen zur Behandlung der silbrigen Schönheiten
  • Kann der Silberregen mit anderen Pflanzen kombiniert werden? - Grundsätzlich ist die Zierpflanze Dichondra argentea eine recht gesellige Pflanze. Allerdings sollten sehr anspruchsvolle Pflanzen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben, im Auge behalten werden. Denn der Silberregen ist was Nährstoffe angeht, recht dominant. So könnten die anderen Pflanzen auch mal leer ausgehen.
  • Blumenkasten mit Silberregen - wie viele Pflanzen passen hinein? - Da die einzelne Pflanze der Hängepflanze sich ausbreitet und einen gewissen Platz benötigt, ist es empfehlenswert nicht zu dicht zu pflanzen. Für einen 60iger Blumenkasten empfehlen wir fünf Pflanzen mit einem Pflanzabstand von zirka 20 cm je Pflanze.
  • Kann der Silberregen im Blumenkasten draußen überwintern? - Da der Blattzierpflanze zwar winterfest aber nicht frostfest ist, sollten die Blumenkästen ins Haus genommen werden.  Es sollte darauf geachtet werden, dass der Raum in dem die Blumenkästen gelagert werden, um die 10 bis 15 °C Raumtemperatur aufweist. Mit den oben genannten Überwinterungstipps hat man dann auch im kommenden Frühjahr wieder eine silbrige Pracht auf dem Balkon.
Wissenswertes zum Silberregen in Kürze

Tipp: Ob in gleicher Gesellschaft oder in Kombination mit anderen Blühpflanzen, Silberregen sieht stets attraktiv aus. So kann er auch wie eine Art silberner Vorhang den Hintergrund bilden, auf dem sich Hängeblütenpflanzen in kräftigen Farben kontrastbetont abheben.

Pflanzen
  • Beim Pflanzen sollte ein Abstand von 15-20 cm bis zum nächsten Gewächs eingehalten werden, damit sich der Silberregen nach Herzenslust ausbreiten kann.
  • Als sonnenhungrige Pflanze braucht er, wenn vollsonnig nicht möglich ist, zumindest einen halbschattigen Platz.
  • Der Fachhandel bietet nicht nur Pflanzen, sondern auch Samen an.
  • Die Aussaat erfolgt dann idealerweise ab Mitte Januar bei einer Temperatur von etwa 20° C.
  • Die Keimung erfolgt nach etwa 10 Tagen und bis die Pflanzen ausgewachsen sind, vergehen etwa 20 Wochen.
Pflege
  • Der Silberregen braucht zu einem guten Gedeihen eine optimale Nährstoffversorgung.
  • So sollte das Pflanzensubstrat, das dem Silberregen im Frühjahr zur Verfügung gestellt wird, bereits über zahlreiche Nährstoffe verfügen.
  • Damit während des Sommers kein Mangel aufkommt, empfiehlt sich die Zugabe von Flüssigdünger im 2-3-wöchigen Rhythmus.
  • Das Gießen sollte eher zaghaft erfolgen und zwar immer dann, wenn der Boden mindestens bis in einer Tiefe von 2 cm Tiefe abgetrocknet ist.
  • Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden.
Überwintern
  • Meist wird der Silberregen nur einjährig gehalten, obwohl er auch überwintern kann.
  • Der Standort sollte dann an einem hellen Platz im Haus bei etwa 10° bis 15° C sein.
  • Unter einem Wert von 15° C stellt der Silberregen sein Wachstum komplett ein.
  • Ist er dann erst einmal auf Ruhephase programmiert, dehnt er diesen Zustand sehr in die Länge aus.
  • Wassergaben sind dann rapide zu drosseln.
Um den Silberregen im Frühjahr aus seinem Winterschlaf wieder zu erwecken, hilft ein ausgiebiger Rückschnitt mit anschließendem Umtopfen und wieder einsetzender Wässerung. Ab Mai, wenn die Frostgefahr gebannt ist, kann der Silberregen dann ins Freie. Das sollte aber an einem verregneten Tag geschehen, weil sonst die Sonne die Blätter verbrennt.

Fazit der Redaktion

Der Silberregen macht seinem Namen alle Ehre, allerdings braucht er etwas Aufmerksamkeit, damit er gut gedeiht. Wer den Silberregen überwintern möchte, sollte ihn an einem kühlen aber hellen Platz aufbewahren.