Schöne Sommerstauden - Sorten und Pflege-Tipps

StaudeSommerstauden bieten in ihrer Vielfalt zahlreiche Möglichkeiten, den Garten ganz individuell zu gestalten. Dabei reicht die Vielfalt von Blattstauden über unzählige Grasarten bis hin zu blühenden Stauden, die dank ihrer Blütenzeiten vom Frühsommer bis zum Spätherbst ein abwechslungsreiches Bild bieten. Hier stellt sich nun die Fragen: Was pflanze ich wohin? Welche Sorten passen zusammen?  Wie pflege ich meine Stauden am besten? Hier geben wir Ihnen einige Ratschläge, wie Sie mit Stauden Ihre Beete kreativ gestalten, um immer wieder neue Schönheiten im Garten zu

kultivieren.

Substrat und Boden

Bevor Sie ein Staudenbeet anlegen, sollten Sie feststellen, ob es sich um Pflanzen handelt, die sumpfigen Boden, lockeren Humus, durchlässige Erde oder auch festen Lehmboden bevorzugen. Für praktisch jede Bodenart stehen die richtigen Stauden zur Verfügung. Wer seine Stauden an einem Bachlauf oder in einen Teich setzen möchte, sollte auf Teicherde zurückgreifen und die Wurzelstöcke in einen durchlässigen Korb pflanzen. Stauden für die Rabatte oder im Staudenbeet brauchen nur selten besondere Substrate. Allerdings hat es sich bewährt, den Aushub mit Kompost oder Humus anzureichern, um Nährstoffe zuzuführen und den Boden locker zu halten. Sollte der Erdboden sehr fest sein, ist eine Drainage angebracht, um Staunässe zu vermeiden. Sie kann mit Hilfe von Kies, Tonkugeln oder Mulch leicht selbst erzeugt werden. In diesem Fall sollte allerdings das Pflanzloch großzügig ausgehoben werden.
  • Sommerstauden für einen Teich oder feuchten Boden vertragen in der Regel viel Sonne
  • Stauden für schattige Plätze haben meist sehr helle Blüten
  • viele Staudenarten vertragen keine Staunässe
  • Stauden, die trockenen Boden lieben, kommen oft auch mit Feuchtigkeit zurecht, solange sie nicht dauerhaft nasse Füße haben
Standort

Für jeden Standort gibt es die richtigen Stauden. Das gilt für den Steingarten ebenso wie für schattige oder halbschattige Lagen oder regelrechte Problemzonen. Sommerstauden, die dem Steingarten ein lebendiges Aussehen geben, sind zum Beispiel Akelei, Fetthenne, Alpenaster oder Sonnenröschen. Sie sind darauf angewiesen, von den Steinen Wärme zu erhalten, während die Wurzeln durch die Abdeckung der Steine meist kühl bleiben. Für die Randbepflanzung in praller Sonne sind Polsterstauden die ideale Wahl. Sie bilden dicke, bodendeckende Hoste. Gute Beispiele dafür sind Gänsekresse, Grasnelke oder die Aster, die in zahlreichen Varianten kultiviert werden kann. Für alle, die ihren Garten immer wieder neu gestalten wollen, sind einjährige Stauden ideal, sie sind auch als Lückenfüller beliebt. Sie können dort gesetzt werden, wo die Groß- und Leitstauden noch nicht herangewachsen sind. In der vollen Sonne gedeihen besonders Sonnenhut, Verbene oder die imposante Fackellilie gut. Sie machen nach und nach Platz für die Solitärstauden, die sich Zeit für ihre Entwicklung nehmen. So zum Beispiel Chrysantheme, Becherpflanze, Federmohn oder Königskerze.

Winterharte Stauden für schattige Standorte sind:

  • Blaues Immergrün
  • Elfenblume
  • Prachtspiere
  • Kaukasisches Vergissmeinnicht
  • Eisenhut
  • Silberkerze
SeifenkrautWinterharte Stauden für sonnige Standorte:
  • Schafgarbe
  • Frauenmantel
  • Bergaster
  • Sonnenbraut
  • Schleifenblume
Einjährige Stauden für
sonnige bis halbschattige Plätze:

  • Astilben
  • Roter und Gelber Mauerpfeffer
  • Seifenkraut
  • Polsterphlox
  • Knäuel Glockenblume
Pflanzen

Stauden stehen als Knollen, Wurzelballen oder Samen zur Verfügung. Da sie überwiegend im Herbst oder Frühjahr gepflanzt werden, kann es sein, dass im ersten Jahr das Wachstum noch spärlich ist. Wichtig ist es daher, beim Kauf darauf zu achten, dass Wurzelballen gut durchwurzelt sind. Stauden aus Samen zu ziehen ist ebenfalls eine

Alternative, der Handel bietet eine Vielzahl von ihnen an. Besonders beliebt und prächtig sind Akelei, Akanthus, Bartnelke oder die hübsche blau-weiße Katzenminze.
  • Samen können ab Februar bereits im Anzuchttopf vorgezogen werden
  • Wurzelballen sollten nach dem Einsetzen gut angegossen werden
  • Dahlienknollen sind nicht winterhart, sie müssen im Herbst ausgegraben werden
  • achten Sie auf keimfähiges Saatgut
Gießen und Düngen

FackellilieWer seine Stauden zu großen Blütenreichtum anregen will, sollte bereits im Frühjahr einen Langzeit-Blütendünger benutzen. Die Ansprüche an den Wasserbedarf sind sehr unterschiedlich, grundsätzlich sind Stauden, die in praller Sonne stehen, auf größere Wassergaben angewiesen. Sommerstauden im Schatten brauchen deutlich weniger Feuchtigkeit. Hier ist auch darauf zu achten, dass der Boden nicht zu feucht wird, weil sonst die Wurzeln faulen könnten. Bei Pflanzen, die feuchten Boden bevorzugen, reicht der Regen oftmals nicht aus, so dass in langen Trockenphasen auch zweimal täglich gegossen werden muss.
  • Flüssigdünger sollte ins Gießwasser gegen werden, so verteilt er sich besser
  • Langzeitdünger in fester Form muss nach dem Ausbringen unbedingt angegossen werden
Tipp: Wer rein organisch düngen will, sollte sich auf Kompost und Hornspäne verlassen, sie bieten den Pflanzen in der Regel ausreichend Nährstoffe. Sie sorgen außerdem für ein geregeltes Bodenleben.

Vermehren

Die Vermehrung von Stauden kann über das Teilen von Wurzeln und Knollen geschehen, oder über das Sammeln der Samen, die später neu herangezogen werden. Dahlien besitzen Knollen. Die werden im Herbst aus dem Boden genommen, in Zeitungspapier eingewickelt und an einem kühlen dunklen Ort gelagert. Im Frühjahr können sie problemlos geteilt und neu eingesetzt werden. Wurzelstöcke der mehrjährigen, winterharten Stauden können im Frühjahr ausgegraben und geteilt werden. Dazu wird mit einem scharfen Messer oder dem Spaten der Wurzelstock in der Mitte durchgestochen. Das empfiehlt sich auch, wenn die Staude zu groß geworden ist. In der Regel wird sie nach dieser Verjüngung auch wieder prächtiger blühen. Stauden, die ihre Samen im Blütenstand entwickeln, können durch die reifen Samen vermehrt werden. Dazu sollten die ausgereiften Samen im Herbst gesammelt und ab Frühjahr im Anzuchttopf vorgezogen oder an Ort und Stelle eingesetzt werden.

Überwintern

Nicht alle Stauden sind winterhart, viele der Sommerstauden brauchen für den Winter Schutz. Dahlien müssen ausgegraben werden, sie sind allerdings eine Ausnahme. Die meisten sind bereits damit zufrieden, wenn sie mit Tannenzweigen, Gärtnervlies, Laub oder Stroh abgedeckt werden. Wer ganz sicher gehen will, kann auch Stauden generell im Kübel kultivieren und im Herbst an einen dunklen, kühlen Platz stellen.

Krankheiten und Schädlinge

Die meisten Sommerstauden sind unempfindlich, allerdings können sich gelegentlich Blattläuse festsetzen. Die lassen sich mit einem scharfen Wasserstrahl entfernen. Bei manchmal auftretenden Pilzerkrankungen muss allerdings häufig die gesamte Staude entfernt werden. Achten Sie darauf, dass auch Nachbarpflanzen befallen werden können.

Empfehlenswerte Sorten und Kombinationen

StaudeSommerstauden lassen sich wunderbar kombinieren, wobei eine hochwachsende Pflanze in den Hintergrund oder Mittelpunkt gesetzt werden sollte. Hier einige aparte Kombinationen:
  • Taglilie, 50 - 70 cm, dazu Funkie, Liriope und Schlangenbart - sonnig bis halbschattig
  • Purpurglöckchen 60 - 80 cm, dazu Teppichglockenblume, Ballonblume und Bergenie, sonnig
  • Schmucklilie 80 cm, dazu Frauenmantel, Löwenmäulchen, Blutweiderich und Prachtspiere, sonnig
Der Phantasie sind bei der reichen Auswahl keine Grenzen gesetzt.

Fazit

Sommerstauden im Garten sind eine langandauernde Freude in einer unglaublichen Vielfalt. Die meisten der Stauden sind mehrjährig, winterhart und pflegeleicht. Sie lassen sich gut kombinieren, wenn sie zu Beeten und Rabatten zusammengesetzt werden, wo ähnliche Ansprüche gestellt werden. Einjährige Sommerstauden sind ein dekorativer Lückenfüller. Bei der Auswahl entscheidet allein der persönliche Geschmack, so dass jeder Garten sein individuelles Aussehen erhält. Sommerstauden sind ein Muss für jeden Gärtner und garantieren einen immer schönen Anblick.