Wildstauden in Natur und Gärten

garten3_flDie kultivierten Gärten gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. In immer mehr Gärten findet man Wildstauden, wie sie in der Natur vorkommen. Seinen Garten in ein Paradies aus Wildstauden zu verwandeln hat mehrere Gründe und viele Vorteile.

Vor allem aus ökologischen Aspekten heraus, entscheiden sich viele Gartenbesitzer zur Pflanzung von Wildstauden. Doch auch die Nutzung von Wildkräutern und Wildstauden machen die verschiedenen Pflanzen zu einem wertvollen und dekorativen Bestandteil vieler Gärten.

Der ökologische Wert von Wildstauden

Die Natur hält sich

selbst im Gleichgewicht. Die Flora dient dabei der Fauna, die Pflanzen bieten Nahrung und Schutz für Tiere, die wiederum für die Verbreitung von Pflanzen sorgen. Kultivierte Gartenpflanzen können diesen ökologischen Kreislauf nur bedingt aufrecht erhalten. Wildstauden jedoch bieten zum Beispiel die Grundlage für Insekten, wie Bienen, Hummeln oder Schmetterlingen. Bei der Pflanzenauswahl kann man genau die Wildstauden auswählen, die zum Beispiel von Bienen zum Honigsammeln genutzt werden oder Schmetterlingen das Überleben sichern. Zugleich verbessern sehr viele Wildstauden in Natur und Gärten die Bodenqualität, bieten also die Möglichkeit zum aktiven Umwelt- und Naturschutz.

Der Nutzwert von Wildstauden für den Menschen

Viele Wildstauden gehören zu den ältesten Pflanzen in Mitteleuropa. Somit wurden sie schon immer genutzt, um Krankheiten zu bekämpfen oder das Wohlbefinden zu verbessern. Die Anlage eines Wildstaudengartens bietet daher die ideale Möglichkeit, die Heilkräfte der Natur für die eigene Gesundheit zu nutzen. Vor allem alte Stauden, wie die Malve, die Nachtkerze oder auch Eisenkraut und Beifuß, lassen sich zur
Linderung verschiedenen Krankheiten in Form eines Suds, eines Umschlags oder als Heiltee nutzen. 

Viele Wildstauden werden als Giftpflanzen klassifiziert. Doch auch diese Pflanzen lassen sich als Heilpflanzen nutzen. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass Kinder oder Haustiere nicht in die Nähe dieser Pflanzen kommen können. 

Beliebte Wildstauden in Natur und Gärten

Wildstauden sind ideal für jeden Garten. Es gibt zahlreiche Pflanzen, die einen trockenen oder gar schattigen Standort bevorzugen. Als Beispiel sei hier der Blutstorchschnabel genannt, der besonders gut an einem schattigen Standort gedeiht. Auch Bärlauch, ein sehr beliebtes Küchengewürz, zählt zu den Wildstauden und wächst im Schatten von Bäumen besonders gut.

Vor allem der Phlox, auch Flammenblume genannt, mit seinen zahlreichen Blütenfarben ist aus den Gärten nicht mehr wegzudenken. Er kann an einem sonnigen Standort gepflanzt werden und einige Sorten eignen sich hervorragend als Bepflanzung für Steingärten. Besonders beliebt ist die Pflanze aufgrund der Tatsache, dass sie während des ganzen Frühjahrs und Sommers mit vielen kleinen Blüten ein wahres Farbenmeer erschafft. Je nach Sorte ist der Phlox ein- oder mehrjährig und dann auch winterhart. 

garten13_flEine weitere, sehr beliebte Wildstaude ist das Buschwindröschen. Diese Pflanze zählt zur Gattung der Anemonen und beginnt bereits im Frühling, weiße Blüten auszubilden, die Blütezeit des Buschwindröschens dauert von März bis Mai.. Die Buschwindrose bevorzugt einen sonnigen, nicht zu heißen Standort. Buschwindrosen sind mehrjährig und werden etwa 20 cm hoch.

Besonders schön, aber auch besonders giftig, ist der Eisenhut. Die fliederfarbenen Blütenblätter des Blauen Eisenhutes sind beliebte Farbtupfer in vielen Vorgärten.

Trotz der hohen Gefahr, schätzen viele Gartenbesitzer diese Wildstaudenpflanze, die an einem sonnigen Standort bis zu 1,5 m hoch werden kann und während des gesamten Sommers blüht.

Wer Pflanzen aus dem Wildstaudengarten auch nutzen möchte, um die Gesundheit zu unterstützen, kann neben dem Beifuß auch die Nachtkerze anpflanzen. Ihren Namen hat die Pflanze erhalten, weil sie erst bei Einbruch der Dunkelheit zu blühen beginnt – während des Tages sind die Blütenkelche verschlossen. Zur medizinischen Unterstützung können Samen, Kraut und Wurzel der Pflanze genutzt werden. Die Samen der Nachtkerze helfen beispielsweise gegen Menstruationsbeschwerden. Doch vor allem das Nachtkerzenöl wird in der alternativen Medizin besonders stark für Hauterkrankungen oder Hautirritationen benutzt. Die Nachtkerze blüht von Juni bis August und ist eine ideale Pflanze für Böschungen in Gärten.