Indischer Korallenbaum, Erythrina variegata - Pflege

KorallenbaumDer indische Korallenbaum ist mittelgroß, hat eine breite Krone und einen geraden Stamm. Die Wuchshöhe beträgt etwa sieben bis max. 20 Meter. Die frisch gewachsenen, jungen Äste und Triebe haben dunkle Stacheln, welche nach spätestens acht Jahren abfallen, wenn der Ast stark genug ist, um nicht von Fressfeinden zernagt zu werden. Zu Beginn des Winters verliert der Baum seine Blätter und im März beginnt er, neu zu treiben. Besonders eindrucksvoll, sind die Blüten des Indischen Korallenbaumes.

Charakteristika

Der Indische Korallenbaum ist ein

sommergrünes Gewächs. Junge Bäume können das ganze Jahr über belaubt bleiben, ältere verlieren im Herbst ihre Früchte und Blätter. Die Zweige des Baumes sind gräulich, die Laubblätter sind dreizählig gefiedert. Die Länge der Blätter beträgt 20 bis 30 cm, die Stiele der Blätter sind bis zu 15 cm lang. Die orangen bis roten Blüten wachsen in etwa 15 cm langen Blütenständen und sind sehr zahlreich am Baum zu finden. Die Blüten sind zwar besonders schön, doch leider geruchlos.

Verbreitung und Standort

Heimisch ist der Indische Korallenbaum in den tropischen und subtropischen Wäldern Europas, Afrikas und Asiens, doch auch in Amerika ist er mittlerweile verbreitet und wird von einigen Botanikern als heimisches Gewächs angesehen. Der Standort der Bäume liegt zwischen 250 und 1.500 Meter über dem Meeresspiegel. Die Temperatur im Jahresmittel beträgt idealerweise zwischen 28 und 32 °C. Der Baum ist sehr robust und zeigt Resistenz gegen Sturm, Feuer und kann auch zwei Wochen komplett überflutet überleben, obwohl er es lieber ein bisschen trockener hat. In Gebieten, die durch die Agrarwirtschaft geprägt sind, wird der Korallenbaum als Schattenspender und Schutz gegen Sturm genutzt.

Substrat & Boden, Düngen

KorallenbaumDem Baum geht es am besten, in einem lehmig, sandigen Untergrund. Die Pflanze hat einen großen Toleranzbereich und akzeptiert Sand und Ton mit einem pH-Wert zwischen 4,5 und 8, auch leicht salzhaltige Böden stellen kein Hindernis dar. Einmal im Jahr, kurz vor der Vegetation im Frühling, sollte der Baum mit einem Volldünger gedüngt werden. Dabei kommt es auf die Anwendungshinweise auf der Verpackung des Düngers an. Einige Stimmen behaupten, den Baum in einer dicken Mulchschicht auch durch Temperaturen von -17 °C ziehen zu können. Wir raten davon ab, da keine Anleitung das Überleben garantieren konnte.

Vermehren, Überwintern

Die Vermehrung erfolgt idealerweise durch die braunen Samen des Baumes. Diese bilden sich während des Sommers mit länglichen Früchten aus. Tipp: Entgegen einiger Korallenbäume, sind die Früchte und Samen des Indischen Korallenbaumes giftig. Als Ort für das Ziehen der Samen, empfiehlt sich ein Gewächshaus oder ein warmer Ort am Fensterbrett. Die Samen können im Herbst gesetzt werden, so dass diese im Winter bereits anfangen, sich auszubilden. Der Boden sollte im Idealfall selbst zusammengestellt werden und etwa 1/4 Blumenerde, 2/4 Sand und etwa 1/4 Tonerde enthalten.

Die Pflanze kann auch über Ableger vermehrt werden. Dafür schneidet man Sie unten an einem noch etwas frischeren, doch leicht verholzten Ast ab. Zunächst sollte man diesen Ast in Wasser stellen. Tipp: Weidenwasser eignet sich als natürlicher Wurzelbeschleuniger. Nach wenigen Tagen im Weidenwasser werden die ersten Wurzeln schnell wachsen. Die Temperatur dafür, darf etwas kühler sein, als zum Keimen der Samen: bei etwa 10°

C bilden sich Wurzeln am schnellsten.

Die ersten Triebe kommen schnell und bei einer Temperatur von etwa 20 °C und einem feuchten Boden, treibt der Keim sehr schnell. Auch das Wachstum am Anfang erfolgt enorm schnell. Nach wenigen Tagen wächst die junge Pflanze manchmal schon auf 5-7 cm. Umgetopft werden, muss darum schnell. Umso größer der Topf ist, umso höher wird die Pflanze. Also stellt sich nur die Frage, wo diese stehen soll. In einem Gewächshaus, einem Wintergarten oder auch einem Warmhaus ist ideal. Im Sommer bietet sich auch ein Standort im Freien an. Gehen die Temperaturen unter 7 °C empfiehlt es sich, die Pflanze ins warme zu holen. Manche sprechen zwar davon, dass die Pflanze auch Temperaturen bis 0 °C und gemulcht auch einen Winter aushält, wir empfehlen allerdings, für eine optimale Pflege die Toleranzbereiche der Herkunftsländer nachzuempfinden.

KorallenbaumFür die Erythrina variegata können wir eine Verträglichkeit bei niedrigen Temperaturen nicht bestätigen. Für die verwandten Sorten "Christa-galli", sowie herbacea, kann dies allerdings tatsächlich nachvollzogen werden. Die Verwandten des indischen Korallenbaumes sind kühlere Temperaturen gewohnt und eignen sich besser für die freie Natur in unseren Breitengraden. Die Pflanze überwintert in einem kühlen Raum um die 10 °C. Der Raum sollte hell sein und auch nachts stabile Temperaturen aufweisen.

Hinweise zum Pflegen eines Korallenbaums


Von seinen Lebensbedingungen her kann ein Korallenbaum zu den sukkulenten Pflanzen gezählt werden und möchte wie sie einen möglichst sonnigen Stand. Mit Sand versetzte Pflanzenerde entspricht den Wünschen eines Korallenbaums nach möglichst durchlässigem Substrat. Für das Gießen und Düngen gelten nachstehende Richtwerte:
  • Der Korallenbaum braucht reichlich Wasser, Staunässe muss aber unbedingt vermieden werden.
  • Bei akutem Wassermangel werden die Blätter gelb.
  • Handelsüblicher Kübelpflanzendünger im 14-tägigen Intervall jeweils von April bis Oktober garantiert die optimale Nährstoffversorgung.
Korallenbaum überwintern

/>Selbst geringer Frost schädigt einen Korallenbaum, deshalb zählt diese Pflanzengattung zu den Gewächsen, die im Herbst rechtzeitig an ihren Überwinterungsort gebracht werden müssen. Die ideale Temperatur im Laufe der kalten Monate liegt zwischen 5° C und 10 C. Wärmer sollte es nicht sein, denn das würde ein vorzeitiges Austreiben der Blätter veranlassen, was dem Allgemeinzustand der Pflanze schlecht bekommt. Da der Korallenbaum sein Laub abwirft, kann der Überwinterungsplatz auch abgedunkelt sein. Das Substrat sollte dabei, wie bei Sukkulenten, ziemlich trocken bleiben. Erst wenn absolut keine Frostgefahr mehr besteht, darf der Korallenbaum wieder hinaus in die Sonne.

Korallenbaum schneiden

Als Kübelpflanze ist beim Korallenbaum irgendwann das Wuchslimit erreicht, so dass ein Rückschnitt unumgänglich wird. Vielleicht muss es bereits beim Umzug ins Winterquartier erfolgen, weil das Gewächs sonst nicht an seinen vorgesehenen Platz passt. Die ideale Zeit, um einen Korallenbaum zu schneiden, ist eigentlich das Frühjahr, wenn noch kein neues Laub ausgetrieben ist. Der Rückschnitt darf dann durchaus kräftig ausfallen und den örtlichen Platzbedingungen angepasst werden.

Wer exotische Pflanzen bevorzugt, besitzt mit einem Korallenbaum ein besonders prächtiges Exemplar, das zudem noch zu den Raritäten gezählt werden kann. Noch ein kleiner Hinweis für Familien mit Kleinkindern: Die sich aus den Blüten entwickelnden Samen sind giftig!

Die mit der botanischen Bezeichnung Erythrina versehenen Korallenbäume zählen zu den Schmetterlingsblütlern. Das griechische Wort „erythros“ bedeutet übersetzt rot und bezieht sich auf die Farbe der Blüten der meisten Korallenbaumarten. Ein Korallenbaum ist in seltenen Fällen ein Strauch oder Halbstrauch, meistens handelt es sich tatsächlich um einen Baum. In den Tropen oder in subtropischen Gegenden wachsen Korallenbäume zu stattlichen Gewächsen von 15 m Höhe und mehr heran. Da sie keine Kälte vertragen, werden Korallenbäume bei uns zumeist in Kübeln kultiviert, was das Höhenwachstum drastisch einschränkt.

Die Kelchblätter an den rispenartigen Blütenständen, die je nach Art rot oder orange sein können, sind zu einer Röhre verwachsen und erinnern von ihrer Erscheinung her an Korallen.

Verwendung

Aufgrund der schönen Blüten dient die Pflanze als Zierpflanze und konnte so auch enorm an Verbreitung gewinnen. Nur aufgrund der Optik, wurde die in Indien und anderen tropischen und subtropischen Gebieten beheimatete Pflanze auch an andere Gebiete gebracht, wo sie schnell kultiviert wurde und aufgrund des starken Wachstums und der hohen Resistenz gegen Umwelteinflüsse auch praktisch Nutzen in Sturmschutzhecken und als Schattenspender findet. In Gebieten, wo die Pflanze Kulturpflanzen wie Tabak schützen soll, wird Sie im Herbst stark zurück geschnitten, bis nur noch die Basis steht. Der Rest der Pflanze wird dann gehäckselt und zum Mulchen der Felder verwendet.

Schädlinge

Die Pflanze neigt zu Befall durch die rote Spinne und die Schmierlaus. Bei Befall sollte man die Pflanze gut von allen Seiten abspülen. Auch etwas Brennsesseltinktur hilft gegen den Befall mit kleinen Fressfeinden. Da es sich nicht um eine Nutzpflanze handelt, können auch milde Pestizide verwendet werden. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass keine Nutzpflanzen in der Nähe stehen.

Häufige Fragen zur Pflege
  • Wie gieße ich richtig? - Gegossen wird die Pflanze mäßig. Sie darf nicht austrocknen, kommt dagegen aber auch mal mit etwa Staunässe klar. Die Füße sollten allerdings nie wirklich lange im Wasser stehen müssen.
  • Muss gedüngt werden? - Gedüngt wird mindestens einmal vor der Vegetation. Über die Sommermonate kann aber auch, je nach Fabrikat, mehrmals gedüngt werden. Es sollte ein leicht basischer Dünger verwendet werden, da die Pflanze im sauren Milieu keine gute Entwicklung zeigt.
  • Wie viel Licht ist gut? - Die Pflanze braucht sehr helle Sommer, mit viel Sonne. Wird es über mehrere Tage mal besonders heiß und trocken, muss etwa mehr gegossen werden.
  • Was für Temperaturen sind empfohlen? - Die Pflanze benötigt Temperaturen von mindestens 10°C im Winter. Im Sommer darf es auch mal heißer werden. Das Jahresmittel der tropischen und subtropischen Zonen, in denen die Pflanze beheimatet ist, beträgt um die 30°C.
Wissenswertes zum Korallenbäumchen in Kürze

Der Korallenbaum ist eine Balkon- und Kübelpflanze, die nicht winterhart istDen knallroten Blüten und Früchten, die die Farbe von Korallen besitzen, verdankt das Korallenbäumchen seinen Namen. Die botanische Bezeichnung lautet Solanum pseudocpsicum oder Solanum capsicastrum. Es gibt auch Arten mit weiß-grünem Laub.

Überwinterung
  • Im Herbst muss der Umzug ins Haus unbedingt rechtzeitig erfolgen, bevor das Thermometer unter die 5 °C-Grenze fällt.
  • Das Überwintern sollte an einem kühlen Raum bei etwa 10° C erfolgen mit viel Helligkeit.
  • Die Pflanzen brauchen zum optimalen Gedeihen eine jährliche Ruhephase.
  • Eventuell eignet sich das Treppenhaus zur Überwinterung, wobei die Pflanze keiner kalten Zugluft ausgesetzt werden darf.
  • Das Gießen wird der kühleren Temperatur entsprechend drastisch reduziert.
  • Der Wurzelballen darf aber nicht ganz und gar austrocknen.
  • Stehen Korallenbäumchen im Winter in geheizten Räumen um die 20° C, sind sehr oft Blattläuse und Weiße Fliegen die Folge.
Schneiden
  • In der Regel wird entweder ein buschiger Wuchs oder die Kultur als Hochstamm bevorzugt.
  • Damit das Korallenbäumchen zu einer rundlichen Form heranwächst, müssen der Haupttrieb gekappt und die Seitentriebe entsprechend angepasst werden.
  • Wird die Hochstammform gewünscht, bleibt der Haupttrieb zunächst stehen und mit ihm einige obere Seitentriebe.
  • Sämtliche anderen Triebe, die aus dem Haupttrieb sprießen, werden mit einer scharfen Gartenschere komplett entfernt.
  • Das Abknipsen aller noch oben vorhandenen Triebspitzen zwingt das Bäumchen zu einem dichteren Wuchs, der mit der Zeit und ständigem Nachschneiden die Form einer Kugel einnimmt.
  • Die Rückschnittarbeiten erfolgen idealerweise zum Ende der winterlichen Ruhephase der Pflanze.
Pflege
  • Als Substrat sollte einem Korallenbäumchen nährstoffreiche Pflanzenerde zur Verfügung gestellt werden.
  • Bei zu klein gewordenem Topf erfolgt das Umtopfen mit Rückschnitt am besten im Frühjahr, kurz bevor die Pflanze neu austreibt.
  • Das neue Behältnis sollte nur gering größer sein als das bisherige. Der Wurzelballen kann ebenfalls etwas verkleinert werden.
  • Korallenbäumchen brauchen in den warmen Monaten reichlich Wasser. Zum Herbst hin wird die Wassermenge nach und nach reduziert.
  • Um den Bedarf an Nährstoffen ausreichend zu decken, sind wöchentliche Düngergaben notwendig.
  • Ins Gießwasser geschütteter Flüssigdünger ist unkompliziert und wird von den Pflanzen schnell aufgenommen.
Schlussbemerkung

Zu den Pflegemaßnahmen eines Korallenbäumchen gehört zwingend das Einhalten der Ruhezeit. Nur wenn Korallenbäumchen richtig überwintern, treiben sie im Sommer weiße Blüten aus, die sich zu den typischen knallroten, runden Früchten entwickeln. Ansonsten brauchen Korallenbäumchen viel Licht und Sonne sowie ausreichend Wasser mit wöchentlichen Düngergaben.