Kakteen der Gattung Echinocereus - Sorten und Pflege


Sie erfreuen sich großer Beliebtheit unter Hobbygärtnern dank ihrer bunten Bedornung und prächtigen Blüten. Die Kakteen der Gattung Echinocereus setzen mit ihrem harmonischen Säulenwuchs dekorative Akzente auf der Fensterbank und dem sommerlichen Balkon. Bekannt als Igelsäulenkaktus, bilden einige Sorten gleichwohl einen kriechenden Habitus, sodass sie ausgezeichnet in der Ampel gedeihen. Unterschiedlich geformte Rippen unterstreichen ebenfalls den aparten Zierwert dieser südamerikanischen Kakteen-Gattung, deren signifikanteste Züchtungen hier vorgestellt werden. Um welche Faktoren sich die Pflege dreht, bleibt Ihnen ebenfalls nicht verborgen.

Edle Sorten

Mehr als 40 Arten vereinen sich innerhalb der Gattung.

Allen gemeinsam ist die Art und Weise, wie sie ihre aparten Blüten hervorbringen. Diese dringen nämlich unmittelbar aus der Epidermis ans Licht. Die becherartige Umhüllung des Fruchtknotens bzw. ihre sehr kurze Blütenröhre ist besetzt mit kleinen Dornen, Borsten und zumeist ein wenig Wolle. Die farbenfrohen Blüten öffnen sich in der Regel am Tag, was bei südamerikanischen Kakteen-Gattungen nicht immer selbstverständlich ist. Die folgenden Arten und Sorten haben sich als besonders robust hervorgetan, sodass sie nicht nur im Zimmer, sondern den Sommer hindurch gerne auf dem Balkon verweilen:

Echinocereus coccineus

Die emsige Pflanze bildet kleine Hügel, indem sie reich verzweigt. In freier Natur erreicht sie dabei einen Durchmesser von bis zu 1 Meter, wobei die zylindrischen Pflanzenkörper sich bis 40 Zentimeter in die Höhe strecken. Die abstehenden Dornen sind zunächst schwarz und vergrauen im Laufe der Zeit. Die trichterförmige Blüte besticht mit einem schönen Orange-Rot über gelblichem Schlund.

Echinocereus dasycanthus

Ein bezauberndes Schmuckstück, das sich zum auffälligen Solitär eignet. Der säulenförmige Pflanzenkörper wächst bis 35 Zentimeter in die Höhe, bei einem Durchmesser von 13 Zentimetern. Die zart-gelben, rosa angehauchten Blüten ordnen sich an der Spitze kreisförmig an, untermalt von weißen bis braunen Dornen mit rötlicher Spitze.

Echinocereus reichenbachii

Innerhalb dieser Sektion tummeln sich stilvolle Züchtungen mit purpurrosa Blüten, bis 12 Zentimeter groß. Der bunt bedornte Pflanzenkörper gedeiht kugelig bis säulenförmig und erzielt Höhen von bis zu 40 Zentimetern. Ein Gerücht macht unter Kakteenfreunden die Runde, dass eine neue Züchtung winterhart sein soll bis -20 Grad Celsius. Sollte sich dies bewahrheiten, wäre das Tor aufgestoßen zur ganzjährigen Freilandkultur.

Echinocereus viridiflorus

Ein echter Blickfang, diese grünblütige Kakteen-Sorte. Sie formt sowohl kugelige, als auch eiförmige und zylindrische Triebe. Für Farbe sorgen die cremefarbenen, roten und braunen Dornen mit einer Länge von 2-3 Zentimetern. Da diese Pflanzen nicht höher als 12 Zentimeter gedeihen, machen sie sich sehr gut auf jeder Fensterbank.

Echinocereus pentalophus

Sie sind dünn gesät, die Sorten mit hängendem Habitus für die Blumenampel. Dieses Exemplar gilt als prädestiniert für diese Kulturform, denn die schmalen Triebe hängen elegant bis zu 1 Meter herab. Im Sommer sind sie übersät mit farbenprächtigen Blüten in Purpurrosa mit Weiß.

Pflege

Alle Kakteen der Gattung Echinocereus sind robust beschaffen und genügsam in der Pflege. Gleichwohl ist ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit unabdingbar, damit die Kultur gelingt. Je besser die Verknüpfung der örtlichen Gegebenheiten mit den Bedingungen im natürlichen Verbreitungsgebiet gelingt, desto aussichtsreicher gestaltet sich die Haltung. Ein Igelsäulenkaktus kann ein hohes Alter erreichen, während er von Jahr zu Jahr an Wert gewinnt. Auf diesen Weg bringen Sie den stacheligen Kameraden, wenn Sie die folgenden Hinweise beherzigen.

Standort

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Im Verlauf der Vegetationsperiode kann es für einen Echinocereus nicht hell genug sein. Zugleich bevorzugt er warme Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad Celsius.
  • Ein vollsonniger Platz am Süd- oder Südwestfenster ist ideal
  • Frische Luft tankt der Kaktus auf dem Balkon in sonniger Lage unter einem Regenschutz
  • Selbst die heißesten Temperaturen in den hiesigen Regionen werden gut vertragen
Sein Optimum erzielt der Igelsäulenkaktus im Gewächshaus, dank des geschützten Ambientes in Einheit mit idealen Lichtverhältnissen. Beginnend mit September/Oktober schalten die Kakteen um auf eine winterliche Ruhepause. In dieser Phase bevorzugen sie einen nach wie vor hellen Standort bei deutlich kühleren Temperaturen um 8 Grad Celsius. Empfehlenswert ist nun ein Platz im unbeheizten, lichtdurchfluteten Treppenhaus oder am kühlen Fenster des Schlafzimmers.

Substrat

Die gekonnte Pflege basiert zu einem wesentlichen Teil auf der Wahl des adäquaten Substrats. Hier lohnt sich wiederum ein Blick auf das natürliche Vorkommen in Südamerika, wo Echinocereus in durchweg mageren, steinigen Böden gedeihen. Ein gewisser Anteil an Humus ist empfehlenswert, sodass sich folgende Mischungen bewährt haben:
  • Spezielle Kakteenerde, angereichert mit Sand, feinem Splitt, Bimskies oder Vermiculite
  • Wahlweise die Kakteenerde austauschen gegen Pikiererde oder TKS1 (Torfkultursubstrat)
  • Herkömmliche Blumenerde ist ungeeignet, weil sich hier ein mastiges Wachstum entwickelt
Verschiedene Experten plädieren für ein rein mineralisches Substrat, beispielsweise aus Lavagranulat oder Bims. Da hier jegliche organischen Bestandteile fehlen, ist die Gefahr von Fäulnis ausgeschlossen. Im Laufe der Zeit wird sich das ultimative Gemisch unter Ihrer pflegenden Hand herauskristallisieren.

Gießen und Düngen


Im Verlauf der Wachstums- und Blühphase wird der Igelsäulenkaktus nach einem ausgeklügelten System gegossen. Nähert sich die Winterruhe dem Ende, werden die Pflanzen ab und zu mit kalkarmem Wasser eingesprüht. Auf diese Weise läuten Sie die neue Saison ein. In diesem Rhythmus geht es weiter:
  • Im April die Menge des Gießwassers schrittweise erhöhen
  • Von Mai bis September abwechselnd gießen und trocknen, jedoch nicht austrocknen lassen
  • Stets in den Morgen- oder Abendstunden wässern und nicht unter direkter Sonne
  • Einen eventuellen Untersetzer nach 20-30 Minuten entleeren
Ab Ende September wird die Wassermenge allmählich reduziert, um die Ruhepause einzuleiten. Von November bis Ende Februar kommt die Wasserversorgung nahezu zum Stillstand. Vollkommen austrocknen sollte das Substrat hingegen nicht.

Tipp: Um Kakteen der Gattung Echinocereus angemessen zu gießen, kommt insbesondere gesammeltes Regenwasser in Betracht. Alternativ eignet sich abgestandenes Leitungswasser, dessen pH-Wert 7,5 nicht übersteigt.

Die Komposition des Substrats bestimmt den Umfang der Nährstoffversorgung. In rein mineralischem Trägermaterial ist eine häufigere Gabe von Dünger erforderlich, als in humoser Pflanzerde. Während Eigenmischungen bei Kakteenerde dominieren, lohnt sich bei Düngern der Aufwand bei weitem nicht. Im Fachhandel steht eine Fülle erstklassiger Präparate bereit, die nach Dosierungsanleitung appliziert werden. Während der Überwinterung wird nicht gedüngt.

Umtopfen

Der Igelsäulenkaktus legt ein gemächliches Wachstum an den Tag. In der Regel ist ein Umtopfen nur alle paar Jahre erforderlich. Nehmen Sie ihn am Ende der Ruhepause aus seinem Topf und unterwerfen den Wurzelbereich einer Kontrolle. Füllt er das Gefäß vollkommen aus, wird in einen größeren Topf umgepflanzt. Sollte der Zeitpunkt noch gekommen sein, schütteln Sie das alte Substrat ab und pflanzen den Echinocereus in frische Erde ein. Versäumen Sie dabei nicht, über dem Wasserablauf im Boden eine Drainage anzulegen aus kleinen Kieselsteinen. Auf diese Weise beugen Sie schädlicher Staunässe effektiv vor.

Fazit

Die Kakteen der Gattung Echinocereus bringen Hobbygärtner mit einem Faible für die stacheligen Gewächse ins Schwärmen. Ihre bunt bedornten Pflanzenkörper von kugelig bis säulenförmig, mit farbenfrohen, großen Blüten schaffen dekorative Blickfänge. Auf der Fensterbank setzen sie ebenso auffällige Akzente, wie auf dem sonnigen, regengeschützten Balkon. Die fachgerechte Pflege konzentriert sich auf einige signifikante Aspekte, wie dem hellen, warmen Standort oder durchlässigen, mageren Substrat.