Sukkulente Wolfsmilch (Euphorbien, Euphorbia) - Kaktus, Pflanzen, Pflege, Schneiden

Es gibt unheimlich viele sukkulente Wolfsmilchgewächse. Euphorbien gehören zu den artenreichsten Gattungen. In Deutschland kommen etwa 20 Arten im Freien vor.

Alle Arten haben einen ätzenden, giftigen, meist weißen Milchsaft (Latex). Bekannte Pflanzen sind der Weihnachtsstern, die Dreikantige Wolfsmilch,  der Christusdorn und viele mehr.

Man sollte sukkulente Euphorbien wie Kakteen pflegen. Im Unterschied zu diesen müssen die Wolfsmilchgewächse im Winter aber warm stehen.

Der Standort der meisten Arten sollte hell, warm und trocken sein. Je mehr Sonnenlicht die Pflanzen abbekommen, um

so wohler fühlen sie sich. Ein zu dunkler Standort führt zum Vergeilen der Pflanzen. Ideal für sukkulente Wolfsmilchgewächse ist ein Gewächshaus. Es sollte so wenig wie möglich beschattet stehen. UV-Licht lässt die Pflanzen kompakt und gedrungen wachsen und fördert die Ausbildung kräftiger Farben. Ein Südfenster im Haus ist ebenfalls geeignet. Notfalls kann man es auch mit einem Ost- oder Westfenster versuchen. Man muss die Pflanzen passend dazu auswählen. Nordfenster sind generell nicht geeignet.

Temperaturen um die 25 ºC sind ideal für sukkulente Wolfsmilchgewächse. Auch im Winter mögen sie Temperaturen nicht unter 12 ºC, 15 ºC sind ideal für eine Überwinterung. Höhere Temperaturen schaden nicht.

Die Pflanzerde muss durchlässig für Feuchtigkeit sein. Es darf keine Staunässe entstehen. Trotzdem sollte sie ausreichend Speicherfähigkeit enthalten. Wichtig ist auch die geeignete chemische Zusammensetzung mit einem pH-Wert im neutralen bis sauren Bereich. Das Pflanzsubstrat kann Anteile von Humus,
Sand, Bims-, Lava- und Granitsplit enthalten. Notwendig sind sie nicht unbedingt, aber hilfreich. Fertige Kakteenerde ist absolut nicht geeignet. Sie enthält zu viel Torf.  Ist dieser einmal ausgetrocknet, kann man ihn kaum wieder befeuchten.

Häufig wird ein Gemisch zu gleichen Teilen Blumenerde (ohne Torf) und Seramis empfohlen
Die Pflanzgefäße müssen große Drainagelöcher besitzen, damit überschüssiges Gießwasser gut ablaufen kann. Übertöpfe und Topfuntersetzer sind meist ungünstig, da sich in ihnen Wasser sammeln kann. Wenn sie vorhanden sind, müssen sie nach dem Gießen unbedingt auf stehendes Wasser kontrolliert werden.
Sukkulenten sind Wasser speichernde Pflanzen. Sie sind an einen bestimmten Lebensrhythmus gewöhnt und sollten eine Regen- oder Vegetationszeit und eine Trocken- oder Ruhezeit pro Jahr durchlaufen. Wichtig beim Gießen ist, das Pflanzsubstrat durchgehend und bis in die Tiefe des Topfes zu durchnässen. Nur oberflächliches Gießen erreicht die kleinen Saugwurzeln am Boden des Topfes nicht. Das Wasser muss aus den Drainagelöchern des Topfes herauslaufen. Besser ist es, den Pflanzballen in Wasser zu tauchen.

Danach lässt man alles überflüssige Wasser gut ablaufen. Das nächste Gießen erfolgt erst, wenn das Substrat auch in der Tiefe des Topfes wieder fast trocken ist. Es richtet sich nach der Jahreszeit, der Topfgröße und der Größe und Art der Pflanze, wie viel Zeit zwischen den Gießvorgängen verstreichen sollte. Das können auch mal bis zu 3 Wochen sein. Die Überwinterung der sukkulenten Wolfsmilchgewächse erfolgt grundlegend trocken. Das gilt ganz besonders für säulenförmige und dickfleischige Arten.

Sukkulente Wolfsmilchgewächse mögen eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Das Besprühen der Pflanzen ist nicht nötig. Im ungünstigsten Fall könnte dies sogar negative Auswirkungen haben. So kann sich Mehltau bilden, der die Pflanzen meist sehr schädigt. Im Sommer ist aber stehende Hitze zu vermeiden. Für ausreichend Lüftung, gerade

im Gewächshaus ist zu sorgen. Ansonsten reicht manchmal ein Tag, um die Pflanzen zu kochen und sie sterben ab. Auch in den kühlen Monaten ist für Luftbewegung zu sorgen.

Als Dünger eignet sich handelsüblicher Kakteendünger. Gedüngt wird während der Hauptvegetationszeit, wenn die Pflanzen aktiv wachsen. Eine Düngergabe im 14 tägigem Abstand ist ausreichend.

Umgetopft wird am besten während der winterlichen Ruhepause. In dieser Zeit sind die kleinen, empfindlichen Faserwurzeln meist abgestorben und können nicht verletzt werden. Für die Pflanze besteht somit die geringste Gefahr, dass sich Bakterien und Pilze in einer  eventuell entstehenden Wunde ansiedeln können.