Feigenbaum - Pflanzen, Pflege & Schneiden

Man muss nicht in den Orient reisen um süße Feigen zu ernten. Unter gewissen Voraussetzungen kann die Frucht auch in hiesigen Breitengraden gezüchtet und angebaut werden. Der Feigenbaum (Ficus carica) benötigt eine durchlässige und lehmige Erde. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein. Unter direkter Sonneneinstrahlung fühlt sich die Pflanze besonders wohl. Das kann auch durchaus in Kübeln geschehen. Geachtet werden sollte auf die regelmäßige Befeuchtung des Baumes. Der Ficus carica zählt zu den Nutzpflanzen und kann ein Baum oder ein Strauch werden. Es gibt ungefähr 1000 Arten, die ein immergrünes Aussehen haben. Er gehört

zu den Maulbeerbaumgewächsen.

Paradiesfrucht in hiesigen Breiten anpflanzen und schneiden

Der Feigenbaum kann eine Höhe bis zu 8 m erreichen. Die Blätter sind 30 cm groß und fingerartig. Um in den Genuss der süßen und frischen Feigen zu gelangen, sollte die Pflanze an einem sonnigen Standort stehen, die direkte Sonneneinstrahlung ist optimal dafür. Ein Schnitt des Baumes sollte vorgenommen werden, um ein durchlässiges Gerüst aufzubauen. Wegen der großen Blätter kann die Schattenbildung zu groß werden und sich auf die Kronen auswirken. Aber man sollte mit dem Schnitt sparsam umgehen, wenn sie mehr geschnitten wird, desto mehr treibt die Pflanze aus und die Fruchtbildung geht zurück. Hat der Baum seinen Sitz im Freiland so sollten im Frühjahr alle dichten oder die frostgeschädigten Äste geschnitten werden. Dabei sollte auf eine Knospe oder auf eine Verzweigung geachtet werden. Einen totalen Rückschnitt ist für den Baum angezeigt, der total im Inneren kahl ist. Das geschieht so nach fünf bis sechs Jahren. Ebenso hat die Kübelpflanze gerne einen Rückschnitt, wobei die jüngere Pflanze öfters zu schneiden oder zu stutzten ist, um so einen kräftigen Aufbau zu bewirken.

Der Standort ist wichtig beim Feigenbaum

Der Baum sollte in lehmiger, durchlässiger Erde stehen, außerdem sollte der Boden kalkhaltig sein. Besonders im Herbst braucht die Pflanze viel Sonne. Gut gedeihen kann sie außerdem in den Gebieten mit einem sogenannten Weinbauklima. Die Anpflanzung sollte im Frühjahr geschehen. Im Winter sollte der Boden nicht zu feucht sein, da die Wurzeln faulen können. Auch eine Drainage ist optimal. Beim Standort der Pflanze sollte viel Sonne scheinen und der Boden sollte nicht zu feucht sein. Als Kübelpflanzen oder im geschützten Freiland steht der Baum besonders gern. Sinkt die Temperatur unter 10 Grad minus so können Teile der Pflanze erfrieren. Die Sonnenbildung ist wichtig, da sich sonst die Frucht nicht richtig ausbilden kann. Außerdem ist die Sonne für das Holz wichtig. Ein Einpflanzen an einer hellen Südwand ist geradezu ideal. Nicht nur die Sonne ist wichtig, auch der Windschutz sollte gegeben sein. Durch den Wind kann es zu einer Abkühlung bis ins Holz kommen und dadurch wird der Wasserverbrauch gesteigert. So sollte man Jungpflanzen mit einer Mulchschicht versehen, so übersteht die Pflanze einen abgemilderten Winter ohne weiteres. Im Haus kann der Baum überwintern. Er verträgt Kälte und kann in ungeheizten Räumen und wenig Licht gut den Winter überstehen. Bleibt der Feigenbaum im Kübel so sollte dieser mit Luftpolsterfolie umwickelt werden und die Pflanze dicht ans Haus gestellt werden. Außerdem kann sie noch mit einer Bambusmatte geschützt werden. Auch auf die Feuchtigkeit sollte im Winter geachtet werden, da das Wasser in den kalten
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Monaten verdunsten kann. Im Frühjahr sollte der Baum so früh als möglich wieder ins Freie gebracht werden, wenn sie im Haus überwintert hat.
  • Der Feigenbaum braucht viel Sonne mit direkter Sonneneinstrahlung
  • trotzdem hat er gerne eine windgeschützte Lage
  • humusreicher und nährstoffreicher Boden ist ideal
  • die Pflanze feucht halten, aber auf keinen Fall nass
  • im Sommer wenn der Baum voll Laub ist, sollte reichlich gegossen werden
  • gedüngt werden sollte von Mai bis Ende August und zwar alle vierzehn Tage
  • hoher Nährstoffbedarf mit Volldünger
  • der gesunde Feigenbaum, braucht viel frische Luft
  • die Pflanze vermehren, einfach die Stecklinge in die Erde stecken und feucht halten
Ernte der Feigen aus dem eigenen Garten

Hat der Feigenbaum seinen richtigen Standort gefunden, so kann ab August geerntet werden. Die Feigen sollten geerntet werden, wenn sie vollreif sind. Sie sollten auf Druck nachgeben. Da die Feigen keine lange Lagerbarkeit haben, sollten Verwertungsmöglichkeiten gegeben sein, wenn man die Früchte verwerten möchte. Da der Baum bis zu 5 m hoch werden kann, ist er nichts für kleine Gärten, es sei denn er wird regelmäßig zurück geschnitten.

Fazit

Der Feigenbaum braucht einen sonnigen Standort und ausreichend Nährstoffe als auch Wasser. Bei der Auswahl der Pflanze sollte auf Frosthärte geachtet werden. Gepflanzt werden sollte im Frühjahr an einem geschützten Standort. Die Düngung sollte bis Ende Juli abgeschlossen sein, da sonst der Baum zu groß wird. Für den Winterschlaf sollte die Feige keine Blätter mehr haben. Hat diese das Laubwerk noch nicht abgeworfen, so sollte man da etwas nachhelfen.
 
Tipps zum Feigenbaum
  • In laublosen Zustand ist er einigermaßen frostresistent. Früh- und Spätfrost verträgt er allerdings überhaupt nicht. In Deutschland kann man ihn nur in wenigen Gegenden draußen überwintern, vor allem in Weinbaugebieten. Im Winter bedeckt man den Boden und den unteren Stammbereich bis etwa 50 cm Höhe mit einer dicken Mulchschicht.
  • im Sommer benötigt der Feigenbaum viel Sonne. Jungpflanzen sollte man allerdings vor praller Sonneneinstrahlung schützen. Ältere Pflanzen dagegen können gar nicht genug Sonne bekommen. Auch im Winter sollte die Feige möglichst hell stehen. Die Überwinterung sollte bei mehr als 10 Grad Celsius erfolgen. Im Freien überwinterte Feigenbäume, die bis zum Boden hinunter erfroren sind, treiben oft aus den Wurzeln wieder aus.
  • Vermehrt werden die Feigenbäume über Stecklinge. Aus Samen kann man nur die Wildform ziehen. Im Handel erhältliche Bäume sind meist veredelt oder über Stecklinge gezogen.
  • Samen kann man aus einer reifen Frucht gewinnen, die man im Obst- und Gemüsehandel bekommt. Mit einem Löffel kann man Fruchtfleisch entnehmen und auf ein Stück Küchenkrepp schmieren. Nachdem alles getrocknet ist, kann man die Samenkörner abkratzen.
  • Diese können in einem Topf eingepflanzt werden. Nach etwa 2 bis 4 Wochen sollten sie keimen. Die Zeit ist abhängig von der Bodentemperatur. Wichtig ist, zur Anzucht nährstoffarme Erde zu verwenden, nur so können sich die Wurzeln gut entwickeln. Der pH-Wert sollte nicht über 7 liegen. Am sichersten ist es, spezielle Anzuchterde zu verwenden, diese ist keimfrei.
  • Wer Früchte von seinem Feigenbaum ernten möchte, muss dafür sorgen, dass sich die Wurzeln des Baumes nicht übermäßig ausbreiten können. Am besten füllt man den Boden mit Schotter aus und die Seitenkanten des Pflanzloches mit undurchdringlichem Material wie Gehwegbegrenzungsplatten. Nur so steckt der Baum seine Kraft nicht in Holz und Blätter. Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr.