Indische Lotusblume - Steckbrief

teichrose2_flDie Indische Lotusblume besitzt in asiatischen Ländern als Nahrungsmittel einen hohen Stellenwert. Zudem ist sie wunderschön anzusehen. Daher hat sie als Zier- und Nutzpflanze auf der ganzen Welt einen hohen Bekanntheitsgrad.

Ferner ist die Forschung an ihr interessiert.

Die Indische Lotusblume gehört zur Familie der Lotusgewächse. Diese umfasst lediglich zwei Arten. Dabei handelt es sich um Wasserpflanzen, welche ein krautiges Wachstum aufweisen. Eine Besonderheit sind die Blätter der Lotusblume. Sie sind wasserabweisend. Daran angelehnt gibt es den Lotuseffekt, den man beispielsweise in Verbindung mit

Lacken kennt. Dieser Effekt verhindert, dass die Pflanze von Pilzen befallen werden kann. Er ist vor allem in der Forschung von großem Interesse.

Die Heimat der Indischen Lotusblume ist unter anderem Japan, China, Pakistan, der Nordosten von Australien und die Ufer des Kaspischen Meeres. Sie ist damit hauptsächlich im asiatischen Raum verbreitet und in einigen Gebieten Europas sowie Australiens. In den Südosten Nordamerikas wurde sie eingeführt. Zwingend erforderlich zum Gedeihen der Pflanze ist Wasser. Sie wächst außer in Teichen weiterhin in Seen und Sümpfen.

Die Verwendungsarten der Lotusblume

Die Indische Lotusblume ist in unseren Gefilden eher als Zierpflanze bekannt. Grund dafür sind die großen Blüten. Sie sitzen auf bis zu zwei Meter und mehr hohen Blattstielen. Die Farben sind sehr vielfältig. Sie reichen von weiß über rosa bis hin zu gelb. Ihr Lebensraum ist der Gartenteich oder andere stehende Gewässer.

Allerdings sind in Europa die Lebensbedingungen nicht ideal. Hierorts wird häufig die Blaue Lotusblume im Teich angepflanzt. Sie ist trotz ihres Namens nicht
mit der Indischen Lotusblume verwandt, sondern wird in die Familie der Seerosen eingeordnet. Die Indische Lotusblume trifft man eher in Botanischen Gärten und Parks, selten auf privaten Grundstücken.

Als Nahrungsmittel kommt der Indischen Lotusblume eine größere Bedeutung zu. Fast alle Pflanzenteile werden im asiatischen Raum als Nahrungsmittel verwendet. Die Pflanzen werden dort zum Teil sogar in Lotusteichen angebaut. Genutzt werden in der Küche die Wurzelknollen, die Samen, die jungen Blätter und die Blattstiele.

Eine Zubereitung der Wurzel ist etwa in Korea das Schneiden derselben in Scheiben und danach das Einlegen in Essig oder in Sojasauce. In China und Vietnam wird aus den Wurzeln Salat gemacht. In Japan sind sie ein wesentlicher Bestandteil von Nabemono, einem traditionellen Eintopfgericht. Das Gericht wird in der Hauptsache in Herbst und Winter zubereitet. Es existieren die vielfältigsten Rezepte dazu.

Gekocht wird am Tisch und jeder wählt selbst aus, was er in seinem Eintopf haben möchte. Sind die Zutaten gar, werden sie herausgenommen und mit einer Soße oder einem geschlagenen rohen Ei gegessen. Auch das Trocknen der Wurzeln und das Vermahlen zu Mehl werden in manchen Ländern praktiziert.

Die Frucht der Indischen Lotusblume beinhaltet die wohlschmeckenden Kerne. Sie werden der Frucht entnommen und in Vietnam als Knabberei roh verzehrt. Außerdem werden sie kandiert und geröstet. Sie finden auch in Suppen Verwendung. Der Verkauf der Samen ist übrigens ein erwähnenswertes Ereignis. Straßenverkäufer transportieren die Lotuskapseln in Körben und verkaufen sie im Ganzen.

Der Kunde pult die Samen aus der Kapsel und verzehrt sie sofort. Es ist kein ungewöhnliches Bild, eine komplette Familie am Straßenrand beim Auspulen von Lotuskapseln

und dem anschließenden Verzehr der Samen in Vietnam zu sehen.

Der Lotuseffekt der Blätter dagegen fasziniert die Forschung. Das Abperlen von Wasser ist eine Eigenschaft, die man sich bei vielen Dingen wünscht. Daher werden hier seit etlichen Jahren die verschiedensten Forschungen in allen Herren Länder betrieben. Selbstreinigendes Glas und Fassadenfarben sind beispielsweise ein Ergebnis derselben.