Brassia Orchidee - Pflege als Zimmerpflanze

orchideen-pflegen flDie Brassia ist eine Gattung aus der Orchideenfamilie (Orchidaceae), die 34 verschiedene Pflanzenarten umfasst. Sie stammt aus den tropischen Regionen des amerikanischen Kontinents. Die Brassia ist eine kleine, überaus kräftige Pflanze, die epiphytisch wächst.

Einige Arten aus der Gattung der Brassia werden kultiviert, da sie wunderschöne, große Blüten zeigen. Zudem ist die Orchidee Brassia sehr gut als Züchtung geeignet, da sie sich gut mit anderen Orchidee kreuzen lässt. Sie wurde im Laufe der Zeit stark in andere Orchideenarten eingekreuzt ähnlich der

Phalaenopsis. Die Brassia Gattung ist so beliebt, weil sie immer wieder unterschiedliche Multihybriden erzeugt.

Standort für Brassia Orchideen

Die Orchidee Brassia sollte je nach Exemplar zwar hell stehen, aber nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Sie mag jedoch Morgen- oder Abendsonne. Wer keinen besseren Stellplatz als ein reines Sonnenfenster auf der Südseite hat, kann allerdings durch einen Vorhang die Pflanze schützen. Wer möchte, kann seine Brassia Orchidee in den Sommermonaten zum Beispiel auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Jedoch sollte sie dort nicht kalt stehen, da Orchideen nur schlecht mit Temperaturen unter 15° Celsius fertig werden. Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 25 Grad Celsius betragen, wobei eine gleichbleibende Temperatur zu empfehlen ist. Große Schwankungen toleriert die Brassia Orchidee nicht.

Brassia gießen

Beim Gießen der Brassia Orchideen sollte der Hobbygärtner zwischen heranwachsenden und blühenden Pflanzen unterscheiden, da sie unterschiedliche Ansprüche stellen. Die heranwachsende Brassia muss gleichmäßig gegossen werden. Vor dem nächsten Gießen sollte der Ballen der Pflanze zu zweidritteln abgetrocknet sein. Die blühende Brassia Orchidee sollte solange gegossen werden, bis das Pflanzensubstrat keine Nässe mehr aufnimmt. Das kann bis zu einer Stunde dauern. Danach muss das überschüssige Wasser aus dem Pflanztopf und dem Untersetzer entfernt werden, um Staunässe zu vermeiden.

Wenn die Blüte der Brassia verblüht ist, braucht die Pflanze eine Ruhephase von rund drei Wochen. Der Gießrhythmus sollte sich nach dem Bedarf der Pflanze richten. Wenn der Pflanztopf sehr leicht ist, ist es wieder Zeit zum Gießen. Oder der Hobbygärtner lässt das Substrat bewusst bis auf das letzte Drittel abtrocknen und gießt dann nach.

Substrat / Düngung

Es empfiehlt sich für Orchidee die speziellen Kultursubstrate als Pflanzerde zu verwenden, da die Orchideen doch gewisse Ansprüche haben. Da es allerdings auch Brassien an Epiphytenbäumen gibt, müssen diese dementsprechend behandelt werden. Die anderen Brassien gedeihen prächtig in normalen Pflanztöpfen oder auch in Blumenampeln. Hin und wieder brauchen neue Pseudobulben doch mehr Platz, weshalb die Brassia Orchidee dann in ein größeres Gefäß umgesetzt werden muss.

Das Umsetzen sollte am besten im Frühjahr geschehen, um das Wachstum der Pflanze nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Gedüngt werden muss die Brassia Orchidee nur in ihrer Wachstumsphase. In der Ruhephase reicht ein mäßiges Gießen als Pflege völlig aus. Beim Düngen sollte ein handelsüblicher Orchideendünger verwendet werden. Wird er in der halben Konzentration gegeben, kann er im 4-Wochen-Rhythmus dem Gießwasser zugefügt werden. Wer die volle Konzentration anwendet, düngt besser alle 6 oder 8 Wochen.

Vermehrung einer Orchidee

Das Frühjahr ist meist die beste Zeit, um die Brassia Orchidee zu
vermehren. Dafür

müssen allerdings mehrere Pseudobulben vorhanden sein. Um die Brassia zu teilen, sollten die Rhizome mit einem sauberen und scharfen Messer in zwei oder mehrere Teilstücke geschnitten werden. Jedes der Teilstücke braucht zumindest zwei Pseudobulben, um eine neue Pflanze zu bilden. Die Teilstücke setzte der Hobbygärtner zu Anfang in Pflanztöpfe der Größe 8-10 Zentimetern. Wer die Brassia Orchidee lieber als Epyphyte hat, sollte das Teilstück des Rhizoms an einem Epyphytenstamm festmachen. Bis die Teilstücke erblühen, reicht es völlig aus, sie mäßig zu gießen. Sobald sie blühen, können die Teilstücke wie jede andere Orchidee behandelt werden.

Geeignete Temperaturen für Brassien

Die Brassia Orchideen mögen es als Tropengewächse warm. Darum sollte eine Raumtemperatur von mindestens 20 °C gegeben sein. Noch besser gedeihen die Brassia, wenn die Raumtemperatur bei bis zu 24 °C liegt. Nachts kann die Temperatur bis auf 10-15 °C absinken. Kommt es jedoch zur Überschreitung der 25 °C Marke, muss der Pflanztopf der Orchidee ins Wasser auf einige Kieselsteine gestellt werden. Bei Blumenampeln empfiehlt sich ein wassergefüllter Untersetzer für die Orchidee aufzuhängen. Dazu sollte die Brassia Orchidee täglich mit einer Sprühflasche eingesprüht werden, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Pflegetipps
  • als Tropenpflanze braucht die Brassia Orchidee einen hellen Standort ohne direkt Sonneneinstrahlung
  • ein Südfenster kann durch einen Vorhang zum Beispiel entschärft werden
  • die Brassia steht am besten in Orchideensubstrat
  • das Gießen richtet sich nach der Wachstumsphase und ist etwas aufwändig
  • regelmäßige Düngung erzeugt schönere Blüten
  • die Raumtemperatur sollte zwischen 20 bis 24 °C liegen.
  • keine Temperaturen unter 10 °C, da die Pflanze Schaden nimmt
Orchideen: Sortenvielfalt

Die Brassia Orchidee kommt in vielen Arten vor, die alle sehr exotische und außergewöhnliche Blütenformen hervorbringen. Die Brassia Rex wird auch Spinnenorchidee aufgrund der langen, dünnen Blütenblätter genannt. Die Brassia brachiata zeigt große Blüten, aus denen ebenfalls lanzettförmige Blätter aufsteigen. Sie ist grün-gelb gefärbt und hat braun-rote Flecken. Die Brassia caudata zeigt besonders exotisch aussehende Blüten. Sie besteht aus bis zu drei Blütenblätter, aus denen nach unten zeigende lanzettförmige Blätter ragen. Die Brassia Caudata ist hellgelb gefärbt und hat rot-braune Flecken.

Wissenswertes zur Brassia Orchidee in Kürze

Die Brassia Orchideen sind sehr exotisch aussehende Zimmerpflanze, die gewisse Pflegeansprüche stellen. Allerdings kann praktisch jeder Orchideenfreund sie problemlos halten, wenn er einige Regeln wie das regelmäßige Gießen beachtet und auf die speziellen Bedürfnisse der Tropenpflanze bezüglich Dünger und Substrat eingeht. Dann hat jeder Pflanzenliebhaber viel Freude an einer Brassia Orchidee.
  • Zu empfehlen ist ein Standort für die Orchidee, der viel Licht bietet, der aber nicht direkt in der prallen Sonne liegt. Weil es sehr viele verschiedene Arten von Orchideen gibt, können nahezu auf allen Fensterbänken bei Ihnen im Haus Orchideen aufgestellt werden, sie müssen nur zu den jeweiligen Lichtverhältnissen passen.
  • Hier ist es wichtig, dass Sie sich mit einem Gärtner oder Fachmann in Verbindung setzen, der Ihnen Einzelheiten dazu sagen kann. Und natürlich hängt es auch vom jeweiligen Standort ab, wie häufig, wie oft und wie stark eine Orchidee gegossen werden soll.
  • Beim Gießen ist zu beachten, dass sich Orchideen niemals direkt im Wasser befinden dürfen, sondern dass es einen Kreislauf mit abwechselnder Trocken- und Feuchtphase geben muss.
  • Andernfalls - also zum Beispiel wenn die Orchidaceae Brassia ununterbrochen nass ist - kann es passieren, dass die Wurzeln faulen und es damit zu Schäden an der Pflanze kommt.
  • Weniger schwer ist auch das Düngen: Hier sollten Sie bei der Orchidee nur einen Spezialdünger, der eigens für Orchideen kreiert wurde, kaufen. Diesen erhalten Sie beim Gartenfachmann Ihres Vertrauens oder per Internet. Teilweise wird zwar auch ein herkömmlicher Zierpflanzendünger für die Orchidee verwendet, davon raten Experten aber ab.
  • Gedüngt werden sollte die Orchidee etwa alle vier Wochen. Zwischen März und Oktober wächst die Orchidee dann übrigens am besten und meisten.
  • Eine Ruhephase gönnen sich die Orchideen dann im Winter. Hier sollte die Zimmertemperatur etwas niedriger gehalten werden und das Gießen etwas zurück gefahren werden. In dieser Zeit braucht die Orchidee ihren Schönheitsschlaf, sie wächst und blüht nicht.