Dreieckspalme - Anzucht und Pflege

PalmeDie Dreieckspalme ist eine relativ schnell wachsende Fiederpalme, die Wuchshöhen von bis zu sechs Metern erreichen kann. Ein besonderes Merkmal dieser Palme ist ihr Stamm, dessen Querschnitt an ein Dreieck erinnert, ebenso wie die Anordnung seiner Palmwedel, die nur in drei Richtungen wachsen, daher auch die Bezeichnung 'Dreieckspalme'. Ein weiteres Merkmal ist eine pudrige Schicht, die die bis zu drei Meter langen Palmwedel überzieht, ähnlich einer Reifschicht. In der Sonne schimmern die Blätter mal bläulich und mal silberfarben.

Substrat

Die Dreieckspalme fühlt sich

in einem Kübel mit einem Substrat, das leicht sauer sein sollte, sehr wohl. Wo man den Pflanzkübel mit der Dreieckspalme letztendlich platziert ist nicht ganz so wichtig wie bei anderen Pflanzen. Die Dreieckspalme kann natürlich viel Sonne vertragen. Vor allem ältere Palmen haben nichts dagegen in der prallen Sonne zu stehen. Man sollte allerdings darauf achten, dass man junge Dreieckspalmen, die beim Kauf in einem relativ dunklen Raum gestanden haben, nicht sofort in die pralle Sonne stellt. Hier ist es dann besser, wenn man die Palme ganz allmählich an einen helleren Standort gewöhnt. Wenn man für seine Dypsis decaryi keinen Standort findet, der möglichst viel Sonne abbekommt, dann ist das auch kein Problem. Selbst im Halbschatten fühlt sich die Dreieckspalme wohl.

Worauf man bei der Anzucht achten sollte:
  • Die Anzucht der Dreieckspalme ist das ganze Jahr über möglich.
  • Die Samen dieser Pflanze sollten vor dem Aussäen ungefähr 6-8 Stunden in handwarmem Wasser vorquellen. Dann werden die Samen etwa 1 cm tief in entsprechende Anzuchterde gesteckt.
  • Anstatt handelsüblicher Anzuchterde kann auch Kokosfaser verwendet werden. Beide Substrate sind nährstoffarm und luftdurchlässig.
  • Während der Keimung sollte das jeweilige Substrat immer feucht gehalten werden. Es sollte nicht austrocknen aber auch nicht zu nass sein.
  • Das Anzuchtgefäß wird mit einer durchsichtigen bzw. lichtdurchlässigen Folie abgedeckt. Die Keimung dauert bei Temperaturen zwischen 22 und 28 °C zwischen vier und zehn Wochen. 
  • Um zu vermeiden, dass das Substrat schimmelt, ist es ratsam, die Folie alle paar Tage abzunehmen und das Ganze zu lüften.
In den ersten 6 Wochen sollten die Keimlinge nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Nach dem Austrieb, nach etwa 5-8 Wochen, können die kleinen Pflänzchen pikiert, sprich vereinzelt werden. Beim Pikieren muss darauf geachtet werden, das die feinen, empfindlichen Wurzeln nicht verletzt werden.

Richtige Standortwahl

In den letzten Jahren hat sich diese Palmenart zu einer beliebten Zimmer- und Kübelpflanze entwickelt. Aufgrund ihres schmalen Wuchses eignet sich die Dreieckspalme sowohl für die Wohnung als auch das Büro. Aber auch im Wintergarten oder auf der Terrasse oder dem Balkon fühlt sie sich wohl. Idealerweise sollte der jeweilige Standort hell bis sonnig sein.

Junge Pflanzen, die im Geschäft relativ dunkel gestanden haben, sollte man nach dem Kauf keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen, sondern durch einen Standort im Halbschatten langsam an die Sonne gewöhnen. Allerdings kann die
Palme dann auch im Halbschatten stehenbleiben, da sie auch diesen relativ gut verträgt. Zudem bevorzugt sie einen nährstoffreichen Boden.

Hinweise zum Gießen

Die Dreieckspalme benötigt wie auch alle anderen Palmen, regelmäßige Wassergaben, allerdings nicht täglich. Im Frühjahr und Sommer ist der Wasserbedarf entsprechend höher als während der Ruhepause im Herbst und Winter.

Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden und immer nur dann gegossen werden, wenn die Erde nahezu ausgetrocknet ist. Ist die Erde in etwa 5 cm Tiefe trocken oder leicht feucht, ist es Zeit wieder zu gießen. Ist die Erde nahezu komplett trocken, bietet sich die Tauchmethode an. Hierbei stellt man die Palme in ein entsprechend großes Gefäß mit Wasser und lässt sie solange im Wasser stehen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach gut abtropfen lassen und wieder in den Übertopf stellen. Sammelt sich im Übertopf oder einem Untersetzer unter dem Pflanzgefäß Wasser, sollte dies immer unverzüglich entfernt werden. Steht die Pflanze dauerhaft mit den Füßen im Wasser, würden die feinen Haarwurzeln absterben und die Palme möglicherweise absterben.

Zum Gießen eignet sich weiches, kalkarmes Leitungswasser, besser wäre aber Regenwasser. Leitungswasser sollte vor dem Gießen abgestanden und zimmerwarm sein. Zu kalkhaltiges Wasser könnte der Palme auf Dauer schaden.

Düngen und Überwintern

Für ein optimales Wachstum benötigt die Dreieckspalme neben Wasser auch entsprechende Düngergaben. Der Handel bietet hierfür spezielle Palmendünger an. Geeignet sind aber auch Dünger für Blattpflanzen bzw. Grünpflanzendünger. Dieser sollte während der Wachstumsphase etwa alle 5 Wochen verabreicht werden. Mit Dünger sollte man bei diesen Pflanzen grundsätzlich sparsam umgehen. Palmen gehen eher an Überdüngung ein als an zu wenig Dünger.
Die Dreieckspalme benötigt eine frostfreie Überwinterung. Obwohl ältere Exemplare einiger kultivierter Arten auch kurzzeitig Temperaturen um den Gefrierpunkt unbeschadet überstehen können, sollten diese Palmen bei Temperaturen unter 15 Grad nach drinnen geholt und dort überwintert werden. Gegossen werden sollten sie im Winter nur sehr wenig und auf Dünger sollte während dieser Zeit komplett verzichtet werden. Empfehlenswert ist auch ein regelmäßiges Besprühen der Blätter mit handwarmem Wasser.

Umtopfen der Dreieckspalme
 
Treiben die Wurzeln bereits oben aus dem Substrat oder kommen sie unten aus dem Pflanzgefäß, ist es Zeit die Palme umzutopfen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist das späte Frühjahr. Im Spätherbst und Winter sollte nicht umgetopft werden.

Darauf sollte man beim Umtopfen achten:
  • Als unterste Schicht sollte man in den Pflanzkübel zunächst eine etwa 2 cm dicke Schicht Blähton, Kies oder ähnliches einfüllen. Das dient als Drainage, so kann Regenwasser gut abfließen.
  • Verwendet man ein handelübliches Substrat, sollte man dies mit Drainagematerialien wie Blähton oder Styroporkugeln mischen, sofern diese nicht vorhanden sind. Das ist wichtig, um die Erde aufzulockern.
  • Wenn man ein eigenes Substrat zusammenstellen möchte, kann man hierfür beispielsweise ein Gemisch aus lehmhaltiger Gartenerde, Torf, Kompost, Quarzsplit oder grobem Sand und geringen Mengen organischen Dünger herstellen.
Für ausreichende Stabilität, sollte der Anteil an Gartenerde um so größer sein, je größer die Pflanze ist. Der Durchmesser des neuen Pflanzgefäßes sollte einen etwa 3 cm größeren Durchmesser aufweisen als das alte. Ist das neue Gefäß zu groß, würde dies zu einem zu starken Wurzelwachstum führen. Das Wachstum der Blätter würde dementsprechend geringer ausfallen.

Fazit

Um lange Freude an dieser Palme zu haben, sollte man unbedingt deren Standort- und Pflegeansprüche berücksichtigen, auch wenn Palmen in der Regel zu den robusteren Gewächsen gehören. Kleinere Pflegefehler werden von der Dreieckspalme relativ leicht verziehen. Gröbere Fehler in der Pflege können jedoch zum Verlust der Pflanze führen.