Psychoaktive Pflanzen"Drogen sind nicht das Problem – sondern die Probleme." Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler. Psychoaktive Pflanzen, auch Biodrogen genannt, haben uralte Tradition, berauschen sie doch schon seit Urzeiten die Menschheit und sind eng mit Religion, Kultur und Spiritualismus verbunden. Die Gewächse - immerhin ist es die beeindruckende Menge von mehr als achtzig verschiedenen Pflanzen - werden in Form einfacher oder aufwendiger Zubereitung eingenommen um auf die Psyche einzuwirken oder den Bewusstseinszustand zu verändern. Sie werden wegen ihrer anregenden, beruhigenden, halluzinogenen bzw. ihrer allgemein psychoaktiven Wirkung verwendet. StimulantenStimulanten regen den Geist an, machen
wach und euphorisieren teilweise – bewirken aber keine Veränderung der Wahrnehmung: Kaffee, Tee, Tabak, Alkohol, Guarana, Cola, Hanf usw. Nur etwa zehn Prozent der Deutschen kommen völlig ohne Drogen aus. Alle anderen nehmen mehr oder weniger regelmäßig zumindest Stimulanten zu sich. NarkotikaNarkotika beruhigen und betäuben und ziehen oftmals Wahrnehmungsveränderungen wie z.B. Traumbilder nach sich: Mohn, Opium, Baldrian, Hopfen usw. HalluzinogeneHalluzinogene bringen eine krasse Veränderung in der Wahrnehmung. Sowohl räumlich, als auch zeitlich und ebenso emotional. Dazu gehören die Nachtschattengewächse (Stechapfel, Tollkirsche, Engelstrompete, Bilsenkraut) sowie der Fliegenpilz und die Psilocybin- bzw. Zauberpilze. Der Konsum dieser berauschenden Gewächse ist äußerst gefährlich, da die Spannbreite zwischen der wirksamen und der tödlichen Dosis sehr schmal - und die Einnahme somit eine Gratwanderung ist. Für deren Verwendung bedarf es eines genauen Wissens sowohl über die Zubereitung als auch über die Dosierung. Psychoaktive Pflanzen können Helfer, Retter oder Vernichter sein. Dadurch können unsere Sinne erwachen, sie können unser Bewußtsein stimulieren und erweitern – oder sie eingrenzen und dämpfen, eben bis zu Halluzinationen führen. Das Interesse an pflanzlichen Wirkstoffen hat mit der wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnis gerade für medizinische Anwendungen stark zugenommen. Im gleichen Ausmaß jedoch häufen sich aber auch die Meldungen über Vergiftungen und Todesfälle. In den Händen der Mediziner sind selbst starke Gifte ein Segen - in den Händen des Laien ein Fluch. Und die Verantwortung unserem Körper gegenüber tragen letztendlich wir selbst... von Vilma-Sonja Zugmaier
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