Winterschutz für Palmen

Gerade die Sonne liebenden Palmen vertragen unsere oft kalten Winter nur schwer. Obwohl es hier teils große Unterschiede bei der Frostempfindlichkeit gibt, sollte man sich durchaus mit dem Winterschutz für Palmen auseinandersetzen.

Wenn Sie eine Palme im Fachhandel kaufen, finden Sie an diesen immer auch die maximalen durchschnittlichen Temperaturen, die die jeweilige Art verträgt. Diese Temperatur sollten Sie sich merken, bzw. das Zettelchen, auf dem diese vermerkt sind, gut aufbewahren.

Bricht dann der Winter herein, sollten Sie die Palme aber nicht sofort schützen. Erst wenn die

voraussichtliche Temperatur nur noch etwa 5° C über der maximalen Temperatur liegt, die die Palme verkraftet, ist ein Winterschutz nötig. Dabei ist es dann sinnvoll ein so genanntes Min-Max-Thermometer an der Palme anzubringen. Diese speziellen Thermometer erhalten Sie auch im Gartenmarkt. Sie zeigen die kälteste und die wärmste Temperatur am Standort Ihrer Palme an, so dass Sie erkennen können, ob ein Winterschutz nötig ist. Denn oft variieren die hier herrschenden Temperaturen deutlich von denen, die vom Wetterdienst auf freien Feldern gemessen wurden.

Besonders empfehlenswert ist diese Variante, wenn Ihre Palme im geschützten Bereich der Hausmauern steht. Denn hier zeigen sich oft extreme Temperaturunterschiede.

Ist es dann so weit, dass Sie Ihre Palme schützen wollen, gilt es einige Grundlagen zu beachten. Generell ist der Wurzelballen der Palme am empfindlichsten gegenüber Frost. Das heißt also, Palmen, die in Pflanzkübeln gesetzt sind, können schneller erfrieren, als diejenigen, welche direkt in der schützenden Erde eingepflanzt sind. Der Stamm der Palme verträgt schon etwas mehr Frost, die Blätter
dagegen den größten Teil des Frostes. Auch wenn einige Blätter der Palme im Winter abfallen, ist dies kein Grund zur Sorge, denn da diese jährlich neu wachsen, tut das der Lebensdauer der gesamten Pflanze keinen Abbruch.

Bei leichten Frösten können Sie die Palmenblätter locker mit einem Strick zusammenbinden. Achten Sie darauf, dass Sie diese nicht zu fest verschnüren, um der Fäulnisbildung vorzusorgen. Auch ein Draht zum Zusammenbinden eignet sich nicht, da dieser in die empfindlichen Blätter einschneiden könnte. Den Wurzelballen sollten Sie mit Stroh, Laub oder Rindenmulch bedecken. So wird er optimal vor Kälte geschützt.
Ist ein mittlerer Winterschutz aufgrund der Temperaturen nötig, so werden auch hierfür die Blätter zusammengebunden und die Wurzeln bedeckt. Zusätzlich werden die Blätter mit einem Jutesack oder einer Strohmatte umwickelt. Sobald die Temperaturen wieder etwas ansteigen, sollten Sie diesen aber auch wieder entfernen, um der Pflanze Luft zum Atmen zu bieten.

Gegen starke Fröste schützen Sie Ihre Palme, indem Sie sie wie oben beschrieben zusammenbinden, statt mit einem Jutesack aber mit spezieller Luftpolsterfolie umwickeln. Achten Sie hierbei jedoch auf eine ausreichende Belüftungsmöglichkeit. Denn gerade im Winter merkt man zwar nicht, welche Kraft die Sonne hat, unter der Luftpolsterfolie entsteht aber dennoch ein regelrechter Treibhauseffekt. Dieser kann dann unter Umständen zu Nässe und Fäulnis der Pflanze führen.

Auch wenn Sie ein temporäres Gewächshaus für die Palme nutzen möchten, sollte dieses leicht zu belüften sein. Denn auch hier besteht die Gefahr der Fäulnis. Da auch im Winter oft mehrere sonnige und warme Tage am Stück vorkommen, sollten Sie Ihre Palmen in dieser Zeit von ihrem Winterschutz befreien. So können

die Pflanzen aufatmen und die Gefahr der Fäule sinkt erheblich.

In einigen Fällen ist es auch möglich und nötig, eine zusätzliche Heizung für die Palmen, in Form eines Heizstrahlers, zu installieren. Am besten stellen Sie diesen auf eine Kiste, um ihn vor von unten aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen. Auch die Zuleitungen sollten nach Möglichkeit feuchtigkeitsresistent sein. Eine direkt auf die Palme gerichtete Wärmestrahlung sollten Sie hierbei tunlichst vermeiden, da diese die extremen Temperaturunterschiede nicht verkraften würde.