Zitronenpflanzen-Pflege: Ziehen, Schneiden und Überwintern

zitronenbaumEine Zitronenpflanze wirkt immer ein wenig exotisch und verbreitet durch ihre Blätter und Früchte einen guten Duft. Eine solche Pflanze lässt sich zwar aus Samen selbst ziehen, bis sich hieraus ein kleiner Baum entwickelt hat, der Zitronen trägt, kann es jedoch Jahre dauern, soweit es überhaupt dazu kommt.

Wer daher Wert darauf legt, dass an seiner Zitronenpflanze tatsächlich auch Zitronen wachsen, sollte besser auf eine veredelte Pflanze aus dem Handel zurückgreifen.

Zitronenpflanzen selbst ziehen

Wer es dennoch probieren möchte, eine

Zitronenpflanze selbst zu ziehen, kann hierfür die Samen, also die Kerne einer Zitrone abspülen und in Töpfe mit Anzuchterde legen. Diese Kerne werden mit einem bis zwei Zentimeter Erde bedeckt und in der folgenden Zeit am besten mit einer Sprühflasche feucht gehalten. Sie brauchen ausreichend Licht, um zu keimen, sollten aber nicht der direkten Sonne ausgesetzt sein. Für die nötige Wärme sorgt eine Glasplatte oder eine Klarsichtfolie, die über die Töpfe gelegt wird, oder in der etwas komfortableren Variante ein Mini-Gewächshaus.

Pflege der Zitronenpflanzen

Eine Zitronenpflanze braucht einen möglichst sonnigen Platz und eignet sich besonders gut als Kübelpflanze für den Wintergarten. Dort, besonders aber auch bei einem Aufenthalt im Freien sollte sie etwas geschützt stehen, denn Wind und Zugluft behagen ihr nicht so sehr.
Ein Zitronenbaum braucht normalerweise nur mäßig viel Wasser, zur Zeit der Fruchtbildung jedoch etwas mehr. Als Dünger ist ein spezieller Dünger für Zitruspflanzen am besten geeignet, ebenso wird beim nötigen Umtopfen am besten ein Substrat für Zitruspflanzen verwendet. Umgetopft werden muss eine Zitronenpflanze aber erst dann, wenn der Topfballen komplett durchwurzelt ist, was meist erst nach einigen Jahren der Fall ist. Die beste Zeit zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr.

Schneiden

Ein Rückschnitt ist bei einer Zitronenpflanze, die als Kübelpflanze kultiviert wird, meist nicht nötig, denn aufgrund der kühleren Temperaturen wächst der Baum nur sehr langsam und treibt nicht so stark aus wie in warmen Gegenden, in denen die Zitronenbäume im Freiland wachsen. Soll der Baum aber ein wenig in Form gebracht werden, kann er im Frühling so eingekürzt werden, dass die Krone ihre rundliche Form behält bzw. sie zurückbekommt.

Überwintern

Eine Zitronenpflanze sollte im Winter die Möglichkeit haben, ihre natürliche Ruhephase einzuhalten, damit sie auch im folgenden Jahr wieder viele Blüten und Früchte bildet. Daher sollte sie den Winter in einem Raum mit einer Temperatur von maximal 10 °C verbringen. Dieser Raum muss so hell wie möglich sein, denn als immergrüne Pflanze benötigt der Zitronenbaum auch im Winter ausreichend Licht und wird daher am besten in die Nähe eines Fensters gestellt. Im Winter wird die Zitronenpflanze weniger als im Sommer gegossen und nicht mehr gedüngt. Ab Februar kann sie zurück in einen etwas wärmeren Raum, wo sie wieder stärker gegossen wird, mit der Düngung sollte jedoch erst im Frühjahr wieder begonnen werden.

Im Sommer bekommt es der Zitronenpflanze am besten, wenn sie einen geschützten Platz auf der Terrasse bekommt. Sie darf jedoch erst nach draußen, wenn es mit Sicherheit keine Nachtfröste mehr gibt, daher wartet man am besten die Eisheiligen Mitte Mai ab. Dann sollte der Baum

jedoch nicht sofort wieder in die Sonne gestellt werden, denn seine Blätter verbrennen leicht, weil sie das direkte Sonnenlicht nach dem Winter nicht mehr gewöhnt sind. Für die ersten Wochen braucht die Zitronenpflanze daher einen etwas schattigen Platz.