Sommerjasmin - Pflanzen, Pflege-Tipps und Überwintern

Sommerjasmin kann auch im Kübel mit seinen weißen Blüten bezaubernSeiner dekorativen Präsenz tut es keinen Abbruch, dass Sommerjasmin zu den Nachtschattengewächsen zählt. Die bezaubernde Kübelpflanze inszeniert ihren weißen Blütenflor ungeachtet ihrer botanischen Zuordnung als glamouröse Performance.

Die exotische Kletter- und Ampelpflanze ziert den ganzen Sommer hindurch Balkon und Terrasse, wobei sie stilvoll gen Himmel rankt oder anmutig ihre mit Blüten übersäten Triebe baumeln lässt. Die ein wenig feudal angehauchten Ansprüche an Pflanzen, Pflege und Überwintern bewältigen Sie mit den folgenden Tipps

mühelos.

Steckbrief
  • Pflanzenfamilie der Nachtschattengewäche (Solanaceae)
  • Bezeichnung der Art: Jasminblütiger Nachtschatten (Solanum jasminoides)
  • umgangssprachlicher Titel: Sommerjasmin
  • verholzende Kletterpflanze mit bis zu 1 Meter langen Trieben
  • beheimatet in Brasilien, Uruguay und Paraguay
  • nicht winterhart
  • große Blütenstände mit bis zu 50 weißen Blüten
  • Blütezeit von April bis Oktober
  • grüne Blätter einfach bis spitz-oval geformt
  • giftig in allen Teilen
  • Trivialname: Kartoffelstrauch
Sommerjasmin vermag, sich an jeder nur denkbaren Rankhilfe emporzuwinden. Steht kein Spalier zur Verfügung, gedeiht er niederliegend oder wird als Hängepflanze kultiviert.

Standort, Bodenbeschaffenheit und Substrat

Sommerjasmin ist in der Kultivierung nicht beschränkt auf die Kübelhaltung, wenngleich diese Variante als besonders empfehlenswert betrachtet wird. Es spricht nichts dagegen, die Kletterpflanze während der warmen Jahreszeit an einer sonnenverwöhnten Hauswand zu pflanzen, sofern ihr dort eine Rankhilfe zur Verfügung steht. Die folgenden Bedingungen sollten im Beet und auf dem Balkon erfüllt sein:
  • sonnige bis halbschattige Lage
  • warm und windgeschützt
  • Sommerjasmin ist eine verholzende Kletterpflanze, die Rankhilfen benötigtnährstoffreiche, humose, leicht feuchte Gartenerde
  • locker, gut durchlässig, ohne Staunässe
Im Pflanzgefäß bietet sich die Verwendung hochwertiger Kübelpflanzenerde an, die angereichert ist mit Kompost, einer Handvoll Hornspänen und Perlite für die Durchlässigkeit.

Pflanzen im Beet

Eine sorgfältige Bodenvorbereitung schafft beste Voraussetzungen für Wachstum und Blüte. Warten Sie mit den folgenden Arbeiten, bis nach den Eisheiligen keine verspäteten Bodenfröste mehr drohen. Lockern Sie das Erdreich tiefgründig auf, denn insbesondere vor einer Hauswand oder einem Zaun herrschen häufig ungünstige Verdichtungen vor. Steine, Wurzeln und sämtliches Unkraut werden entfernt, um anschließend reichlich Kompost, Hornspäne, Pferdedung oder Stallmist einzuarbeiten. So gehen Sie weiter vor:
  • die Jungpflanze noch im Topf mit Wasser tränken, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen
  • in der Zwischenzeit ein Pflanzloch graben mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens
  • bei Bedarf an Grubenboden eine Drainage anlegen aus Kies, Splitt oder Tonscherben
  • Sommerjasmin austopfen und einpflanzen bis unter das erste Blattpaar
Im Anschluss an das Angießen, werden die unteren Ranken an der Kletterhilfe befestigt. Auf diese Weise lenken Sie die windenden Triebe in die gewünschte Kletterrichtung. Tipp: Pflanzen Sie Sommerjasmin mitsamt einem Topf in die Erde, erleichtert diese Voraussicht die Umsiedlung ins Winterquartier ungemein.

Pflanzen im Kübel und Blumenkasten

Für den Kartoffelstrauch kommen vorzugsweise Pflanzgefäße infrage, die über ein integriertes Spalier verfügen, einen Obelisken oder eine Pyramide. Alternativ wählen Sie eine stabile Blumenampel oder einen innovativen Hanging Basket aus Metall. Darüber hinaus sind mehrere Bodenöffnungen als Wasserablauf unverzichtbar. Während der Kübel oder Blumenkasten präpariert wird für die Aufnahme der Pflanze, wird der noch eingetopfte Wurzelballen mit Wasser durchtränkt.
  • über dem Wasserablauf eine Drainage ausbreiten aus Perlite, Blähton oder Tonscherben
  • darüber ein wasser- und luftdurchlässiges Vlies legen, damit das Material nicht durch Erdkrümel verstopft
  • eine Schicht des Substrats einfüllen, den ausgetopften Sommerjasmin einsetzen und mit der restlichen Erde umgeben
  • die Pflanzerde wiederholt andrücken, damit sich

    keine Hohlräume bilden und gut angießen
Berücksichtigen Sie einen Gießrand von etwa 5 Zentimetern, damit später nicht bei jedem Wässern nasse Erde überschwappt.

Nützliche Pflege-Tipps

Ein Jasminblütiger Nachtschatten bedarf Ihrer regelmäßigen Aufmerksamkeit, denn sein Bedarf an Wasser und
Nährstoffen ist hoch. Die folgenden Tipps möchten einen Beitrag leisten zur optimalen Pflege:
  • Sommerjasmin konstant feucht halten, ohne Staunässe zu verursachen
  • während heißer Sommerperioden bei Bedarf täglich gießen am frühen Morgen oder späten Abend
  • kein eiskaltes Leitungswasser verwenden, sondern Regen- oder Teichwasser
  • von März bis September alle 2 Wochen düngen mit Flüssigdünger für Blühpflanzen
  • alternativ im Beet regelmäßig Kompost und Hornspäne verabreichen
Putzen Sie regelmäßig alle verwelkten Blüten und verdorrten Blätter aus, animiert diese Pflegemaßnahme einen frischen Austrieb. Störende Triebe können jederzeit herausgeschnitten werden. Den zentralen Rückschnitt nehmen Sie idealerweise vor dem Umzug ins Winterquartier vor. Sofern Sie den Kartoffelstrauch ganzjährig im Wintergarten pflegen, empfiehlt sich für den Schnitt der Frühling. Kürzen Sie dabei alle Triebe mindestens um die Hälfte, besser um zwei Drittel ein. Das Schnittgut eignet sich ausgezeichnet als Material für die Vermehrung durch Stecklinge. Tipp: Mit einer leeren Getränkeflasche schaffen Sie eine einfache automatische Bewässerung. Die Flasche mit Wasser füllen, blitzschnell umdrehen und ins Substrat stecken. Der Sommerjasmin entzieht eigenständig die benötigte Wassermenge.

Überwintern

Klopft der Winter an die Gartentüre, ist es für den Jasminblütigen Nachtschatten an der Zeit, ins frostfreie Quartier umzusiedeln. Spätestens wenn dauerhaft die 10-Grad-Marke auf dem Thermometer unterschritten wird, nehmen Sie den Rückschnitt in Angriff. Einen kurzzeitigen Frosteinbruch von -2 °C nimmt die Pflanze zwar unbeschadet hin, wird jedoch unnötig geschwächt vor der ohnehin stressigen Überwinterung. So sollte das Winterquartier beschaffen sein:
  • hell und kühl bei 10 bis 12 °C
  • je dunkler die Lichtverhältnisse, desto kälter darf es sein bei einem Temperaturminimum von 5 Grad Celsius
  • unter diesen Bedingungen werden Laub und Blüten abgeworfen und treiben im Frühjahr neu aus
  • ein warmer Platz im Wohnzimmer neben einem Heizkörper ist denkbar ungeeignet
  • Sommerjasmin ab und zu gießen und nicht düngen
  • täglich kontrollieren auf einen Befall durch Spinnmilben oder Läuse
Die tropische Blütenschönheit wird Sie den ganzen Winter hindurch erfreuen, wenn sie im lichtdurchfluteten Wintergarten verweilt bei 12 bis 15 °C. In diesem Fall sollte der Wasserbedarf auf den höheren Verdunstungsgrad abgestimmt werden. Dünger erhält die Pflanze jedoch keinen. Ab Ende Februar/Anfang März wird der Kartoffelstrauch schrittweise an hellere Lichtverhältnisse gewöhnt und erhält eine erste Dosis verdünnten Flüssigdünger. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um die Pflanze umzutopfen, sollte das Pflanzgefäß vollständig durchwurzelt sein.

Fazit der Redaktion

Der Sommerjasmin ist in seiner tropischen Blütenpracht als Kletter- und Ampelpflanze von einheimischen Pflanzen nur schwer zu überflügeln. Als sei sich das opulente Nachtschattengewächs seines dekorativen Wertes bewusst, verlangt es ein feudales Maß an pflegerischer Aufmerksamkeit. An heißen Sommertagen werden Sie sich gleich mehrmals täglich mit der Gießkanne auf den Weg machen, denn der Wasserbedarf ist hoch. Dem steht der Hunger nach Nährstoffen in nichts nach, den ein Jasminblütiger Nachtschatten an den Tag legt. Mit den konstruktiven Pflege-Tipps und einer fundierten Anleitung zum Überwintern, bleibt der Aufwand für einen Kartoffelstrauch immerhin im überschaubaren Rahmen.

Wissenswertes zu Sommerjasmin in Kürze
  • Der Sommerjasmin wertet jeden Garten durch seine schöne Blühform regelrecht auf. Die weißen großen Blüten sind sehr stark duftend.
  • Somit ist der Jasmin nicht nur eine Augenweide, sondern verteilt auch einen wunderschönen Duft im Garten.
  • Das Interessante ist, dass der Duft sich erst dann entfaltet, wenn die Sonne untergegangen ist.
  • Der Sommerjasmin gehört zu den beliebtesten Rankpflanzen. Unter anderem, weil sie auch recht schnell anwächst.
  • Gleichwohl der Jasmin ursprünglich aus den Tropen stammt, ist unser Jasmin hier winterhart.
  • Mittlerweile ist der Jasmin so gut herangezüchtet worden, dass er unsere Winter gut übersteht.
  • Nicht nur im Garten macht der Jasmin eine gute Figur. Auch als Kübelpflanze ist sie sehr gut geeignet.
Pflege
  • Der Jasmin ist leider verlockend für Blattläuse. Selten bleibt eine Pflanze davor unbeschädigt.
  • Vor allem wenn der Frühsommer schon sehr trocken ist.
  • Wenn die Läuse noch ganz am Anfang sind, reichen oft normale Hausmittel, wie Spülmittel mit Wasser verdünnt auf die Pflanzen sprühen.
  • Ist allerdings der Befall der Läuse schon sehr weit fortgeschritten, erhalten Sie in speziellen Geschäften Produkte zur Schädlingsbekämpfung.
  • Ganz wichtig ist es, die genaue Anweisung zu befolgen.
Ansonsten ist der Sommerjasmin sehr pflegeleicht: Die Pflanze gedeiht am liebsten an einem schönen sonnigen Standort. Damit die Pflanze gut gedeiht, sollte der Jasmin in einen guten fruchtbaren Boden eingepflanzt werden. Einmal pro Woche sollte die Pflanze Dünger bekommen. Der Sommerjasmin mag es gern feucht. Gießen Sie daher bereits im Frühjahr sehr gut Ihre Pflanze. Ist der Jasmin im Herbst ausgeblüht, verringern Sie bitte die Wassermenge. Denn dann braucht die Pflanze bis zum Frühjahr nicht mehr viel Wasser. Sollte es einen harten Winter geben, mag die Pflanze auch gern ein wenig lauwarmes Wasser.

Überwintern
  • Nachdem die Pflanze zurückgeschnitten ist, sollten Sie die Wurzel gut gegen Frost abdecken.
  • Gut eignet sich dafür Laub oder auch Tannenzweige. Da man im Herbst viele Blätter/Tannenzweige im Garten hat.
  • Falls Sie kein Laub zur Verfügung haben, eignet sich auch ein Leinensack oder ähnliches. Einfach gut um die Wurzel binden.
Schneiden
  • Da die Blütezeit im Spätsommer ist, sollte der Schnitt auch erst im Spätherbst stattfinden. So kann der Jasmin sich völlig ausblühen.
  • Beim Schnitt sollte man darauf achten, dass die alten Triebe stehen bleiben. Schneidet man zu kurz, kann dies zum Sterben der Pflanze führen.
  • Demnach lieber ein wenig vorsichtiger beim Schneiden sein. Man sagt als Faustregel: nicht unter 30 cm Bodenhöhe schneiden.
  • Aber Achtung - schneiden Sie keine Triebe vom Vorjahr ab. Denn genau dort erscheinen die nächsten Blüten.
  • Am besten, Sie lichten einfach nur die Pflanze, das reicht oftmals völlig aus.
  • Somit wird garantiert, dass im nächsten Jahr der Jasmin wieder voll in seiner Blüte steht.