Atlas-Schwingel (Festuca Mairei) - Pflege

Pflanzen im GartenDer Atlas-Schwingel stammt, wie sein Name bereits andeutet, aus dem Atlas-Gebirge in Nordafrika, hier insbesondere aus Marokko. Sein lateinischer Name lautet Festuca Mairei, er gehört botanisch zur Gräsergruppe der Blauschwingel und ist wohl einer der größten Pflanzen dieser Art.

Aussehen und Erscheinung

Der Atlas-Schwingel wird bis zu 100 Zentimeter hoch und bildet im Wachsen ausgedehnte Horste. Als Horst wird in der Botanik eine Wuchsform von Pflanzen bezeichnet, bei der viele Triebe eines Gewächses eng beieinander stehen und die Seitentriebe meist aufrecht

stehen. Diese Wuchsform ist typisch für viele Gräser und beim Atlas-Schwingel sehr deutlich ausgebildet. So bildet der Atlas-Schwingel ganze Büschel aus seinen eleganten, graugrünen Blättern, die elegant etwas bogenförmig überhängen und sich zur Winterzeit hin beige verfärben. Außerdem verschönern während der Blütezeit im Juni und Juli dichte Grasrispen diese Schwingelgattung, die in Blumensträußen schöne Kombinationen beispielsweise mit Rosen oder Nelken ergeben.

Ansprüche an den Standort

Dank seiner Herkunft aus der warmen Mittelmeerregion liebt der Atlas-Schwingel die pralle Sonne und ist äußerst hitzeverträglich. Daher ist er auch für Südlagen geeignet, verträgt im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten aber auch etwas mehr Feuchtigkeit. Er benötigt als winterharte Staude keine Vorbereitung zum Überwintern, sondern bleibt an seinem Standort und überwintert dort. Er bevorzugt einen schwach saueren bis schwach alkalischen Boden.

Einzel- oder Solitär-Staude

Der Atlas-Schwingel kann einzeln als Solitär seine ganze beeindruckende Größe ausspielen. Er ist aber auch für die Gruppenpflanzung geeignet, wo er entweder mit oder auch in kleinen Gruppen von Schwingeln glänzen kann oder als Nachbar für Rosen oder auch Nelkensträucher gepflanzt werden kann.

Pflegeaufwand

Der Atlas-Schwingel Festuca Mairei benötigt keine besondere Pflege, solange der Boden seinen Anforderungen entspricht:
er sollte trocken und leicht sein, dank seiner Herkunft kommt der Atlas-Schwingel auch mit steinigem Boden zurecht. Er sollte nur trocken und sehr warm stehen. Gepflanzt werden kann das Mitglied der Blauschwingel-Familie zu jeder Jahreszeit, der Boden darf nur nicht gefroren sein und sollte etwas aufgelockert werden. Ein Frühjahrsschnitt vor dem Neuaustrieb bringt das Gras wieder in Schuss.

Vermehrung

Bei horstbildenden Gräsern ist eindeutig die Teilung die erfolgreichste Art der Vermehrung. Für den Gärtner hat die Teilung zudem den Vorteil, dass er gleich fertige Gräser-Pflanzen bekommt, die zudem identisch mit der Mutterpflanze sind – außerdem ist es eine sehr einfache Art der Vermehrung, die auch Gartenanfänger gut bewältigen können. Gräser sollten generell alle vier bis fünf Jahre geteilt werden, sonst bilden sich schnell trockene Blätter und Löcher in der Mitte. Generell können sie ganz ausgegraben und in der Mitte mit einem Spaten durchgehackt werden. Die Teilstücke sollten dann neu eingepflanzt werden.

Der optimale Zeitpunkt der Vermehrung

Das Frühjahr ist die beste Zeit, um Gräser wie den Atlas-Schwingel zu teilen. Die einzelnen Grashorste werden mit dem Spaten sanft aus der Erde gehoben und mit den Händen in nicht zu kleine Stücke geteilt. Sehr große Grashorste sollte der Gärtner vorher ein wenig frei graben, um dann mit dem Spaten Teile abzustechen. Die Teilstücke sollte man am besten direkt in den gut vorbereiteten, also aufgelockerten Boden einpflanzen oder als Zwischenlösung in Töpfe mit einer frischen Erdmischung

aus Sand und Humus setzen. Erst wenn die Gräserteile kräftige Wurzelansätze zeigen, werden sie ins Beet gepflanzt. Der Zwischenweg über den Topf ist auch beim Atlas-Schwingel vorteilhaft, denn die Wurzelbildung des Grases ist kräftiger als bei der direkten Beetbepflanzung.

Steckbrief
  • Art/Familie: Staude. Gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae)
  • Pflegeaufwand: Gering
  • Blütezeit: Juni bis August mit eher unauffälligen braunen Blütenrispen
  • Belaubung: Wintergrün. Schmale, steife, linealförmige, graugrüne, am Rand scharf gesägte Blätter, die auch im Winter eine Zierde sind
  • Wuchs: Horstartiger Wuchs mit leicht bogig überhängenden Blättern. Blütenrispen sind kaum verzweigt
  • Höhe: Blatthorst 60cm, mit Ähren 120cm
  • Standort: Sonnig warm. Durchlässiger eher leicht feuchter Boden, darf auch steinig sein
  • Pflanzzeit: Jederzeit solange Boden nicht gefroren ist
  • Schnitt: Bodennah im Frühjahr vor Neuaustrieb
  • Partner: Schön als Solitär an Beetecken. Oder in Gruppe von vielen Schwingeln
  • Vermehrung: Teilung
  • Pflege: Bei anhaltender Trockenheit gießen
  • Überwinterung: Winterhart