Bambus Phyllostachys - Arten & Pflege

Bambus PhyllostachysDer Bambus Phyllostachys ist ein mittelhoher Bambus, der ursprünglich aus Asien stammt und in 76 Arten vorkommt. Er wird zwischen 2 m und 6 m hoch, im Kübel gepflanzt etwas weniger. Alle Arten bilden Rhizome (sich unterirdisch ausbreitende Sprossachsen). Bei der Pflanzung im Freiland ist daher eine Rhizomsperre erforderlich. Bei Pflanzung im Kübel muss das Pflanzgefäß hinreichend groß und stabil sein.

Standort

Alle Phyllostachys-Arten lieben einen hellen, sonnigen bis halbschattigen Standort mit lockerem Boden. Hierbei sollten sie aber nicht der prallen

Mittagssonne ausgesetzt sein. Wichtig ist eine gute Drainage-Eigenschaft des Bodens, da Phyllostachys keine Staunässe verträgt.

Wässern und Düngen

Bambus braucht viel Wasser. An heißen Sommertagen muss er täglich bewässert werden. Im Winter braucht der Phyllostachys zwar weniger Wasser aber an frostfreien Tagen sollte er doch gegossen werden. Bei Dauerfrost ist das Gießen mit lauwarmem Wasser empfehlenswert.
Im Frühjahr und im Spätsommer wird Phyllostachys mit einem speziellen Bambusdünger gedüngt.

Schneiden

Schnittmaßnahmen sollten im Frühjahr vorgenommen werden. Der Phyllostachys kann sowohl in der Höhe als auch in den Seitenverzweigungen gekürzt werden. Wird ein Halm gekürzt, wächst er nicht weiter. Zu hohe Halme können auch in Bodennähe abgeschnitten werden. Auch alte, nicht mehr frisch aussehende Halme sollten im Bodenbereich abgeschnitten werden. Durch dieses Auslichten verringert sich die Gefahr des Schädlingsbefalls, da mehr Licht und Luft an die Pflanze kommt. Bei in Kübeln gepflanzten Phyllostachys ist der Rückschnitt zur Reduzierung der Pflanzenmasse wichtig, da sonst die Gefahr besteht, dass die Rhizome den Kübel sprengen.

Winterschutz

Eine im Kübel stehende Phyllostchys braucht auf jeden Fall einen Winterschutz. Hierbei muss einerseits der Boden des Kübels gegen den Erdboden isoliert werden, z.B. mit einem Styropor-block. Andererseits muss die Pflanze oberirdisch gegen Frost geschützt werden. Dies kann man mit Hilfe einer Kokosmatte, die um die Pflanze gewickelt wird, erreichen. An sehr frostgefährdeten oder windigen Standorten empfiehlt es sich zusätzlich die Blätter in ein Vlies einzupacken. Folien sollten nicht verwendet werden. Unter ihnen kann sich Kondenswasser bilden, dass zu Fäulnis führt.

Der im Freiland stehende
Phyllostachys schützt man hauptsächlich im Wurzelbereich. Hierzu wird eine dicke Laubschicht um die Pflanze herum angelegt. Auch hier kann man die Blätter mit einem Wintervlies schützen. Dies sollte auf jeden Fall geschehen, wenn am Standort kalte Nord- und Ostwinde zu erwarten sind.

Winterharte Arten des Phyllostachys:
  • Phyllostachys aurea: eignet sich besonders für kleine Gärten, da er in den ersten Jahren wenige Ausläufer bildet und lange horstig bleibt. Phyllostachys aurea wird auch Knoten-Bambus genannt, wegen der Verdickungen der Halme im unteren Bereich.
  • Phyllostachys aurea Koi: Diese Art hat gelbe Halme mit grünem Sulcus und Verdickungen im unteren Bereich. 
  • Phyllostachys aureosulcata: hat grüne Halme mit gelbem Sulcus, die im unteren Bereich gelegentlich zickzack-förmig angeordnet sind. 
  • Phyllostachys aureosulcata Aureocaulis: Dies ist eine Art mit gelben Halmen. Die jungen Halme können sich in der Sonne vorübergehend butrot verfärben.
  • Phyllostachys aureosulcata f. Spectabilis: Eine Art mit rauen, zitronengelben Halmen mit grünen Streifen, die sich in der Wintersonne vorübergehend rot verfärben und im unteren Bereich der Pflanze gelegentlich im ZickZack wachsen. 
  • Phyllostachys arcana f. Luteosulcata: Diese Art hat erbsengrüne Halme mit einem leuchtend gelben Streifen im Sulcus.
  • Phyllostachys bambusoides

    holochrysa: Dies ist eine sehr farbenfreudige Art. Sie hat stabile Halme, deren Farbe von gelblich in ein intensives Orange übergeht. Ihre lanzett-förmigen Blätter haben teilweise weiße Längsstreifen.
  • Phyllostachys bissetii: Eine sehr beliebte und anspruchslose Art mit grünen Halmen und grünen Blättern.
  • Phyllostachys humilis: Diese niedrig bleibende Art hat grüne Halme und zierliche Blätter.
  • Phyllostachys nigra f. Punctata: Dies ist ein Phyllostachys mit schwarzen Halmen und grünen Blättern. Die Halme sind anfangs auch grün, verfärben sich aber im ersten Jahr schwarz.
Es gibt 51 Arten der Gattung Phyllostachys. Sie sind die Bambusriesen. Alle wachsen mit unterirdischen, schmalen Rhizomen. Aus ihnen wachsen baum- oder strauchförmige Triebe. Diese breiten sich rasenförmig aus. Die oberirdischen Teile können bis zu 10 m hoch werden.

Allerdings gibt es auch eine Art, die als Zimmerpflanze geeignet ist. Sie ist relativ anspruchslos, kann sowohl sonnig als auch halbschattig stehen. Auch eine dunkle Zimmerecke ist geeignet. Wichtig ist, dass die Pflanze feucht gehalten wird. Ansonsten benötigt der Bambus keine besondere Pflege. Wenn er zu groß wird, kann der Zimmerbambus auch in den Garten gepflanzt werden.

Bei den Phyllostachys Sorten im Garten muss beim Pflanzen eine Rhizomsperre mit eingegraben werden, damit sich die Pflanze nicht unplanmäßig ausbreiten kann. Diese Sperre muss bis in eine Tiefe von einem Meter eingegraben werden. Dieser Bambus bevorzugt einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort und eine geschützte, warme Südlage. Die Erde sollte locker, nahrhaft und nicht zu lehmhaltig sein, damit nicht benötigtes Wasser gut ablaufen kann.