Gartenbambus, Schirmbambus - Pflege und Schneiden

Schirmbambus gedeiht in Kübeln, aber am liebsten frei im GartenDer Schirmbambus, auch Gartenbambus bezeichnet, wird sehr gerne als Zierpflanze verwendet. Er gehört zur Gattung der Fargesien und stammt ursprünglich aus den bergigen Regionen Zentralchinas. Da der Schirmbambus, welcher auch Muriel-Bambus oder Fargesia murielae genannt wird, recht frostbeständig ist, zählt er zu den am häufigsten gepflanzten Gartenbambus-Arten in Europa.

Standort für den Gartenbambus wählen

Der Schirmbambus sollte an einem halbschattigen Ort im Garten eingepflanzt werden. Da er bei hoher Luftfeuchtigkeit

besonders gut gedeiht, ist ein Standort neben einem Gartenteich oder einem Fließgewässer sehr zu empfehlen! Nur die dunkelblättrigen Arten des Muriel-Bambus eignen sich für eine dauerhafte, direkte Sonnenbestrahlung. Auf der Terrasse oder dem Balkon sollte der in Kübeln gepflanzte Schirmbambus in einer vor praller Sonne geschützten Ecke stehen. Besprühen Sie die Pflanze an heißen Tagen mit Wasser, um die benötigte Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Das Einsprühen in praller Sonne sollte vermieden werden, da das Laub durch die Brennglaswirkung Schaden erleiden kann.
  • Standort in Halbschatten bis Sonne wählen
  • pralle, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
  • für Luftfeuchtigkeit sorgen (auch einsprühen)
Bodenbeschaffenheit und Bewässerung

Der Fargesia murielae bevorzugt einen nährstoffreichen Boden. Er sollte leicht humushaltig und durchlässig sein, damit das Wurzelwerk genügend Wasser bekommt. Ein Boden, der zu viel Topf enthält, ist nicht mehr luftdurchlässig, sodass sich Pilze an den Wurzeln bilden können. In diesem Falle muss Sand unter die Erde gemischt werden, sodass sie lockerer wird. Bambus bevorzugt zwar ein feuchtes Substrat, aber wird durch Staunässe geschädigt. Daher sollten Sie die Erde regelmäßig mit der Harke lockern. Ist der Standort zu trocken, sollte Rindenmulch untergemengt und bedarfsweise gegossen werden. Am besten gedeiht der Schirmbambus in Kiesgärten und japanischen Gärten, oder an naturnahen Standorten.
  • feuchter, lockerer Boden
  • regelmäßiges Bewässern
  • Staunässe vermeiden
Garten- / Schirmbambus anpflanzen

Pflanzt man den Schirmbambus im Garten ein, so sollte die Pflanzgrube die doppelte Größe des Wurzelballens haben. Danach muss die Erde in der Grube gelockert werden, um sie wasserdurchlässig zu machen. Anschließend wird der Gartenbambus so eingepflanzt, wie er im Topf gewachsen ist. Formen Sie dann einen Gießwall um den Bambus und bewässern sie gut! Da die Pflanze keine unterirdischen Ausläufer bildet, muss keine Wurzelsperre errichtet werden.
  • doppelt so große Pflanzgrube, wie der Wurzelballen
  • lockere, wasserdurchlässige Erde
Wie sollte man Gartenbambus düngen?

Der Schirmbambus muss reichlich gedüngt werden. Insbesondere stickstoffhaltige Volldünger oder Ringerdung und Hornspäne benötigt der Bambus, um prächtig zu wachsen. Die Düngung sollte im Frühjahr (März/April) und Sommer (Juni/Juli) erfolgen. Am besten verteilt man eine Handvoll Dünger auf dem Boden rund um die Pflanze. Beenden Sie die Düngung im August, damit der Gartenbambus zum Winter hin ausreifen kann.
  • reichliche, regelmäßige Düngung
  • stickstoffhaltiger Dünger oder Rinderdung
Schneiden und Winterschutz des Schirmbambus

Grundsätzlich muss der Gartenbambus nicht
zurückgeschnitten werden, um ihn zu verjüngen. Solange die Pflanze genügend Platz hat, um sich auszubreiten, gedeiht sie in bester Form. Reicht der Platz hingegen nicht aus, können die Halme zurückgeschnitten werden. Benutzten Sie dazu eine Rosenschere, mit welcher man die harten Bambushalme gut durchschneiden kann. Auch niedrige Hecken können aus dem Schirmbambus entstehen. Die neuen Triebe, die im Mai und Juni, aus der Hecke schießen, werden, sobald sie

ausgewachsen sind, auf Heckenhöhe gekürzt. Wenn Ihr Bambus Frostschäden von einem besonders harten Winter aufweist, dann können Sie diese Stellen im Frühjahr bodennah entfernen. Vorbeugend können Sie ihren Bambus im Winter in Schilfmatten kleiden.
  • grundsätzlich kein Rückschnitt nötig
  • Schnitt je nach Bedarf und Platzmöglichkeiten
  • Frostschäden im Frühjahr entfernen oder diese mit Schilfmatten vorbeugen
Gartenbambus wächst sehr dicht und kann als Sichtschutz dienenVermehrung der Pflanze

Der Schirmbambus wird durch Teilung vermehrt. Zu Beginn des Frühjahrs (März-Mai) oder im zeitigen Herbst (August-September) wird die Pflanze in mehrere Teile zerschnitten und wieder eingepflanzt. Dazu sollten Sie eine Rosenschere verwenden, mit welcher auch das Wurzelwerk durchteilt werden kann. Jeder neue Schirmbambus sollte ausreichend Wurzeln besitzen und circa 3 bis 4 Triebe. Setzt man die Teilpflanzen neu in Erde, sollten sie regelmäßig gut bewässert werden. In den ersten Wochen nach der Pflanzung dürfen sie nicht der direkten Sonne ausgesetzt sein. Auch die Anzucht im Gewächshaus wird empfohlen. Dort bekommt der Kübelbambus besonders viel Luftfeuchtigkeit, um zu gedeihen. Warten Sie mit der Düngung, bis neue Triebe aus dem Boden wachsen, denn dann ist die Pflanze gut angewachsen.
  • Vermehrung durch Teilung im Frühjahr oder Herbst
  • Teilpflanzen brauchen genügend Wurzeln und mindestens 3-4 Triebe
  • neue Pflanzungen gut wässern, keine direkte Sonne
  • auch Aufzucht im Gewächshaus möglich
  • mit der ersten Düngung warten, bis der Bambus gut angewachsen ist
Krankheiten und Schädlinge beim Gartenbambus

Der Gartenbambus ist praktisch frei von Schädlingen. Wenn Krankheiten und Schädlinge auftreten, sind sie unbedenklich und müssen nicht chemisch behandelt werden. Hier eine Übersicht:
  1. Gelbe Blätter: Treten im Herbst auf und werden abgeworfen. Auch bei Staunässe kann das Laub gelb werden.
  2. Getreiderost: Blätter färben sich bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit und dichtem Sandboden orange oder braun. Die Färbung verschwindet mit dem Laubwechsel.
  3. Blattläuse: Treten bei Gartenbambus sehr selten auf und müssen meist nicht bekämpft werden.
  4. Eingerollte Blätter: Tritt bei direkter, praller Sonne und Frost auf. Ist ein natürlicher Schutz der Pflanze gegen Vertrocknung und gibt sich bei Wetterwechsel.
Wissenswertes zum Gartenbambus in Kürze

Der Bambus als Gartenpflanze ist hierzulande noch nicht sehr verbreitet, doch vor allem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Gartenbambus sprechen für ihn. Man sollte beachten, dass es sich beim Gartenbambus nicht um einen Busch, sondern um ein Gras handelt. Der Bambus benötigt sehr viel Feuchtigkeit, die Wurzeln sollten jedoch nicht unter Staunässe stehen, dies verzeiht auch der Gartenbambus nicht. Da auch die Blätter Feuchtigkeit aufnehmen können, ist auch das Besprühen, bis zu einer gewissen Größe, sehr sinnvoll.
  • Gartenbambus ist eine grundlegende Pflanze Japanischer GärtenDie ideale Pflanzzeit für den Gartenbambus ist zwischen März und Oktober.
  • Der Wasserbedarf des Gartenbambus steigt, je näher das Anpflanzen an den Winter heranreicht.
  • Zur Vermehrung des Bambus werden entweder neue Pflanzen als Samen gezogen oder aber man teilt die Pflanze. Der separierte Teil wurzelt an.
  • Bei der Vermehrung ist jedoch darauf zu achten, dass die Pflanzen genügend Platz haben, windgeschützt stehen und regelmäßig gegossen werden.
  • Der Gartenbambus eignet sich hervorragend als Sicht- und Windschutz vor einer Terrasse oder als Umrandung für einen Gartenteich.
  • Es gibt mehrere Sorten des Gartenbambus, von einigen dieser Sorten kann man Tees kochen bzw. die gekochten Sprossen essen.
  • Zur Düngung eignet sich spezieller Bambusdünger. Es genügt auch ein normaler Rasen- oder Pflanzendünger.
Da der Gartenbambus meist winterhart ist, kann er den Winter problemlos überstehen, doch man sollte, vor allem, wenn man ihn anfänglich in Kübeln hält, den Wurzelballen mit Stroh und einem Jutesack schützen. Winterharte Sorten sind mehrjährig, nicht winterharte Sorten müssen im Winter in der Wohnung gehalten werden und es muss für ständige Feuchtigkeit, sowohl der Wurzeln auch des Blattwerks gesorgt werden.