Hasenschwanzgras - Pflege (Bunny Tails)

Hasenschwanzgras - Foto: Marion KostorzDas Hasenschwanzgras bekam seinen Namen dadurch, dass seine buschigen Blütenköpfe an Hasenschwänze oder auf Englisch 'Bunny Tails' erinnern. Dieses Ziergras bildet silbrige Blüten, die sehr samtig sind, daher heißt das Hasenschwanzgras auch Samtgras oder mit seinem botanischen Namen Lagurus ovatus.

Hasenschwanzgras als Ziergras

Das Hasenschwanzgras hat seine Heimat im Mittelmeerraum. Es wird bis zu 60 Zentimeter hoch, die meisten Sorten bleiben mit etwa 20 Zentimetern jedoch weitaus kleiner. Es eignet sich als Ziergras für Beete, Töpfe und

Kübel und kann auch in Blumenkästen auf dem Balkon gepflanzt werden.

Das Hasenschwanzgras hat graugrüne Blätter, die leicht behaart sind. Ab Mai bis in den Herbst hinein bildet es sehr attraktive samtige Blüten, die zunächst noch grünlich sind und im Laufe des Sommers silbrig weiß werden. Diese Blüten sehen besonders schön aus, wenn sie direkt von der Sonne beschienen werden, können aber auch für die Vase geschnitten oder getrocknet werden. Sollen sie für Trockensträuße verwendet werden, schneidet man sie am besten schon, so lange der Stängel noch grün ist und hängt sie dann kopfüber an einer schattigen und gut belüfteten Stelle auf.

Aussaat und Pflanzen

Hasenschwanzgras lässt sich sehr leicht selbst aussäen und ist daher auch eine schöne Möglichkeit, kleinen Kindern die Natur etwas näher zu bringen. Seine Samen werden zwischen März und Juni in Töpfen auf der Fensterbank oder direkt im Garten ausgesät. Sie werden nur etwa einen halben Zentimeter mit Erde bedeckt und in der Folgezeit gleichmäßig feucht gehalten. Innerhalb von einer bis zwei Wochen sollten sich die ersten Pflanzen zeigen, hierfür ist bei der Aussaat im Freien jedoch einigermaßen gutes Wetter erforderlich, denn die Samen benötigen zum Keimen eine Bodentemperatur von mindestens 15°C. Nachdem sich die ersten Pflanzen gebildet haben,
sollten sie vereinzelt werden, sodass sie untereinander einen Abstand von etwa zehn Zentimeter haben.

Das Hasenschwanzgras braucht einen sonnigen Platz, damit sich viele Blüten bilden. An den Boden stellt es keine besonderen Ansprüche und sollte auch nur sparsam gegossen werden. Weil es nur wenig Feuchtigkeit benötigt, sollte an einem Standort im Freien dafür gesorgt werden, dass sich in der Erde kein Wasser stauen kann. Sehr dichte Böden werden daher am besten vor der Pflanzung etwas durchlässiger gemacht, indem ihnen Kies oder Sand beigemischt wird. Soll das Hasenschwanzgras in einen Kübel gepflanzt werden, ist hierfür ein etwas größerer Topf, in dem drei bis fünf Pflanzen Platz finden, am besten geeignet, sodass die Bepflanzung später schön buschig wirkt.

Hasenschwanzgras - Pflege

Eine besondere Pflege benötigt das Hasenschwanzgras nicht. In einem Kübel wird es nur leicht feucht gehalten, im Garten kommt es meist ganz ohne Bewässerung aus. Eine Düngung ist ebenfalls nicht erforderlich. Um die Blütezeit zu verlängern, kann das Hasenschwanzgras in mehreren Etappen von März bis Mai ausgesät werden. Dieses Ziergras ist einjährig und muss daher im folgenden Jahr wieder neu ausgesät werden.

Standort
  • Am liebsten wächst Hasenschwanzgras in kalkfreiem Trockenrasen
  • Wichtig ist ein sonniger Standort.
Pflanzsubstrat
  • Das Pflanzsubstrat muss sehr durchlässig und trocken sein.
  • Unbedingt kalkfrei!
  • Ansonsten sehr anspruchslos.
Pflanzen
  • Bei Topfkulturen ca. 5 – 10 Pflanzen je 30 cm Topf pflanzen.
  • Im Beet Pflanzabstand

    von 10 cm pflanzen.
  • Bei Aussaat im Topf die ersten 5 bis 6 Wochen Sonne vermeiden!
Hasenschwanzgras - Foto: Marion KostorzGießen und Düngen
  • Hasenschwanzgras kommt gut mit Trockenheit zurecht.
  • Zu viel Nässe oder sogar Staunässe verträgt das Gras nicht.
  • Kaum oder nur sehr wenig düngen.
Schneiden
  • Nicht schneiden!
  • Im Winter stehen lassen, sehr dekorativer Schmuck bei Frost.
  • Im Frühjahr kann man das Gras abschneiden oder besser ganz aus dem Boden nehmen – einjährig.
Überwintern
  • Hasenschwanzgras ist nicht winterhart, sollte aber über den Winter stehen gelassen werden. Es sieht einfach gut aus.
  • Das Gras verträgt Temperaturen bis – 6 °C.
Vermehren
  • Vermehren durch Aussaat.
  • Sobald der Boden Temperaturen von über 15 °C erreicht hat, kann das Hasenschwanzgras im Freien ausgesät werden. Es keimt schon nach 8 bis 14 Tagen.
  • Samen 0,5 cm tief aussäen!
  • Aussaat feucht, aber keinesfalls nass halten!
  • Vorher kann man natürlich in Töpfe aussäen. Anzuchterde verwenden! Anzuchtgefäß mit lichtdurchlässiger Folie abdecken. Lüften nicht vergessen!
  • Zu dicht stehende Keimlinge vereinzeln bzw. weiter auseinandersetzen.
  • Staunässe unbedingt vermeiden!
Krankheiten und Schädlinge
  • Hasenschwanzgras ist nicht anfälliig für Krankheiten und Schädlinge, solange man es nicht zu viel gießt.

Fotos: Marion Kostorz