Pflanzen für den Heidegarten - Stauden und Gräser
Ein Heidegarten ist pflegeleicht und sieht gut aus. Er überzeugt durch seine Farben und seine Vielfältigkeit.
Außerdem sind blühende Heidegärten ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel und andere Kleinstlebewesen./>Ansprüche an den Heidegarten
Heidegärten benötigen viel Sonne. Eine Südlage ist ideal. Allerdings ist es wichtig, dass man bei lang anhaltender Trockenheit ausreichend gießt, sonst trocknen die Pflanzen aus. Die Blüte fällt dann in der Regel sehr spärlich aus. Wer genügend Platz hat, sollte leichte Hügel und Sandwege einplanen, wie sie in den natürlichen Verbreitungsgebieten der Heide vorkommen. Auch kann man Findlinge und große Wurzeln in den Flächen unterbringen, sie sorgen für Abwechslung und runden das Bild ab.
Man darf auf keinem Fall zu dicht pflanzen. Die Pflanzen bilden ein dichtes Wurzelgeflecht, man kommt durch die Wurzeln nicht mehr durch. Das erschwert das Herausziehen von Unkräutern. Empfehlenswert ist, bei einer Neupflanzung 10 bis 12 Pflanzen pro ...
Quadratmeter zu nutzen. Am besten mulcht man ordentlich. Eine 6 bis 10 cm hohe Mulchschicht ist ideal. Die Pflanzen sollte man immer nach Sorten geordnet pflanzen. So entsteht der typische Farbenteppich der Heidelandschaften.
Pflanzen für den Heidegarten
Natürlich gehören Eriken in einen Heidegarten. Es gibt so viele verschiedene Sorten der frühlings- und sommerblühenden Erika, dass fast das gesamte Jahr etwas blüht und für Farbe sorgt. Für den Herbst und Winter bieten sich die Caluna-Arten an. Auch sie gibt es in zahlreichen, wunderschönen Farben. Schneeheide rundet das Bild ab. Dazu passen Gräser, Rhododendren, kleine Kiefern, Säulenwacholder, Ginster, Zwiebelgewächse wie Wildtulpen und Wildnarzissen und viele mehr. Bei den Gräsern sind vor allem Blauschwingel, Blaugras, Pfeifengras, Katzenpfötchen empfehlenswert. Dazu passen Heidenelke, Schafgarbe, Disteln und Königskerzen.
Wegen ihrer Leuchtkraft und den tollen Farben ist besonders die Besenheide beliebt (Calluna vulgaris). Sie ist anspruchslos, kommt mit einem nährstoffarmen und kalkfreien Boden aus und überzeugt durch ihre Blühfreudigkeit. Die einzelnen Sorten blühen von Juni bis November, die meisten im September und Oktober. Ebenso beliebt ist die Knospenheide. Ihr Vorteil liegt in der späten und langen Blütezeit. Da die Knospen nicht aufblühen, können sie auch nicht verblühen. Das Knospenstadium bleibt erhalten und deshalb leuchten diese Knospen bis lange in den Winter hinein. Die Knospen der Heide sind robust und wetterfest. Man hat lange Freude an diesen Pflanzen. Sie sind auch für Blumenkästen und Pflanzkübel geeignet. Besonders empfehlenswert sind Sorten, bei denen nicht nur die Knospen leuchten, sondern auch das Laub. Es gibt Sorten, mit sehr kräftig grünem oder gelbem Laub, sehr auffallend und ausgesprochen dekorativ. Wenn man zu diesen Heidesorten noch die winterblühende Schneeheide setzt, dann hat man wirklich ganzjährig blühende Heide im Garten. Schneeheide gedeiht auch in normaler Gartenerde. Eine schöne Ergänzung bildet die Glockenheide, mit ihren farbenprächtigen Glöckchen, die von Oktober bis Dezember blühen.
Schon nach drei Jahren ist ein Heidegarten völlig zugewachsen, so dass man kaum noch den Erdboden sehen kann.
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