Schöne Ziergräser- und Gräserarten für den Garten

Viele Gärtner haben die Schönheit von Ziergräsern für sich entdeckt und legen Gräserbeete anZiergräser sind in Hausgärten und im Landschaftsbau die neuen Gartenstars. Liebhaber wussten schon lange um den Reiz der filigranen Gräser und kombinierten sie mit Stauden oder legten reine Gräserbeete an. Natürlich können sie es mit der Blütenpracht eines Blumenbeetes nicht aufnehmen, aber Gräser lockern auf und bringen durch ihre Struktur Leichtigkeit in jedes Beet.

Mit ihren vielen Arten - vom 10 cm kleinen Büschelchen bis zum vier Meter

hohen Riesen - setzen sie reizvolle Akzente in jeden Garten. Zudem punkten Ziergräser durch die leichte Pflege und sehen auch in winterlichen Gärten attraktiv aus.

Allgemeines zu Ziergräsern

"Grässlich, ein Garten ohne Gras", urteilte der berühmte Staudenzüchter Karl Foerster zu Beginn des 20. Jahrhunderts und bot schon damals über einhundert verschiedene Ziergräser zum Verkauf an. Und er hat Recht: Ob als Begleiter oder als Solist, Gräser vereinen Ästhetik und Naturnähe, Grazie und Wildheit, Leichtigkeit und Robustheit. Sie überzeugen durch ihre Struktur und für jeden Stil und Geschmack gibt es die passende Art. So findet man niedere Seggen und Schwingel genauso wie halbhohe Feder- und Rispengräser bis hin zum imposanten Pampasgras und Chinaschilf. Dazu kommt, Ziergräser sind in ihren Farben nicht eintönig grün. Die Farbpalette reicht von hellem bis zu dunklem Grün, mit weißen oder gelben Sprenkeln und Streifen, bis zu tiefroten, bräunlich-roten und sogar schwarzen Gräsern.

Viele Gräserarten entfalten erst mit der Herbstfärbung ihre ganze Pracht. Aber auch die Blüten der Gräser bilden interessante Kontraste. Kleine fedrig-zarte Büschel, Ähren und Rispen und die langen Blütenfontänen der hohen Gräserarten. So unterschiedlich wie die Gräser, sind auch ihre Ansprüche. Es gibt ein- und mehrjährige, früh und spät blühende, für feuchte und trockene Böden und für Sonne und Schatten. Hohe Gräser eignen sich als Solitärpflanze, als Sichtschutz oder als Hintergrund von Staudenbeeten und vor Hecken, mittelhohe und niedere zur Auflockerung in Staudenbeeten oder als reine Ziergräserbeete.

Gräserarten für trockene Standorte

Trockene Standorte sind sonnige und halbschattige Beete mit lockeren, durchlässigen Böden oder Kiesbeete. Einige besonders schöne Gräserarten sind:
  • Pampasgras 'Cortaderia selloana', weiß blühend, straff aufrecht wachsend, wird bis zu 4 m hoch
  • Riesen-Federgras 'Stipa gigantea', cremeweiß blühend, leicht überhängend, etwa 2 m hoch
  • Lampenputzergras 'Rubrum', rosa-braun blühend, überhängend, etwa 1 m hoch
  • Pfeifengras 'Windspiel', goldgelbe Ähren, aufrecht wachsend, bis zu 2 m hoch
  • Silberährengras 'Allgäu', gelblich-weiß blühend, Langblüher, bogig überhängend, bis 80 cm hoch
  • Rutenhirse 'Hänse Herms', Halme färben sich im Spätsommer kupferrot, locker wachsend, bis 1,20 m hoch
  • Reitgras, gelb-braune Blütenrispen, aufrecht wachsend, bis 1,50 m hoch
  • Blau- und Bärenfellschwingel, braun-gelbe Blütenrispen, aufrecht wachsend, bis zu 30 cm hoch
  • Japanisches Blutgras 'Red Baron', tiefrotes Laub, bis 40 cm hoch
Gräserarten für feuchte Standorte

Feuchte Standorte bedeuten, feuchte, gut wasserspeichernde Böden, im Schatten und an Teichrändern. Ideale Ziergräser dafür sind:
  • Das hoch wachsende <div align=
Pampasgras ist immer ein Blickfang" src="/../../images/2013/pampasgras-wind-breit-300-fl.jpg" height="206" width="275" />Chinaschilf 'Malepartus', rot blühende Sorte, überhängend, wird etwa 2-3 m hoch
  • Goldbandgras 'All Gold', gelbliche Blätter und grünliche Blüten, leicht überhängend, etwa 40 cm hoch
  • Weiße Hainsimse 'Schneemarbel', dunkelgrüne, spitze Halme, weiße Blütenbüschel, leicht

    überhängend, bis zu 40 cm hoch
  • Schwarzer Schlangenbart 'Nigrescens', fast schwarze Blätter und rosa-weiße Blüten, bildet im Schatten lockere Teppiche, bis 20 cm hoch
  • verschiedene Seggen, Farben: grün mit gelben oder weißen Rändern, rotbraun, Höhen von 10-50 cm
  • Wald-Schmiele 'Bronzeschleier', goldbraune Blüten, lang blühend, leicht überhängend, bis 1,00 m hoch
  • Pflanzen und Pflegen von Ziergräsern

    Ziergräser sind pflegeleicht und gedeihen gut, wenn sie an den geeigneten Standort gepflanzt werden. Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr, mehrjährige Gräser können auch im Herbst gepflanzt werden. Bei der Pflanzung darauf achten, dass die Horstbasis über der Erde liegt. Neupflanzungen erhalten eine Gabe Kompost oder Dünger unter die ausgehobene Erde gemischt. Diese wird dann rings um die Pflanze eingefüllt, festgedrückt und angegossen. Bestehende Pflanzungen werden im zeitigen Frühjahr gedüngt, große Ziergräser erhalten kurz vor der Blüte nochmals eine Düngergabe. Vorsicht, bei zu viel Dünger werden die Halme weich und knicken um. Gießen ist in der Regel nur bei anhaltenden Trockenperioden erforderlich.

    Vermehrung

    Viele Ziergräser säen sich selbst aus. Möchte man dies vermeiden, müssen die Blütenrispen vor der Reife abgeschnitten werden. Zur eigenen Anzucht der Ziergräser können die Rispen dann getrocknet und die Samen entnommen werden. In Töpfen mit Anzuchterde keimen die Samen rasch, wenn die Erde gleichmäßig feucht gehalten wird. Am einfachsten ist die Vermehrung jedoch durch eine Teilung der Graspflanze. Dazu wird diese ausgegraben und mit einem Spaten geteilt. Danach pflanzt man die Teilstücke an ihren neuen Platz.

    Überwintern und Schneiden von Ziergräsern

    Die mehrjährigen Gräserarten sind fast alle winterhart. Die Grasschöpfe sollten jedoch im Herbst zusammengebunden werden, damit die Winternässe nicht ins Innere dringt. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Wurzeln faulen. Gräser schneidet man erst im Frühjahr, wenn sie wieder austreiben. Dabei vorsichtig vorgehen, damit die Triebspitzen nicht verletzt werden. Übrigens: Krankheiten und Schädlinge kommen bei Ziergräsern so gut wie nie vor. Auch von Schnecken werden sie verschont.

    Wissenswertes zu Ziergräsern in Kürze
    • Gräser lockern Staudenbeete auf
    • Kiesbeete mit Gräsern bepflanzt sind besonders attraktiv
    • Mit den Farben der Gräser und ihrer Blüten kann man interessante Kontraste schaffen
    • Gräser sind am richtigen Standort pflegeleicht
    • Ziergräser werden nicht von Krankheiten und Schädlingen befallen, auch Schnecken bleiben von ihnen fern
    Gräser und Stauden harmonieren sehr gut miteinanderNeben den üblichen Wiesengräsern stehen für den Garten verschiedene Gras- und Bambusarten, Sauergräser und Binsen zur Auswahl, die als Zierpflanzen vielseitig einzusetzen sind. Die große Familie der Süßgräser (Gramineae), umfasst ungefähr 8.000, in der Regel schmalblättrige Arten, zu denen die großen Wiesengräser ebenso gehören wie buntblättrige Ziergräser, das riesige Pampasgras und der Bambus. Aufgrund ihrer ähnlichen Wuchsform und Blattgestalt werden diese echten Gräser häufig mit Ried- oder Sauergräsern (Cypreraceae), Rohrkolben- (Typhaceae) und Binsengewächsen (Juncaceae) kombiniert.

    Da Gräser auf der ganzen Welt zuhause sind, finden sich auch für jeden Bodentyp und jedes Klima passende Arten. Man trifft unter ihnen immergrüne, halbimmergrüne und sommergrüne Stauden ebenso an wie verschieden einjährige Formen. Die Bambus-Arten werden gelegentlich zu den Gehölzen gezählt, da sie dicke, holzige, mit Silizium verstärkte Stängel ausbilden. Doch auch solche baumartigen Gräser kommen nicht nur in warmen Klimazonen vor.
    • Gräser zählen zu den Blühpflanzen. Zwar sind ihre Einzelblüten klein und meistens unscheinbar, och die federartigen Rispen oder teils aufrechten, teils nickenden Ähren, zu denen sich die Blüten vereinen, wirken ausgesprochen formschön.
    • Viele Gräser vertragen die verschmutzte Luft der Städte und eignen sich daher gut für Stadtgärten. Welche Gräser für welchen Gärten in Frage kommen, hängt von der Größe der Pflanzen, der Laubfärbung und den Ansprüchen an den jeweiligen Standort ab, die teilweise an Gestalt und Färbung der Blütenstände abgelesen werden können.
    • Viele Ziergräser fühlen sich an offenen, sonnigen Stellen im Garten wohl. Sie sind ein beliebter Schmuck für Staudenbeete und dienen als effektvoller Hintergrund für Pflanzen mit auffallenden Blüten.
    • Die eine oder andere großwüchsige Art kann man auch als Blickfang mitten in den Rasen oder auf eine Fläche mit einförmgen Bewuchs pflanzen.
    Weitere beliebte Gräser stellen wir Ihnen in folgenden Beiträgen vor:
    Tipp zum Schluss: Einjährige Gräser kann man einer sonnigen Stelle als Lückenfüller zwischen Stauden oder Büsche pflanzen.