Dracaena draco, fragrans, sanderiana (Drachenbaum) - Pflege

dracaena-hoch-hg-flDie Dracaena draco ist wohl der bekannteste aller Drachenbäume. Das baumartige Gewächs ist auf den Kanarischen Inseln zu Hause, doch seinen Weg fand er bereits vor unzähligen Jahren auch in unsere heimischen Wohnzimmer. Seine schwertförmigen Blätter sind kräftig und scharfkantig. Dracaena draco liebt es sehr hell. Im Sommer kann der Drachenbaum gerne in den Garten, oder auf die Terrasse.

Hier darf er auch ruhig in voller Sonne stehen. Selbstverständlich ist auch eine reine Zimmerkultur möglich, hier sollte man direkte

Sonne jedoch vermeiden. Ein heller Standort wird jedoch bevorzugt. Die Temperaturen sollten kühl, bis mäßig warm sein, im Winter sind Temperaturen bei 10 °C ideal, vor allem, wenn die Pflanze im Sommer draußen stand. Der Wasserbedarf von Dracaena draco ist nicht sehr hoch. Nur mäßig gießen, im Winter weniger. Der Nährstoffbedarf ist jedoch relativ hoch. Im Sommer sind Düngergaben mit einer 0,2%-iger Lösung im wöchentlichen Abstand optimal. Die Vermehrung kann über Samen erfolgen, die Anzucht gestaltet sich problemlos. Auch eine Stecklingsvermehrung klappt bei dieser Pflanze leicht. Bei zu groß gewordenen Pflanzen kann man den Stamm kürzen. Das Stammstück, das an der Pflanze verbleibt, treibt schon nach kurzer Zeit wieder aus. Das abgeschnittene Stammstück der Dracaena Draco kann einfach in einen Topf mit Erde gesteckt werden. Um die Bewurzelung zu fördern, sollte eine höhere Bodentemperatur angestrebt werden.

Für das Umtopfen eignet sich das Frühjahr am besten. Als Substrat nimmt man schwere, humose Erde, am besten ein Gemisch aus Kompost, Gartenerde und Torf. Bei guter Pflege ist mit Schädlingen, oder Krankheiten nicht zu rechnen. Allerdings können unter Umständen Raupenbefall unter der Rinde, oder Schildläuse dem Zimmergärtner Ärger bereiten. Die Bekämpfung mit handelsüblichen Schädlingsbekämpfungsmitteln ist jedoch gut möglich und führt auch zum gewünschten Erfolg. Dracaena draco ist eine schnellwüchsige Pflanze, vor allem wenn sie regelmäßig gedüngt wird. Wird ein langsamerer Wuchs gewünscht, sollte man die Düngergaben auf Abstände von 14 Tagen umstellen. In ihrer Heimat, auf den Kanarischen Inseln erreicht die Pflanze mühelos eine Höhe von 20-23 Metern.

Dracaena sanderiana

Die Dracaena sanderiana ist bei den meisten als Glückbambus, oder auch Lucky Bamboo bekannt. Als Glücksbambus wird jedoch nur die grüne Sorte zum Kauf angeboten. Andere Arten, mit gelb-grünen und weiß-grünen Blättern sind beliebte Zimmerpflanzen.

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Afrika, ist also Wärme gewohnt und verlangt auch nach dieser. Als Standort wird ein heller, bis halbschattiger Platz bevorzugt, jedoch ohne pralle Sonne. Die Vermeidung direkter Sonnenstrahlen sorgt dafür, dass die Blattfärbung erfolgt und besonders gut zur Geltung kommt. Bei zuviel Sonne vergrünen die sonst schön gefärbten Blätter. In ihrer Pflege ist die Dracaena sanderiana sehr anspruchslos. Der Wasser- und Nährstoffbedarf hält sich
in Grenzen, kleine Pflegefehler werden von ihr gut weggesteckt. Mäßig aber regelmäßig gießen. Kurze Staunässe, sowie kurze Trockenzeiten werden zwar gut vertragen, sollte jedoch nicht die Regel bilden. Die Temperaturen sollten im Sommer um die 20-25 °C betragen, im Winter darf die Pflanze etwas kühler, bei mindestens 16 °C stehen. Gedüngt wird alle 2-3 Wochen, mit handelsüblichem Grünpflanzendünger, nach Herstellerangabe. Steht die Pflanze im Winter auch bei Zimmertemperatur, so sollte man der Pflanze alle 6 Wochen etwas Dünger geben.

Gegen eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit hat die Dracaena sanderiana nichts einzuwenden. Ein helles Plätzchen im Bad mit Fenster wäre der absolut perfekte Standort.

In anderen Räumen sollte man besonders in der Heizperiode die Luftfeuchtigkeit mit Luftbefeuchter, oder durch tägliches Besprühen erhöht werden. Die Vermehrung erfolgt am besten über Kopfstecklinge, oder Stammstecklinge im Frühjahr. Kopf- und Stammstecklinge werden zu Bewurzelung in einen Topf mit Anzuchterde, oder mit einem durchlässigen Substrat gesteckt. Leicht andrücken und die Erde nur leicht anfeuchten.

Die Bodentemperatur sollte etwa 25 °C betragen. Um gespannte Luft und hohe Luftfeuchtigkeit zu erhalten, sollte man die Töpfe mit Gefriertüte, oder einem Einmachglas abdecken. Ab und zu lüften, damit kein Fäulnis entstehen kann. Umgetopft wird im Frühjahr, in humose, durchlässige Erde. Der PH-Wert sollte bei 6,0 liegen. Bei optimaler Pflege ist bei der Dracaena sanderiana mit Schädlingen und Krankheiten nicht zu rechnen. Bei zu warmer und trockener Kultur können Schildläuse auftreten. Hier die Tierchen einzeln absammeln, oder mit einem Spiritus-Seifen-Gemisch die Blätter tropfnass besprühen. Die Schildläuse fallen ab. Anschließend die Blätter mit einem weichen, feuchten Lappen abwischen.

dracaena-topf-hg-flDracaena fragrans

Die Dracaena fragrans stammt aus dem tropischen West- und Ostafrika und gehört zu den Agavengewächsen. Das Artenreichtum der Dracaena fragrans ist groß. Die Pflanze besitzt ursprünglich dunkelgrüne Blätter, diese Art wird jedoch nicht mehr kultiviert.

Viel besser bekannt sind dagegen Arten mit gelben, oder weißen Blattstreifen, in der Blattmitte, oder an dem Blattrand. Die Pflanze macht sich gut in großen Räumen, oder in einer hellen Ecke eines Wohnraumes. Bei der Kultur werden mehrere Stämme in einen Topf gesteckt, so wirkt die Dracaena fragrans buschiger und kommt auch viel besser zur Geltung. In ihrer Pflege absolut anspruchslos, wenn man von der benötigen Wärme und Luftfeuchtigkeit erstmal absieht. Dracaena fragrans Arten sind nicht nur bei Anfängern beliebte Zimmerpflanzen. Durch die breite Palette an einzelnen Zuchtformen zählen diese wunderbaren Pflanzen auch bei erfahrenen Zimmergärtnern zu den Lieblingen.

Bevorzugt wird ein heller Standort, jedoch ohne direkte Sonne. Nur die grüne Sorte verträgt auch Schatten. Ihr Wasser- und Nährstoffbedarf ist relativ gering. Mäßig, aber regelmäßig gießen. Staunässe sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Kurze Trockenphasen werden jedoch gut vertragen, ohne, dass die Pflanze den Pflegefehler übel nehmen würde.

Gedüngt wird in der Wachstumsphase 14-tägig mit 0,2%-iger Düngerlösung. Im Winter alle 6 Wochen schwach düngen, jedoch nur, wenn die Pflanze auch im Winter bei Zimmertemperatur kultiviert wird. Steht sie im Winter jedoch bei kühleren Temperaturen um 16 °C, so kann man auf eine Düngung verzichtet werden. Die Vermehrung erfolgt, wie auch bei anderen Dracaena Arten am besten durch Kopf- und Stammstecklinge. Hierbei ist wichtig, dass der Bodentemperatur während der Bewurzelungszeit bei 20-25 °C liegt. Mit einer über den Topf gestülpten Gefriertüte sorgt man für gespannte Luft (Gewächshausatmosphäre). Ab und an lüften nicht vergessen, sonst droht Fäulnisgefahr. Bei guter Pflege ist die Pflanze gesund und robust. Allerdings neigt die Dracaena fragrans zum Befall durch Schildläuse und Wicklerraupe unter der Rinde.