Ficus Rubiginosa - Pflege und Vermehren

gummibaum-outdoor-300-flDer Ficus Rubiginosa (Ficus australis) zählt zu den Maulbeerbaumgewächsen und ist in Australien beheimatet. Er fällt dem Betrachter vor allem durch seine eher flachwachsenden Äste auf, an denen je nach Sorte rostfarbig-braune Blätter wachsen und er deshalb auch Rostfeige genannt wird. Er kann aber auch gelblich-weiße Blätter besitzen, wie sie bei der Sorte „Variegata“ zu sehen sind.

Er hat jedoch keinerlei Ähnlichkeit mit dem bei uns sehr bekannten Ficus benjamini, der in vielen Wohnzimmern und Büros zu finden

ist. Der Ficus Rubiginosa ist eher eine Kübelpflanze für die Terrasse oder sollte einen Standort im Garten bekommen. Der Ficus kann eine Höhe bis zu 12 Meter erreichen. Sein maximales Alter wird mit bis zu 50 Jahren angegeben.
  • ovale Blätter
  • dunkelgrüne Farbe oder
  • hellgrün mit weiß/gelben Rändern
  • 6-15 cm Länge
  • Unterseite auch rostfarben
Herkunft des Ficus Rubiginosa

Wie an der lateinischen Bezeichnung des Ficus Rubiginosa zu erkennen, ist die Heimat der Pflanze Australien. Dort wächst er an der östlichen Küste von Queensland bis fast bis an die Südküste von New South Wales. Das könnte darauf schließen lassen, dass die Pflanze nicht viele und keine besonderen Ansprüche an ihre Umgebung stellt. Außerdem könnte es sein, dass der Ficus Rubiginosa es auch nicht sofort übel nimmt, wenn er einmal kein Wasser bekommt. Aber sie wächst in ihrer Heimat am Rande von Regenwäldern und damit überhaupt nicht in trockenen Regionen. Auch auf felsigen Untergründen kann er gut gedeihen.

Als besonderes Merkmal werden die Luftwurzeln bezeichnet, die die Pflanze in feucht-tropischen Gebieten an den unteren Ästen ausbildet. Da diese Luftwurzeln vom Banyan Baum bekannt sind, wird der Ficus Rubiginosa auch als Banyan bezeichnet.

Standort für den Ficus Rubiginosa

Trotz seiner australischen Wurzeln mag dieser Ficus keine pralle Sonne. Wenn er im Kübel auf der Terrasse steht – was durchaus sinnvoll ist – sollte er nicht unbedingt ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein. Ein halbschattiges Plätzchen oder ein Sonnensegel für gedämpfte Sonnenbestrahlung ist ihm jedoch sehr angenehm. Tipp: Die idealen Temperaturen betragen zwischen 16 °C und 22 °C im Sommer.
  • Der Ficus hat sich als besonders robuste Pflanze herausgestellt, die in vielen Regionen wachsen und gedeihen kann.
  • Er wird wegen seiner Früchte vor allem von Vögeln geliebt, die die kleinen Beeren - auch Feigen genannt - gerne fressen.
  • Wenn diese kleinen Früchte reif sind, haben sie eine gelbe bis rote Farbe, das ist größtenteils im Sommer der Fall.
  • Bei den Früchten handelt es sich nicht um eine Frucht im eigentlichen Sinne, sondern um umgekehrte Blütenstände, ...
... das heißt, an der inneren Seite der Frucht befinden sich kleine Blütenstände, mit männlichem und weiblichem Anteil auf derselben Blütenfrucht. Die Feigenwespe sorgt für die Bestäubung der Pflanze. Diese Wespe lebt in Symbiose mit der Frucht, als wäre sie das geschlechtliche Gegenstück. Derart befruchtet schlüpft die weibliche Wespe durch ein kleines Loch in der Krone der Fruchtblüte
und legt dort ihre Eier ab. Danach verstirbt das Tier beim Schlüpfen der Nachkommen

In Australien wird Ficus Rubiginosa als großer Zierbaum angepflanzt. Besonders in den Regionen von Ost-Australien, Neuseeland, Hawaii und Kalifornien werden die Pflanzen als Schattenspender in Parks und Gärten eingesetzt.

Pflege

und Rückschnitt des Ficus Rubiginosa


Entsprechend seiner natürlichen Herkunft sollte der Ficus Rubiginosa in einem Kübel mit guter durchlässiger Erde gepflanzt werden. Diese sollte die Feuchtigkeit optimal speichern können und idealerweise neutral sein. Dazu eignet sich ein Gemisch aus Sand und Lehm oder Kreide und Lehm.
 
Tipp: Ein Untersetzer mit Kieselsteinen sorgt durch Wasserfüllung für gute Luftfeuchtigkeit.

Er darf einen Platz in der vollen Sonne bekommen, sollte jedoch keine pralle Mittagssonne ungeschützt abbekommen. Besser ist ein Platz im Halbschatten. Ab und zu eine Gabe von Stickstoffdünger kann ein einschlafendes Wachstum wieder anregen. Wenn er in unseren Breiten überwintert wird, sollte die Temperatur nicht unter 13° abfallen. Wichtig ist eine konstante Temperatur, wie sie in einem Wintergarten mit Beheizung oder in einem hellen Treppenhaus möglich ist. Hier sollte aber besonders darauf geachtet werden, dass der Baum nicht in der Zugluft steht. Außerdem mag er nicht unmittelbar neben einem Heizkörper oder einem Ofen stehen.

Der Ficus Rubiginosa ist nicht besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Wenn er in einem Wintergarten, einem Gewächshaus oder einem Glashaus steht, kann er jedoch durch Spinnmilben oder Schildläuse befallen werden. In diesem Fall sind wahrscheinlich auch die Nachbarpflanzen erkrankt und somit eher ein grundsätzliches Problem.

Dieser Ficus wächst besonders gerne buschig, wird aber sehr häufig auch auf einem Hochstamm gezogen. In beiden Fällen wird der Besitzer in die Versuchung kommen, ihn zu schneiden. Wird er regelmäßig zurückgeschnitten, kann sich ein kompakter Wuchs entwickeln. Weil er durch den Rückschnitt in Form gehalten werden kann, gibt es sogar eine Bonsai-Variante des Ficus Rubiginosa. Dieses ist jedoch für einen Kenner der Bonsai Kultur geeignet, da der Rückschnitt nicht das alleinige Mittel für den Miniaturbaum ist, auch die Beschneidung der Wurzeln ist wichtig.

Wissenswertes zum Ficus Rubiginosa in Kürze
  • Ficus Rubiginosa, auch Rostfeige genannt, ist eine genügsame Pflanze. Bei guter Pflege erreicht sie die Größe eines kleinen Baumes. Man sollte sie deshalb als Kübelpflanze halten.
  • Der Standort sollte hell bis halbschattig sein. Die bunten Sorten stehen gern sehr hell, aber nicht voll in der Sonne.
  • Ideale Temperaturen liegen zwischen 16 und 22 ºC im Sommer und um die 15 C im Winter. Unter 12 ºC sollten die Temperaturen allerdings nicht fallen.
  • Man kann den Ficus Rubiginosa auch im Kübel auf die Terrasse stellen. Allerdings mögen die Pflanzen die pralle Mittagssonne nicht.
  • Im Freien entwickeln sie sich aber besonders gut und sind dann meist auch nicht so anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
  • Gegossen wird regelmäßig aber nicht viel. Das Pflanzsubstart soll nur mäßig feucht sein. Man muss darauf achten, dass kein Wasser im Untersetzer verbleibt. Das fördert Pilzkrankheiten.
  • Nasse Füße vermeidet man, indem man vor dem nächsten Gießen wartet, bis die Erde 2 Tage gut trocken ist.
  • Gedüngt wird alle 14 Tage mit einem 0,2%-igen Dünger. Er sollte reich an Stickstoff und Kalium sein, um das Wachstum der neuen Triebe zu fördern.
  • Als Pflanzsubstrat eignet sich eine mittelschwere humose Erde, z.B. Kompost- oder Gartenerde, die zu gleichen Teilen mit Torf gemischt wird.
  • Auch kann der Mischung etwas Lehm zugesetzt werden. Wer derartige Möglichkeiten nicht hat, kann auch Einheitserde verwenden.
  • Eine Drainageschicht ist bei allen Ficusarten empfehlenswert.
  • Die Vermehrung der Rostfeige erfolgt durch Aussaat oder Stecklinge.
  • Ficus Rubiginosa ist anfällig für Spinnmilben. Dem kann man vorbeugen, indem man im Frühjahr oder Spätwinter, wenn die Temperaturen zu steigen beginnen, eine Behandlung mit einem Breitbandinsektizid vornimmt..