Bogenhanf (Sansevieria) - Pflege

bogenhanf-gelb-hoch-hg-flDer Bogenhanf galt bis etwa in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts als beliebte und robuste Zimmerpflanze. Danach wurde es still um ihn. Andere, farbenprächtigere und formenreichere Arten wie Hibiskus und Orchideen rückten in das Interesse der Pflanzenfreunde und ließen den auf den ersten Blick eher langweilig wirkenden Bogenhanf in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren erlebt er jedoch ein wahres Revival. Vielleicht liegt es an der schlichten Eleganz einiger Sorten, die sehr gut mit dem aktuellen Einrichtungsstil harmoniert, möglicherweise aber auch an seiner

Anspruchslosigkeit, die für beeindruckende Gewächse bei nur unwesentlichem Pflegeaufwand sorgt.

Resümee zur Pflege des Bogenhanfs
  • Sonniger, warmer Standort, Temperaturen von 15 – 25°C
  • Wasserdurchlässige Topferde, sparsam gießen
  • Monatliche Nährstoffgaben ausreichend
  • Kaum anfällig für Schädlinge
Wissenswertes über den Bogenhanf

Der Bogenhanf gehört zu den Sukkulenten und ist eine immergrüne Pflanze. Er stammt aus den trockenen Savannen Afrikas. Auch bei uns fühlt er sich bei Wärme und Sonnenlicht am wohlsten. Er hat keine Wurzeln im eigentlichen Sinne, die Blätter wachsen aus Rhizomen. Bogenhanf ist nicht besonders blühfreudig, nur selten erscheinen bei älteren Pflanzen die unscheinbaren, weißlich-grünen Blütchen, die jedoch stark duften.

Einige der zahlreichen Vertreter des bei uns als Zimmerpflanze gehaltenen Bogenhanfs wachsen als niedrigbleibende Rosetten (z. B. Sansevieria trifasciata "hahnii"), andere bilden hohe, lanzenähnliche Blätter aus (z. B. Sansevieria trifasciata "Laurentii"). Fast alle Varietäten weisen mehr oder weniger auffällige, helle Marmorierungen auf. Die Blätter der bei uns beliebtesten Sorte, S. trifasciata "Laurentii", die bis über einen Meter hoch werden können, sind zudem auffällig gelb gerändert.

Pflege des Bogenhanfs

Hinsichtlich der Wasserversorgung ist der Bogenhanf äußerst genügsam. Er sollte eher zu trocken als zu feucht gehalten werden, da er gegenüber vorübergehendem Wassermangel wesentlich toleranter ist als gegenüber Feuchtigkeit, die sehr häufig zu Fäulnis und zum Absterben der Pflanze führt. Der Bogenhanf sollte deshalb zwar regelmäßig, aber nur äußerst sparsam gegossen werden. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Daher ist ein eher wasserdurchlässiges Substrat für den Bogenhanf
besser geeignet als normale Blumenerde. Wenn diese jedoch mit Sand oder Styroporflocken vermischt wird, kann sie für die Kultivierung von Bogenhanf verwendet werden. Zur Pflanzung hochwachsender Sorten sollten unbedingt ausreichend große Tongefäße verwendet werden. Diese sind schwerer als Plastiktöpfe und bieten den im Laufe der Jahre oftmals kopflastig werdenden Pflanzen einen besseren Halt. Umgetopft wird nur dann, wenn der alte Topf zu klein geworden ist. Da der Bogenhanf nur langsam wächst, ist dies auch nur im Abstand von einigen Jahren erforderlich. Das Frühjahr ist dann hierfür die beste Zeit.

bogenhanf-art-hg-flDie Pflanze sollte so sonnig und so warm wie möglich stehen, damit ihr ohnehin zögerliches Wachstum nicht stockt. Fehlt Licht, so werden die Marmorierungen der Blätter nur schwach sichtbar ausgebildet. Falls sie jedoch mit einem dunkleren Standort vorlieb nehmen muss, so geht sie daran nicht ein. Trockene Heizungsluft, die viele Zimmerpflanzen nicht tolerieren, verträgt sie gut. Bei reichlich Wärme bis zu 25°C fühlt sie sich am wohlsten. Empfindlich ist sie gegenüber Kälte, sie darf nie bei Temperaturen unter 15°C stehen.

Da Bogenhanf nur langsam wächst, sind monatliche Düngergaben ausreichend. Kakteendünger ist für Bogenhanf

gut geeignet. Alternativ kann ein verdünnter Zimmerpflanzendünger gegeben werden.

Krankheiten und Schädlinge

Abgesehen von der bei Nässe auftretenden Wurzelfäulnis ist der Bogenhanf gegenüber den üblicherweise auftretenden Zimmerpflanzenschädlingen nicht anfällig. Er kann jedoch mitunter vom Dickmaulrüßler befallen werden. Der dunkelbraune, bis zu 1 cm große, nachtaktive Käfer frisst halbmondförmige Einbuchtungen in die Blattränder. Er kann in der Dämmerung unter Zuhilfenahme einer Taschenlampe abgesammelt werden. Nun sollte die Topferde auf die weißlich-gelben, gekrümmten Käferlarven kontrolliert werden, die das Rhizom anfressen. Bei Befall müssen die Larven von den Rhizomen abgesammelt und die Pflanze in neue Erde gestzt werden.

Wissenswertes
  • Höhe 15 - 90 cm
  • Breite 15 - 23 cm
  • Temperatur 16 - 27 °C
  • Helligkeit mit direkter Sonne
  • Sukkulente
Charakteristisch für den Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) sind die steifen, schwertförmig nach oben strebenden Blätter, die mit anderen Zimmerpflanzen reizvoll kontrastieren. Er ist eine ausgesprochene Blattzierpflanze, denn die weißen bis grünlichen, duftenden Blüten werden in Kultur nur bei guter Pflege ausgebildet. Ein Kennzeichen aller Sorten ist die äußerst dekorative Zeichnung der Blätter. Sie können quer gebändert, marmoriert, gestreift oder in Kontrastfarben gesäumt sein. Typisch ist auch die schmal zulaufende Spitze.

Bogenhanf liebt Helligkeit mit direkter Sonne und Temperaturen von 16 - 27 °C. Gießen Sie in der Wachstumszeit mäßig, wenn der Ballen oben trocken ist, und düngen Sie monatlich mit halber Dosierung. Rosettenbildende Sorten werden von unten gegossen. Gießen Sie in der Ruhezeit etwa ein- bis zweimal pro Monat, wenn der Ballen zur Hälfte trocken ist. Warten Sie mit dem Umtopfen bis zur völligen Durchwurzelung des Topfes.