Browallie - Pflege der Browallia Pflanze

Browallia gehört zur Pflanzengattung der Nachtschattengewächse und ist im tropischen Südamerika beheimatet. Wie viele Nachtschattengewächse ist auch sie für Mensch und Tier giftig. Die meisten Arten der Browallie sind einjährige Kräuter. Nur Browallia speciosa zählt zu den Halbsträuchern und wird als mehrtriebige und buschige Topfpflanze kultiviert. Ihre kleinen blauen, violetten oder weißen Blüten erscheinen oft ganzjährig mit einem reichen Flor, der sich an kühlen Standorten bedeutend länger hält. Die Browallie ist jedoch eine kurzlebige Pflanze, da sie schnell vergreist. Wenn beim Kauf darauf geachtet wird, dass die Knospen gerade erst am Öffnen sind, hat man

länger Freude an der Pflanze. Andere Arten der Browallie verwendet man meist als Gartenblumen.

Herkunft, Bezeichnung und Arten

Alle Arten der Browallie stammen aus Südamerika, vor allem aus Kolumbien und Peru. Regional ist die Pflanze bei uns auch unter dem Namen Blauglöckchen und Veilchenbusch bekannt. Die bekanntesten Arten sind:
  • Browallia speciosa
  • Browallia grandiflora
  • Browallia viscosa
Während B. grandiflora und B. viscosa einjährige Arten sind und im Sommer gerne als Beetpflanzen im Garten gesetzt werden, ist B. speciosa eine mehrjährige Browallie, die als Topfpflanze sehr beliebt ist. Ihre zarten dunkelblauen oder violetten Blüten haben ein weißes Auge und können ganzjährig erscheinen. Im Handel sind auch Pflanzen mit weißen Blüten und einem gelben Auge. Die bei uns angebotenen Pflanzen haben ihre Hauptblütezeit jedoch von Mai bis September. Die B. speciosa hat längliche, dunkelgrüne Blätter und kann eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern erreichen. Die im Handel erhältlichen Browallia sind meist mit Hemmstoffen behandelt, damit sie schön kompakt bleiben. Sind die Hemmstoffe abgebaut, wächst die Pflanze sperriger. Dann hilft nur kräftiges Zurückschneiden oder die Anzucht einer neuen Pflanze.

Standort

Die Browallie liebt einen hellen und luftigen Standort bei Zimmertemperatur. Den Sommer über gedeiht sie auch gut auf Terrasse und Balkon an einem windgeschützten Platz. Pralle Sonne ist sowohl im Zimmer als auch im Freien zu vermeiden. Steht die Pflanze etwas kühler, verlängert sich dadurch die Blühdauer. Will man die Browallie überwintern, braucht sie einen kühlen Platz mit etwa 10-15 Grad. In dieser Ruhezeit wird die Pflanze nur wenig gegossen. Oft lohnt sich eine Überwinterung jedoch nicht, dann
sollte man rechtzeitig für Nachwuchs sorgen.

Pflege

Die Pflanzen sind sehr pflegeleicht. Sie lieben eine lockere und nährstoffreiche Erde. Gut geeignet sind Fertigsubstrate. Während der Vegetationsperiode sollte man die Browallie mäßig, aber regelmäßig gießen, sodass die Erde stets leicht feucht ist. Staunässe und Wasser im Untertopf sind zu vermeiden, ebenso aber ein Austrocknen. Gedüngt wird in dieser Zeit alle 8-14 Tage mit einem der üblichen Blumendünger. Werden die welken Blüten entfernt, bilden sich ständig neue Knospen. Lässt man die welken Blüten dagegen stehen, entwickeln sich die Samenfrüchte. Dies sollte jedoch vermieden werden, da sie der Pflanze unnötig Wuchskraft nehmen. Im Frühjahr wird die überwinterte Browallia umgetopft und dabei zu lange Triebe zurückgeschnitten, damit die Pflanze in Form bleibt und nicht zu sperrig wird. Regelmäßiges Entspitzen während der Wachstumsperiode regt die Verzweigung an und hält die Pflanze buschig.

Vermehrung

Im Frühsommer können von der Pflanze Stecklinge geschnitten und in frische Erde eingepflanzt werden. Am besten bewurzeln die Stecklinge unter Folie, dazu einfach eine gelochte Plastiktüte über den Topf stülpen. Neue Pflanzen kann man auch

das ganze Jahr durch Aussäen heranziehen. Der Samen darf nicht bedeckt werden, da die Browallie ein Lichtkeimer ist. Die Erde feucht halten, auch bei dieser Art Anzucht leistet eine Plastiktüte gute Dienste. Sind die Pflänzchen etwa zwei Zentimeter groß, wird die Plastiktüte entfernt. Weiter mäßig feucht halten und bei einer Größe von etwa acht Zentimetern in Töpfe vereinzeln. Die Jungpflanzen müssen während des Wachstums mehrmals gestutzt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Bei trockener Luft können an Browallia Weiße Fliegen, Spinnmilben und Blattläuse auftreten. Gegen die Weiße Fliege helfen gelbe Leimtafeln, Blattläuse und Spinnmilben können mit den üblichen Mitteln bekämpft werden. Stehen die Pflanzen zu feucht oder in Arrangements zu dicht, bekommen sie oft Schimmelpilze. Dann müssen alle befallenen Pflanzenteile abgeschnitten und die restlichen Teile mit einem Pilzbekämpfungsmittel behandelt werden.

Fazit
  • Die Browallie ist eine kurzlebige, aber dankbare und reich blühende Blütenpflanze
  • Sie ist sehr pflegeleicht
  • Sie gedeiht das ganze Jahr über im Zimmer und kann im Sommer geschützt im Freien stehen, jedoch nicht in der prallen Sonne
  • Staunässe und Austrocknen der Erde sollten vermieden werden
  • Sie sollte regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit sie nicht zu sperrig wird
  • Sie kann durch Stecklinge oder Samen leicht vermehrt werden
  • Vorsicht, bei trockener Luft treten an Browallia gerne Schädlinge auf