Giftige Zimmerpflanzen - Übersicht

AlpenveilchenZimmerpflanzen sind dekorativ, verbessern das Raumklima und geben einem Zimmer oft erst das richtige Flair. Doch nicht alle Pflanzen, die schön aussehen sind auch für jeden Standort geeignet. Gerade wenn Kinder oder Haustiere die Räume mit den Pflanzen teilen, sollte darauf geachtet werden, welche Zimmerpflanzen man aussucht. Gerade die schönsten Pflanzen sind häufig die giftigsten und gefährden somit die Gesundheit von Mensch und Tier. Schon das Verschlucken kleinster Pflanzenmengen kann zu Magenverstimmungen, Übelkeit und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Nicht immer ist man zur Stelle,

wenn die Katze oder der Wellensittich an den Zimmerpflanzen knabbern. Nicht immer kann eine Mutter die Augen bei ihrem Kleinkind haben, wenn es neugierig ein Blatt pflückt und probiert, wie es schmeckt. Vorsicht und das Wissen um giftige Zimmerpflanzen sind hier eine wichtige Voraussetzung um Gefahren zu erkennen und bestenfalls zu vermeiden.

Überblick über die gängigsten giftigen Zimmerpflanzen:
  • Alpenveilchen - mit hübschen weißen, roten oder rosa Blüten, werden gern in der Winterzeit verkauft, da sie hier blühen
  • Birkenfeige - großer, bis zu 1,5 Meter großer Baum mit grünen oder weiß-grünen Blättern
  • Drachenbaum - dekorative Palmenart
  • Einblatt - dunkelgrüne Blätter mit weißen Blüten, die angepriesen werden, besonders gut das Klima zu verbessern
  • Elefantenfuß - dicker Stamm mit Elefantenfuß ähnlichem Wurzelballen
  • Verschiedene Gummibaum-Arten - glänzend grüne Blätter, sehr groß 
  • Korallenbäumchen - hübsche orange, kugelrunde Früchte in grünem Laub
  • Passionsblumen - Rankpflanze mit stark riechende wunderschöne Blüten
  • Stechpalme - Dekorative Pflanze mit Stacheln
  • Usambaraveilchen - weiche, behaarte Blätter und weiße, lila oder rosa Blüten
  • Weihnachtsstern - grüne Pflanze mit roten Blättern die an einen Stern erinnern, werden besonders gern zu Weihnachten verschenkt
  • Yuccapalme - Hübsche und sehr verbreitete Palmenart mit dicken dekorativen Stamm und verzweigen Palmenkronen
Beschwerden beim Genuss giftiger Zimmerpflanzen

Bei manchen giftigen Zimmerpflanzen genügt schon der Kontakt zum Pflanzensaft um Hautreizungen hervorzurufen. Rötungen, Juckreiz und Quaddelbildung können die Folge sein.

Beim Verschlucken kommt es häufig zu:
  • Schluckbeschwerden
  • Schwellung der Mund- und Rachenschleimhäute
  • Atemnot
  • Übelkeit
  • Magen- und
    Darmbeschwerden
  • Koliken
  • Schwindelgefühle
  • Ohnmacht
  • Atemstillstand
  • Und im schlimmsten Fall zum Tod
WeihnachtssternWie verhindert man, dass giftige Zimmerpflanzen zu einer Gefahr werden?

Um Kleinkinder nicht zu gefährden, sollten diese Pflanzen außer Reichweite gestellt werden. Entweder in ein Zimmer, zu dem das Kind keinen Zugang hat oder auf einen erhöhten Standort. Hierbei ist zu bedenken, dass das Kind auch keinen Kontakt zu heruntergefallenen Blätter haben sollte. Eine Möglichkeit Kinder bei einer großen Pflanze auf Abstand zu halten, ist das Aufstellen eines Laufgitters um die Pflanze herum. Denn wenn eine Zimmerpflanze giftig ist, so ist oft jedes Teil dieser Pflanze giftig, vom Blatt über die Blüte, den Stamm, die Wurzel, sogar bis zur Erde, die sich im Blumentopf dieser Pflanze befindet. 

Leider lassen sich Haustiere nicht so einfach von giftigen Zimmerpflanzen fern halten. Eine Katze springt über das Gitter oder schlüpft schnell in den verbotenen Raum. Der Wellensittich fliegt zu der Blumenampel hinauf, die eigentlich außer Reichweite gewähnt war und ein Nagetier schlägt schnell mal bei einem heruntergefallenen Blatt zu und verstaut es schnell, ohne dass der Besitzer es bemerkt, in der Backentasche. Deshalb ist gerade auch bei Haustieren große Vorsicht geboten. Im besten Fall verzichtet man hier auf giftige Pflanzen, um die Gefahr

im Vorhinein auszuschalten.
Keine noch so schöne Pflanze ist es wert, die Gesundheit von Mensch und Tier aufs Spiel zu setzten.

Was tut man, wenn es doch passiert ist?

Aller Vorsicht zum Trotz, kann es trotzdem passieren, dass ein Pflanzenteil verschluckt wird. Nun ist keine Panik angebracht, sondern der Weg sollte schnellstens zu einem Arzt erfolgen. Am besten nimmt man die Zimmerpflanzen oder Teile davon mit, damit der behandelnde Arzt weiß, worum es sich handelt und welche Behandlungen er einleiten muss.

Keinesfalls sollte man selbst zu experimentieren anfangen. Erbrechen herbeiführen oder Milch trinken sind alte Hausmittel, die man KEINESFALLS erproben sollte, da sie die Schleimhäute reizen und die Gefahr der Giftaufnahme erhöhen.

Besser ist es Ruhe zu bewahren und einen Arzt aufzusuchen oder eventuell eine Ambulanz zu rufen. Auch bei Hautieren sollte der erste Gang zum Tierarzt sein. Oft sind die Symptome schlimmer als es wirklich ist, doch Vorsicht ist auf jeden Fall zu wahren.

Was gibt es für Alternativen?

Hübsche Pflanzen für's Zimmer müssen nicht giftig sein. Es gibt eine Vielzahl an Topfpflanzen, die schön sind, das Raumklima verbessern und trotzdem Mensch und Tier nicht gefährden. Hier wären die passenden Arten unter anderem:

  • Grünlilie
  • Buntnessel
  • Dattelpalme
  • Aloe Vera
  • Schwertfarn
  • Farne in unterschiedlichen Arten
  • Gräser
GrünlilieAdressen:

Giftnotruf Berlin   030-19240
Berlin   030-45053555
Berlin   030-45053565
Bonn   0228-19240
Erfurt   0361-730730
Erfurt   0361-7307311
Freiburg   0761-19240
Freiburg   0761-2704361
Göttingen   0551-19240
Homburg / Saar   06841-19240
Mainz   06131-19240
München   089-19240
Nürnberg   0911-3982451

Im Internet findet man unzählige Seiten, auf denen die giftigen Zimmerpflanzen aufgelistet sind. Da wird man sicher die eine oder andere Überraschung erleben.