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Medinilla magnifica - Pflege, Schneiden, Vermehrung, verliert Blätter

Medinilla magnifica, auch Schwarzmundgewächs genannt, ist eine tropische Pflanze, die besonders durch ihre wunderschönen Blüten auffällt. An den rosafarbenen Blütenständen sitzen bis zu hundert Einzelblüten. Es handelt sich um eine besonders prächtige ...



Medinilla und eine der wenigen, die als Zimmerpflanze kultiviert werden kann.

Pflege:

Erde:

Die Medinilla magnifica mag lockere Erde, die reich an Humus sein sollte. Am besten reichert man sie mit Grobteilen an, etwa mit Fasertorf.

Standort und Temperaturen:

Die Pflanze benötigt einen hellen Standort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Nur die Wintersonne macht ihr nichts aus. Temperaturen zwischen 16 und 25 Grad Celsius sind ideal. Nachdem sie geblüht hat, stellt man die Medinilla kühler, ca. bei 16 bis 18 Grad Celsius. So können sich neue Blütenknospen bilden. Sobald sich diese zeigen, wird wieder ein wärmerer Platz benötigt. Man bewegt und dreht den Topf dann nicht mehr.

Gießen und Düngen:

Wichtig für die Medinilla ist, dass sie mit  enthärtetem Wasser (Regenwasser) in Zimmertemperatur gegossen wird. Man gießt nur mäßig. Trockenheit verzeiht die Pflanze wesentlich besser als Nässe. Im Sommer, bei großer Hitze, ...



kann man den Wurzelballen tauchen, das ist günstig. Überflüssiges Wasser muss anschließend abfließen können. Zu viel Nässe führt zu Wurzelfäule und Schädlingsbefall (Schild- und Wollläuse). Im Winter, während der Ruhephase, wird nur sehr wenig gegossen.

Medinillas mögen es, wenn man sie immer einmal einsprüht. Als tropische Pflanze liebt sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Gedüngt wird von April bis August einmal pro Woche mit normalem Pflanzendünger. Nach der Blüte kann man 14tägig düngen, da in dieser Zeit die neuen Triebe ausgebildet werden.

Umtopfen:

Etwa alle zwei Jahre topft man die Medinilla um. Keinesfalls tut man dies während der Blüte, ansonsten ist der Zeitpunkt gleich.

Schneiden

Nach der Blühphase werden die welken Blätter am Ansatz abgeschnitten. So wird die Pflanze zum Wachsen angeregt. Günstig ist, gleich beim Umtopfen einzelne verkahlte Triebe bis zum Blattknoten zurück zu schneiden. Zu groß gewordene und alte Pflanzen können bis ins alte Holz hinein geschnitten werden. Auch kann man beim Umtopfen den Wurzelballen verkleinern.

Vermehrung

Medinilla kann man durch Kopfstecklinge und durch Abmoosen vermehren. Stecklinge werden am Jahresanfang, im Januar oder Februar geschnitten. Man setzt sie unter Zugabe von Bewurzlungspräparaten  in ein Vermehrungsbeet. Sie benötigen sehr viel Wärme, mindestens 30 bis 35 Grad Celsius und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Nur so haben sie eine Chance zur Wurzelbildung.

Beim Abmoosen wird ein Trieb der Pflanze teilweise quer durchgeschnitten. Er verbleibt an der Pflanze. Den Spalt hält man mittels einem Keil offen. Die Schnittfläche bestäubt man mit Bewurzlungspulver. Dann packt man sie in ein saugfähiges Material wie Torfmoos oder Zellstoff und hält das Ganze mehrere Wochen gleichmäßig leicht feucht. Wenn sich die Wurzeln entwickelt haben, kann man den Trieb vollständig abtrennen und einpflanzen.

Blattabfall

Zu braunen Blättern, die dann bald abfallen, kommt es oft, wenn die Pflanze mit zu kalkhaltigem und zu kaltem Wasser gegossen wird oder wenn sie zu viel Sonne abbekommt. Auch zu viel Wasser führt zu Blattabfall. Manchmal ist auch die zu niedrige Luftfeuchtigkeit Schuld. Allerdings sind Medinillas als ziemliche Zicken bekannt, die häufig schwer zu kultivieren sind, obwohl sich alles so einfach anhört.



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