Mimose (Mimosa pudica) - Pflanze, Pflegeanleitung, Pflege

mimose flMimosen erkennt man daran, dass sie auf Berührung reagieren. Es sind die Pflanzen, welche die Blätter bei Berührung einklappen. Sekundenschnell reagiert die Pflanze auf Berührung, Erschütterung, schnelle Abkühlung oder schnelle Erwärmung. Nach kurzer Zeit öffnen sich die Blätter und strecken sich die Zweige wieder. In der Nacht ziehen sich die Blätter auch zusammen. Die Mimose blüht rosa. Die Blüten sind klein und erscheinen von Juli bis Oktober. Danach bilden sich kleine Hülsenfrüchte.

Die Mimose stammt ursprünglich aus Südamerika und gehört zu den Schmetterlingsblütlern.

Inzwischen findet man sie auch in südeuropäischen Ländern. Bei uns wird die Mimose als Zimmerpflanze immer beliebter. Es ist eine interessante Pflanze, die auch nicht zu groß wird. Sie erreicht nur eine Höhe von etwa einem halben Meter. Allerdings ist sie nicht leicht zu pflegen.

Vorsicht!!! Die Mimose ist in allen Teilen gesundheitsschädlich und unverträglich. Man darf nichts von ihr essen. Besondere Vorsicht ist bei Kindern und Haustieren geboten!

Standort

Die Mimose mag einen hellen und vor allem ruhig Standort. Dieser sollte aber, vor allem bei jungen Pflanzen, nicht direkt in der Sonne sein. Was Temperaturen anbelangt ist die Mimose nicht so wählerisch, nur Frost mag sie gar nicht. Ansonsten ist sie mit normalen Zimmertemperaturen durchaus zufrieden. Zugluft ist schädlich für die Pflanzen, ebenso wie ständige Erschütterungen. Diese führen dazu, dass die Blätter und Ästchen zusammenfalten. Das ist anstrengend für die Mimose. Auf Dauer schwächt es die Pflanze.

Pflanzsubstrat

Am besten für Mimosen ist eine lockere Erde auf Kompostbasis. Nachdem man eine Mimose erstanden hat, sollte man sie baldigst umtopfen. Meist ist der Topf zu klein für die Pflanzen. Man erkennt das daran, dass die Wurzeln unten aus dem Topf ragen. Da die Mimose recht schnell wächst, sollte man das später immer mal wieder kontrollieren. Dann ist es Zeit, die Pflanze umzutopfen.

Gießen und Düngen

Das Pflanzsubstrat sollte immer leicht feucht gehalten werden. Zu viel Wasser verträgt die Pflanze nicht. Sie nimmt immer so viel Wasser wie möglich auf und wenn das dauernd geschieht, bringt sie das um. Dem ist sie nicht gewachsen.

Für ein gutes Wachstum ist eine regelmäßige Düngung empfehlenswert. Die Pflanze kommt aber auch ohne aus. Als Dünger eignet sich
Grünpflanzendünger, aber nur in der halben, angegebenen Konzentration verwenden! Jungpflanzen düngt man besser nicht.

Überwintern

Man kann die Mimose im warmen Wohnzimmer überwintern. Achten sollte man auf die Luftfeuchtigkeit. Sie sollte nicht zu niedrig sein, da sich dann oft Spinnmilben ansiedeln.

Schneiden

Über einen Schnitt wird immer dann nachgedacht, wenn die Pflanze zu sperrig geworden ist. Er ist nicht unbedingt empfehlenswert. Junge Pflanzen sollten besser gar nicht geschnitten werden. Bei älteren Exemplaren kann man es versuchen. Ob die Mimose aber wie gewünscht neu austreibt, das ist ungewiss. Manchmal klappt es, oft jedoch nicht. Oft sehen die Pflanzen dann recht verkrüppelt aus. Da es leicht ist, Mimosen aus Samen zu ziehen, ist es oft besser, sich ein neues Pflänzchen heranzuziehen.  Dieses wächst schnell und kann bald die alte Pflanze ersetzen.

Vermehrung

Mimosen kann man leicht aus Samen ziehen. Die ideale Zeit zum aussäen ist im Frühjahr. Am

besten ist, sie vorkeimen zu lassen. Man übergießt sie dazu mit heißem Wasser und lässt sie sich einige Stunden bis einen Tag voll saugen. Sie sollten dabei etwas anschwellen. Bei Samen, bei denen das nicht gleich beim ersten Versuch gelingt, wiederholt man dies. Nun kann man die Samen einpflanzen.

Dazu wird am besten Aussaaterde oder Kokohum genutzt, diese sind keimfrei. Die Samen werden mit einer dünnen Erdschicht bedeckt. Das Gefäß sollte warm und hell stehen. Das Substrat hält man gleichmäßig leicht feucht. Dann sollte die Keimung kein Problem sein. Man muss darauf achten, nicht zu viel zu wässern. Am besten verwendet man eine Sprühflasche.

Man kann die Mimose auch über Stecklinge vermehren. Diese wurzeln im Wasserglas recht schnell.

Krankheiten und Schädlinge

Mimosen werden des Öfteren von Spinnmilben befallen. Man erkennt die hauchdünnen Netze, wenn man die Pflanze vorsichtig mit Wasser besprüht. Als Erste Hilfe sollte man die Blätter mit einem Wasserstrahl abspülen, natürlich ohne sie zu verletzen. Anschließend muss man allerdings noch ein Spritzmittel einsetzen, denn man erwischt beim Abspülen nie alle Tierchen. Zwei Überlebende reichen aus, um eine neue Population ins Leben zu setzen. Am besten geeignet sind systemische Mittel. Diese werden von den Pflanzen aufgenommen. Wenn die Spinnmilben den Pflanzensaft saugen, nehmen sie das Gift auf und verenden. Die Behandlung muss meist wiederholt werden, da man die Eier nicht erwischt. Die nachwachsende Generation muss beseitigt werden, bevor sie dazu kommt, wieder Eier abzulegen. Auch Raubmilben können gegen Spinnmilben eingesetzt werden. Fraglich ist aber, ob sie alle Schädlinge erwischen. Wie erwähnt reichen zwei Überlebende aus, um neu durchzustarten.

Die Gefahr, dass sich Spinnmilben ansiedeln, ist in den Wintermonaten am größten. Dann ist die Luft warm und trocken, ideal für Spinnmilben. Deshalb sollte man die Mimose regelmäßig auf einen Befall kontrollieren.