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Bogenhanf - Pflege, Blüte, Vermehrung

Vielen ist der Bogenhanf besser unter dem Namen Sansevieria bekannt. Vor 30/40 Jahren gab es diese Pflanze in fast jedem Haushalt. Dann wurde sie unmodern. Exoten eroberten die Zimmer. Inzwischen ist der Bogenhanf wieder voll im Kommen. Es gibt viele Arten, etwa 60 und alle sind ...



sehr pflegeleicht. Besonders beliebt sind die Arten mit farbigen Streifen und Rändern. Früher wurden aus ihren stabilen Fasern Bogensehnen für Bogenschützen gemacht, daher auch der Name Bogenhanf.

Sansevierien sind aufrecht wachsende sukkulente Pflanzen. Sie besitzen dicke Rhizome und bilden große Horste. Der Bogenhanf blüht in ährigen, traubigen oder rispigen Blütenständen. Man unterscheidet zwei Gruppen, erstens hoch wachsende Sansevieria mit steifen, aufrechten linear lanzettlich geformten Blättern und zweitens rosettenförmig wachsende Zwergformen.

Standort

Der Bogenhanf ist dafür berühmt, dass er auch mit wenig Licht auskommt. Allerdings wächst er dann kaum. Besser ist ein heller Standort, gern auch mit viel Sonne. Allerdings sollte der Bogenhanf erst langsam an die Sonne gewöhnt werden. Da der Bogenhanf aus den warmen, ...



tropischen Gebieten stammt, mag er es warm. Temperaturen zwischen 18 und 29 ËšC sind für die Pflanze ideal. Unter 12 ËšC sollten die Temperaturen nie sinken, denn dann kann die Pflanze Schaden nehmen. Die Sansevieria kommt mit trockener Heizungsluft gut aus und ist auch so hart im Nehmen. Deshalb steht sie auch in vielen Büros, wo nicht viele Pflanzen gedeihen.

Pflanzsubstrat

Die ideale Pflanzerde für Bogenhanf besteht aus Kompost und einem Drittel Sand. Damit die Pflanze nicht zu feucht steht, empfiehlt sich eine Drainageschicht im Topfboden. Der Pflanztopf sollte nicht zu groß sein. Die Sansevieria gedeiht besser, wenn die Wurzeln etwas eingeengt sind.

Gießen

Der Bogenhanf benötigt nur wenig Wasser. Er ist eine sehr genügsame Pflanze. Auch während der Hauptwachstumsphase gießt man nur spärlich. Die oberste Substratschicht sollte immer erst richtig abtrocknen, bevor man erneut gießt. Die Pflanze kommt mit Trockenheit wesentlich besser zurecht, als mit Nässe.

Bei den rosettenbildenden Sansevierien muss man darauf achten, nicht in die Rosetten zu gießen. Dort darf sich kein Wasser sammeln, denn das führt zu Fäulnis.

Während der lichtarmen Ruheperiode gießt man erst, wenn der Pflanzballen etwa zur Hälfte abgetrocknet ist. Wenn man zu oft oder zu heftig gießt, entsteht Fäulnis am Wurzelhals. Die Folge davon ist, dass die schweren Blätter der hoch gewachsenen Arten einfach umfallen.

Düngen

Gedüngt wird nur selten. Nur in der Hauptwachstumszeit düngt man etwa alle vier Wochen mit einem Flüssigdünger in mittlerer Konzentration.

Vermehrung

Bogenhanf kann durch Teilung großer oder dicht gewachsener Pflanzen vermehrt werden. Man topft die Pflanze aus und teilt den Ballen mit einem scharfen, möglichst desinfizierten Messer. Jeder Pflanzenteil sollte aus einigen Blättern, möglichst in Form einer Blattrosette bestehen. Die Teile können dann wieder eingepflanzt werden. Sind nur wenig Wurzeln vorhanden nutzt man ein Pflanzsubstrat aus Torf und Sand, ansonsten kann normale Pflanzenerde verwendet werden.

Ebenso kann der Bogenhanf  über Blattstecklinge vermehrt werden. Man zerschneidet die Blätter quer  in etwa 5 cm lange Stücke. Eine Seite taucht man in Bewurzlungspulver und steckt diese dann etwa einen Zentimeter tief in ein gut angefeuchtetes Gemisch aus Sand und Torf. Die Wuchsrichtung ist zu beachten, damit die Stücke anwurzeln. Nur mit der unteren Seite in die Erde stecken, sonst tut sich nichts. Nach gewisser Zeit wurzeln die Stücke und an der Basis entstehen neue Vegetationspunkte.  Dort entwickeln sich die neuen Blätter. Der Nachteil der Vermehrung über Blattstecklinge ist, dass es sehr lange dauert, bis sich eine neue Pflanze bildet. Außerdem werden nicht immer die Muster und Farben weitervererbt.

Ganz leicht ist, den Bogenhanf über Seitensprosse, so genannte Kindel zu vermehren. Man trennt sie einfach vorsichtig von der Mutterpflanze ab. Sie können sofort in einen neuen Topf eingepflanzt werden. Fehlen die Wurzeln an dem Seitenspross, pflanzt man ihn in ein Sand-Torf-Gemisch. So bilden sich einfacher Wurzeln. Hat der Spross schon Wurzeln kann man gleich normale Erde, also die Mischung aus 1/3 Sand und 2/3 Kompost verwenden.

Krankheiten und Schädlinge

Der Bogenhanf wird nur selten von Schädlingen befallen. Allerdings ist die Pflanze etwas anfällig für einen Befall mit dem Dickmaulrüssler. Man erkennt den Befall an den recht großen Stücken, die aus den Rändern der Blätter herausgefressen werden.



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