Korallenstrauch, Erythrina crista-galli - Pflege-Anleitung

KorallenstrauchDer Korallenstrauch Erythrina crista-galli stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Zonen Südamerikas und gilt als argentinischer Nationalbaum. In seiner Heimat entwickeln die rot leuchtenden Pflanzen sich über die Jahre zu großen prächtigen Bäumen.

Nach Europa eingeführt wurden sie wahrscheinlich von den Spaniern. In den gemäßigten Zonen Mitteleuropas wird der Korallenstrauch, da er nicht winterhart ist, als Kübelpflanze kultiviert.
 
Eigenschaften des Korallenstrauchs

Der Korallenstrauch bildet einen baumartigen Stamm, der im Laufe der Jahre knorrig wird, und tiefe Furchen in der

Rinde entstehen lässt. Sein Aussehen erinnert an einen Weinstock. Daran treibt er jedes Jahr kräftige lange Triebe mit grünem Laub. An den Enden bilden sich bis zu 40 cm lange Trauben mit leuchtend roten Schmetterlingsblüten, denen die Pflanze auch ihren Namen verdankt.
  • Erythrina crista-galli bedeutet ins Deutsche übertragen "Roter Hahnenkamm".
  • Der auffällige Exot kann im Kübel gut bis zu 1,50 m groß werden ...
  • ... und blüht von Juni bis September. An seinen Ästen bildet er starke Stacheln.
Standort und Überwintern des Korallenstrauchs
  • Der Korallenstrauch mag es gerne sehr sonnig. Allerdings sollte sich die Hitze nicht stauen.
  • Eine sonnige Stelle, an der auch mal ein leichter Luftzug weht, ist ideal.
  • Die Kübelpflanze kann ab Mai, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, auf der Terrasse stehen.
Der Korallenstrauch verträgt zwar leichten Frost bis -5 °C. Ende September oder noch etwas später sollte er trotzdem an einen kühlen und dunklen Ort im Haus übersiedeln. In einem Wintergarten kann er ganzjährig stehen. Nach der Blütezeit verliert der Strauch nach und nach seine Blätter und die Triebe sterben ab. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, den man durch zusätzliches Gießen weder aufhalten kann noch soll. Das bedeutet, dass er im Winter auch kein Licht braucht und durchaus im Keller stehen kann. Dabei darf er aber nicht ganz austrocknen. Die Erde sollte leicht feucht gehalten werden. Bevor der Strauch wieder auf die Terrasse kommt, sollte man ihn ab März oder April an einen hellen Ort in der Wohnung stellen und dadurch zum Vortreiben anregen. Wenn er dann ins Freie kommt, kann er zunächst zur Eingewöhnung ein paar Tage im Schatten stehen, um Verbrennungen an den Blättern zu vermeiden.

Korallenstrauch gießen und düngen

korallenstrauchSobald die Wachstumsphase beginnt, braucht der Korallenstrauch regelmäßig Wasser, am Anfang in mäßiger Menge, mit zunehmendem Wuchs aber umso mehr. An heißen Sommertagen kann es auch notwendig sein ihn morgens und abends mit Wasser zu versorgen.
  • Ab September kann die Wassermenge nach und nach reduziert werden.
  • Im Winterquartier sollte man sehr wenig gießen, aber darauf achten, dass die Erde nicht völlig austrocknet.
  • Ab Mitte April sollte man alle 7-10 Tage eine Portion flüssigen Volldünger zum Gießwasser geben.
  • Alternativ kann der Bedarf an Nährstoffen auch mit Langzeitdünger gedeckt werden.
  • Die erste Gabe erfolgt Anfang April und sollte Anfang Juli noch mal aufgefrischt werden.
Erythrina crista-galli
schneiden


Im Herbst beginnen die Triebe der Erythrina crista-galli ab zu sterben und zu vertrocknen. Das sollte man einfach geschehen lassen. Sobald im Frühjahr neue Triebe aus den schlafenden Augen am Stamm und an den Stammverzweigungen zu wachsen beginnen, sollte man noch vorhandene Alttriebe zurück schneiden. Die

Blüten entstehen an den neuen Trieben. Bis Ende Mai kann man den Strauch noch auslichten, um der Krone eine bestimmte Form zu geben. Danach sollte man ihn wachsen lassen. Wenn man welke Blütenstände zwischendurch regelmäßig entfernt, wird der Strauch angeregt, verstärkt neue Blütenstände zu bilden.

Korallenstrauch umtopfen

Der Korallenstrauch sollte in einem Abstand von zwei bis vier Jahren umgetopft werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist Anfang Mai, wenn der Strauch nach draußen wandert. Beim Umtopfen tut es der Pflanze gut, wenn man die Randwurzeln etwas einkürzt. Das regt die Wurzeln an, sich mehr zu verzweigen, wodurch sie in der neuen Erde besser anwachsen. Man sollte nur Töpfe oder Kübel verwenden, die im Boden ein Loch haben, sodass überschüssiges Wasser gut abfließen kann.

Erde / Substrat
  • Zum Pflanzen der Erythrina crista-galli eignet sich hochwertige Kübelpflanzenerde, die Wasser und Nährstoffe gut speichert.
  • Sie sollte grobkörnige Anteile (Kies, Lavagrus, Perlit u.a.) enthalten, die dafür sorgen, dass die Erde locker bleibt und keine Staunässe entsteht.
  • Vorsicht: Der Anteil an Torf sollte nicht allzu groß sein.
Anzucht / Vermehrung

Die Erythrina crista-galli lässt sich aus Samen anziehen oder über Stecklinge vermehren. Im Haus kann die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über erfolgen. Dazu lässt man die großen, an Bohnen erinnernden, Samenkörner über Nacht in lauwarmem Wasser vorquellen, und legt sie am nächsten Tag 1 cm tief in Anzuchterde. Bei einer Temperatur von 20 - 25 °C dauert es 2 - 4 Wochen, bis die Keimlinge hervor sprießen. Nach 5 - 8 Wochen können die kleinen Pflänzchen pikiert werden. Die Samenkörner sind übrigens giftig, sollten also nicht in die Hände kleiner Kinder geraten. Bei der Anzucht aus Samen dauert es etwa vier Jahre bis die Pflanze zum ersten mal blüht. Bei der Vermehrung aus Stecklingen bilden sich erste Blüten schon früher. Dazu ist die beste Zeit im April, kurz nachdem der Strauch frisch ausgetrieben hat.  Man schneidet einen kräftigen Trieb mit drei Blättern ein paar Zentimeter unterhalb des Knotens ab und setzt ihn zum Bewurzeln in ein kleines Töpfchen mit lockerer, feuchter Erde. Der Topf braucht einen hellen und gleichmäßig warmen Standort. Eine hohe Luftfeuchtigkeit fördert den Wachstumsprozess.

Krankheiten und Schädlinge

KorallenstrauchDa der Korallenstrauch in jedem Jahr den größten Teil seiner Triebe abwirft, können Schädlinge sich kaum längerfristig einnisten. Wenn es im Sommer ausgesprochen heiß ist, wird er gerne mal von Spinnmilben befallen. Auch Blattläuse können hin und wieder vorkommen. Wenn man den Befall frühzeitig bemerkt, reicht es meistens schon aus, die ganze Pflanze mehrmals mit Wasser aus dem Gartenschlauch ab zu spritzen. Hat man den Schädlingsbefall erst spät registriert kann es auch notwendig sein, den Strauch mit einem Pflanzenschutzspray zu behandeln.

Wissenswertes zum Korallenstrauch in Kürze

Mit seinem exotischen Flair und seinem roten Blütenmeer kann der Korallenstrauch dem Hobbygärtner viel Freude bereiten. An die Pflege stellt er keine hohen Ansprüche und die Überwinterung ist vergleichsweise unproblematisch möglich. Da der Strauch sehr langlebig ist, kann er durchaus über mehrere Generationen vererbt werden.
  • Als Zierstrauch ist er vor allem in Vorgärten und in großen Gärten zu finden.
  • Bekannt ist der Korallenstrauch auch unter den Namen Korallenkirsche oder Korallenbäumchen.
  • Er ist wegen seines geringen Wuchses von etwa 1 m vor allem für kleine Gärten und Vorgärten geeignet.
  • Charakteristisch für den Korallenstrauch sind die leuchtend roten Beeren.
  • Im Freien muss der Korallenstrauch daher einen sehr sonnigen, warmen, windgeschützten Standort haben.
  • Das Korallenbäumchen blüht im Sommer und Frühherbst.
  • In der Überwinterungszeit darf eine Korallenpflanze nicht gegossen werden.
Die Pflanze ist mit Vorsicht zu genießen: Wie viele Nachtschattengewächse sind die Beeren sehr giftig – sind Kinder oder Tiere vorhanden, sollte der Korallenstrauch nicht gepflanzt oder außer Reichweite von Kinder und Tieren gepflanzt werden!