Weißstammpalme, Ravenea rivularis - Pflanzen und Pflege

Die Weißstammpalme kommt ursprünglich nur in Madagaskar und auf den Komoren vor und wird dort bis zu 30 Meter hoch. Die Einheimischen nutzen das Holz der Palme für den Bau von Möbelstücken, da es termitenresistent ist. Auch andere Teile der Pflanze sind wirtschaftlich von Bedeutung. Aus den Fliederblättern werden Hüte hergestellt, die ausgehöhlten Stämme werden als Rohre in der Bewässerungstechnik eingesetzt.

Eigenschaften der Weißstammpalme

Die Ravenea rivularis ist eine stark wachsende Palme, die ein kräftiges Wurzelwerk ausbildet. Der glatte Stamm ist direkt oberhalb der Wurzel etwas dicker und weißlich gefärbt und wird

nach oben hin immer dünner. Der Blütenstand befindet sich zwischen den Blättern. Die Früchte haben je nach Pflanzentyp eine unterschiedliche Farbe und Größe. Die Farbe der Früchte reicht von gelb über orange bis rot, auch dunkles purpur und schwarz ist möglich. Die Größe der Früchte liegt zwischen 6 und 30 mm Durchmesser. Die Weißstammpalme besitzt kleine rote Beeren als Früchte und einen gelben Blütenstand.

Standort für Weißstammpalmen

Die Weißstammpalme sollte an einem hellen und sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten stehen. Pralle Sonne ist zu meiden! Die Ravenea rivularis fühlt sich bei Temperaturen von 15 bis 20 °C am wohlsten. Anhaltende Temperaturen von unter 10 °C hat die Pflanze nicht gern. Kurzfristige Minustemperaturen kann die Palme zwar aushalten, ist es aber über einen längeren Zeitraum frostig, stirbt die Pflanze ab. Eine Überwinterung im Freien ist in einem Land wie Deutschland daher nahezu unmöglich. Die Überwinterung sollte an einem hellen Ort in der Wohnung erfolgen, dessen Luftfeuchtigkeit nicht zu trocken sein sollte.

Substrat und Wässerung

Die Ravenea rivularis stellt keine besonderen Anforderungen an die Erde. Herkömmliche Pflanzerde, die idealerweise Bestandteile von Ton und Kies enthält, ist völlig ausreichend. Wer möchte und ein rasches Wachstum der Palme anstrebt, der kann die Pflanze zweimal im Monat mit etwas Grünpflanzendünger beglücken. Der Boden sollte gut durchlässig sein und einen schwach sauren pH-Wert besitzen (pH-Wert 6 ist ideal).

In den Sommermonaten benötigt die Weißstammpalme sehr viel Wasser. Die Ravenea rivularis wächst in ihrer Heimat Madagaskar und auf den Komoren an vielen verschiedenen Standorten, die vom trockenen Buschland über feuchte Regenwälder hin zu Heideländern oder Sumpflandschaften reicht. Der Boden der Pflanze sollte stets feucht gehalten werden. Die Pflanze hat es gern, wenn ihre Blätter von Zeit zu Zeit mit etwas Wasser aus einer Sprühflasche befeuchtet werden. Im Winter benötigt die Pflanze eine geringere Menge an Wasser. Die Feuchtigkeit des Bodens hält als Indikator für die Dauer eines Gießintervalls her. Das Gießwasser sollte zudem nicht zu kalkhaltig sein.

Vermehrung und Umtopfen der Ravenea rivularis Palme

Die Weißstammpalme lässt sich durch Aussaat ihrer Samen vermehren. Dazu werden die herabfallenden Samen aufgesammelt und in etwas lauwarmem Wasser aufgeweicht, bevor sie eingepflanzt werden. Für eine erfolgreiche Keimung muss
der Boden feucht und warm gehalten werden.

Die Ravenea rivularis hat einen starken, aufrechten und schlanken Wuchs. Da sie darüber hinaus kräftige und lange Wurzeln ausbildet, sollte sie mehrmals umgetopft werden. Als Pflanzgefäße sind hohe Töpfe zu wählen, die dem Wurzelwerk ausreichend Platz zum Wachstum bieten. Allerdings sollten bei der Größe der Töpfe keine zu großen Sprünge gemacht werden, damit die Pflanze nicht ihre ganze Energie in

die Ausbildung eines kräftigen Wurzelwerks steckt, sondern in die Höhe wächst. Wird nicht frühzeitig umgetopft, kann es passieren, dass die Weißstammpalme sich mit den eigenen Wurzeln nach oben aus dem Topf drückt.

Pflege der Blätter und Vorgehen gegen Schädlinge

Die Blätter der Ravenea rivularis sind spiralförmig angeordnet. Die Blattanzahl beträgt, je nach Art der Palme, zwischen 6 und 28 Blättern. In den Wintermonaten stellt eine zu trockene Heizungsluft eine Belastung für die Weißstammpalme dar. In dieser Zeit benötigt sie daher die besondere Zuwendung des Hobbygärtners, der einem möglichen Schädlingsbefall der Blätter durch Schild- und Wollläuse oder Spinnmilben durch regelmäßiges Abwischen der Blätter mit Wasser oder Seifenlauge entgegentreten kann.

Überwinterung der Weißstammpalme

Die Weißstammpalme sollte nicht dauerhaft Temperaturen von unter 10 °C ausgesetzt werden. Kurzfristig kann sie zwar sogar Minustemperaturen verkraften, hält die Kälte jedoch über eine längere Periode an, stirbt sie ab. Für die Überwinterung in der Wohnung ist ein heller und warmer Ort nötig, der idealerweise Temperaturen von über 15 °C aufweist. Eine direkte Sonneneinstrahlung ist nicht notwendig. Sobald im Frühjahr die Temperaturen steigen kann die Ravenea rivularis wieder nach draußen geschafft werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die sensible Pflanze erst langsam wieder an Sonnenlicht gewöhnt werden muss. Wird die Weißstammpalme direkt in die pralle Sonne gestellt, färben sich die Blätter schnell braun. Sie sollte also die ersten ein bis zwei Wochen im Schatten stehen und erst danach direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Das Ende der Winterzeit ist der ideale Zeitpunkt die Ravenea rivularis umzutopfen und ihr mit frischer Erde ein gutes Wachstum über den Sommer zu ermöglichen.

Weißstammpalme schneiden

Es sollte niemals die Spitze der Palme abgeschnitten werden, da an dieser Stelle der einzige Vegetationspunkt sitzt und ein weiteres Wachstum der Palme sonst unterbunden wird. Färben sich die Blätter der Ravenea rivularis dunkel, können sie entfernt werden, damit die Pflanze wieder ihre ganze Energie auf die Ausbildung gesunder Triebe und Blätter setzt.

Wissenswertes zur Weißstammpalme in Kürze
  • von Frühjahr bis Herbst einen sonnigen bis halbschattigen Ort im Freien suchen
  • Temperaturen zwischen 15 und 20 °C sind ideal
  • Boden feucht halten
  • Blätter hin und wieder mit Wasser besprühen
  • alle zwei Wochen düngen
Die Weißstammpalme fühlt sich nicht nur in den immer feuchten Wäldern Madagaskars oder auf den Komoren wohl. Beachtet man einige Dinge und hat einen fürsorglichen Blick auf die Pflanze, gedeiht sie auch auf der heimischen Terrasse prächtig. Sie eignet sich ganzjährig als Zimmerpflanze, kann im Sommer aber auch an einem halbschattigen Platz im Freien stehen. Der Name der Pflanze rührt von ihrem weißen Stamm, der zur Basis hin immer dicker wird und aussieht, als wäre er von einem weißen Netz umgeben. Die Weißstammpalme hat lange gefiederte Blätter, die leicht herunterhängen.