Bekämpfung der roten Vogelmilbe

Bekämpfung der roten Vogelmilbe

Die rote Vogelmilbe befällt in der Regel keine Menschen. Sie ernährt sich von Vogelblut. Nachts saugen die Parasiten etwa zwei Stunden an ihren Wirten. Steht Vogelblut nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, befallen die roten Vogelmilben auch schon mal Haustiere und Menschen.

hund-garten2_flDas kommt besonders dort vor, wo sich Hühnerställe, Volieren, Vogelnester und Nistkästen zu nahe an menschlichen Behausungen befinden.

Beim Menschen führen die Bisse der roten Vogelmilbe zu juckenden, geröteten Stellen und zu Entzündungen. Im Prinzip ist das nicht

weiter schlimm. Gefährlich sind diese Parasiten deshalb, weil sie zahlreiche Krankheiten übertragen, davon viele Virusinfektionen.

Vorbeugung

Sauberkeit ist unabdingbar, um dem Milbenbefall vorzubeugen. Außerdem sollten sich Hühnerställe, Volieren, Vogelnester, Vogelhäuser und ähnliches nicht in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus befinden. Vogelnester sollten im Herbst entfernt, Nistkästen gesäubert werden.

In Hühnerställen dient Kieselgur zur Vorbeugung. Dieses Mittel legt sich in die Panzer der Milben und trocknet sie aus. Allerdings muss das Pulver in jede Ritze
gelangen, im Haus kaum zu schaffen. Der Puder ist ein Naturprodukt und kann unbedenklich eingesetzt werden. Es eignet sich allerdings nicht zur Bekämpfung bei starkem Befall.

Nachweis der Milben

Die Rote Vogelmilbe findet man in Ritzen und Spalten. Hat man Hühner in einem Stall sollte man im Einstreu des Stalls suchen oder in der Nähe der Nester.

Will man die Milben im Haus nachweisen, hilft doppelseitiges Klebeband. Dieses platziert man an Eindringorten wie auf der Fensterbank, dem Rollladenkasten, am Fensterrahmen und ähnlichen Orten.

Bekämpfung

Es gibt eine ganze Reihe von Bekämpfungsmitteln. Als wirksam hat sich CBM 8 mit dem Wirkstoff Propoxur, einem Karbamat, erwiesen. Dieses Mittel ist auch das einzige, das derzeit in Deutschland zur Bekämpfung von Ektoparasiten auch im belegten Stall zugelassen ist. Das heißt, wenn im Hühnerstall oder in der Voliere Vogelmilben nachgewiesen werden, kann man bekämpfen, ohne die Tiere entfernen zu müssen.

Ideal sind flüssige und staubförmige Kontaktgifte, die nach Möglichkeit direkt in die Verstecke der Milben ausgebracht werden sollten. Besonders gut geeignet sind Mittel, welche die Wirkstoffe Phoxim, Propoxur oder Bendiocarb enthalten.

Die meisten Mittel, die gegen Ameisen eingesetzt werden können, helfen auch gegen die rote Vogelmilbe.

Bei den meisten Behandlungen ist eine Wiederholung nach 3 bis 6 Monaten empfehlenswert.

Wer einen starken Befall mit roten Vogelmilben hat und es nicht alleine in den Griff bekommt, sollte einen Schädlingsbekämpfer anfordern. Diese kennen sich mit den Plagegeistern und den entsprechenden Gegenmaßnahmen gut aus und lösen das Problem meist recht schnell.

Noch einmal sei darauf hingewiesen, dass Sauberkeit absolut wichtig ist, im privaten Bereich und vor allem bei der Geflügelzucht.