Bekämpfung von Fliegen in der Blumenerde

Fliegen in BlumenerdeBei den kleinen Fliegen, die unsere Pflanzen umschwirren, handelt es sich in der Regel um Trauermücken. Oft wird angenommen, dass es Fruchtfliegen sind, aber wenn sie in und auf der Erde leben, sind es Trauermücken.

Diese kleinen Plagegeister sind weit verbreitet.

Die erwachsenen Fliegen sind harmlos, wenn auch lästig. Das Problem sind die Larven. Sie fressen ungeheuer gern an den zarten Pflanzenwurzeln. Gerade bei jungen Pflanzen können sie dadurch große Schäden anrichten.

Oft schleppt man die Trauermücken

mit neu erworbener Blumenerde ein. Gerade die billigen Produkte, die nicht keimfrei gemacht wurden, enthalten Eier von Schädlingen. Besser ist, hier nicht am falschen Ende zu sparen und ein besseres Produkt zu wählen. Idealer Weise lässt man sich in einem Fachmarkt beraten. Trauermücken gelangen aber auch beim Lüften einfach in die Wohnung und suchen dann nach den Pflanzen.

Hausmittel

Trauermücken und ihre Larven mögen feuchtes Erdreich. Oft hilft schon, die Erde trockener zu halten. Außerdem bevorzugen sie torfhaltige Erde. Indem man auf die Erde eine Schicht Sand ausbringt, vertreibt man die Plagegeister. Gegen die Larven hilft das aber nicht. Hat man viele Larven in der Erde, kann man es mit Umtopfen versuchen. Dabei sollte man möglichst die gesamte Erde von den Wurzeln entfernen und die Wurzeln vorsichtig unter fließendem Wasser abspühlen. Die neue Erde sollte von guter Qualität sein. Eine andere Methode ist, den gesamten Blumentopf in einen Perlonstrumpf zu stecken. Alles muss abgedeckt sein, auch die Abflusslöcher unten. Die
schlüpfenden Trauermücken dürfen nicht herauskommen und neue Eier dürfen nicht in die Erde gelangen. 4 bis 5 Wochen muss man den Topf verschlossen halten, dann dürfte sich das Problem erledigt haben. Man muss sehr darauf achten, dass sich keine Lücke im Strumpf befindet, wodurch die kleinen Fliegen hinein oder heraus gelangen können, sonst beginnt der Kreislauf von vorn. Wenn man den Strumpf nicht ganz dicht bekommt, sollte man eine Schicht Sand auf die Erde ausbringen, auch die schützt recht zuverlässig. Sie sollte mindestens einen Zentimeter dick sein. Am besten eignet sich Quarzsand. Vogelsand sollte nicht verwendet werden. Er enthält zu viele Zusätze wie Kalk und den mögen viele Pflanzen gar nicht.

Bekämpfung mit Gelbtafeln

GelbtafelGelbtafeln und Gelbsticker sind ideal, um die Erwachsenen Trauermücken zu beseitigen. Man steckt die Teile in die Erde oder hängt sie auf. Die Insekten werden von der kräftigen gelben Farbe angezogen und bleiben darauf kleben. Man lässt die Sticker einige Wochen stehen, dann hat man meist Ruhe.

Diese Bekämpfungsmaßnahme eignet sich, wenn die Fliegen in der Blumenerde noch mäßig auftreten und sich noch nicht sehr stark vermehrt haben.

Parasitierende Nemathoden

Die parasitierenden Nemathoden sind ideal, um die Larven der Trauermücke zu bekämpfen. Man bekommt sie im Gartenfachhandel. Die SF-Nematoden, wie sie meist genannt werden, werden über das Gießwasser in die Erde gebracht. Sie sind frei beweglich und ernähren sich von den Larven in der Erde.

Bacillus thuringiensis israelensis (BTI)

Bacillus thuringiensis israelensis gelangt ebenfalls durch das Gießwasser in die Erde. Das Bakterium bildet Dauersporen mit Eiweißkristallen. Diese

Kristalle sind für Trauermücken giftig. BTI erhält man ebenfalls in Gartenfachmärkten. Man muss alle seine Pflanzen mit dem Wasser gießen, um zu verhindern, dass einige Tiere in einem Topf überleben und sich wieder vermehren können. Außerdem muss man einige Wochen mit dem Mittel Gießen, bis der Befall vorüber ist. Da man nur etwa 2 Tropfen pro 2 Liter Wasser benötigt, kommt man mit einer Flasche des Mittels lange aus. Man muss großzügig gießen, damit das Wasser überall hin gelangt. Nematoden und Bakterien sind für Menschen und Tiere ungefährlich.