Bekämpfung von Kopfläusen

Bekämpfung von Kopfläusen

Kopfläuse sind absolut lästig. Sie kommen besonders häufig bei Kindern vor und dort besonders in betreuten Einrichtungen, Kindergärten und Schulen.

kindgartenDer Kopflausbefall ist die häufigste parasitäre Infektion im Kindesalter und nach den Erkältungskrankheiten die häufigste Infektionskrankheit.

Kopfläuse saugen Blut. Die Parasiten werden durch engen Kopfkontakt übertragen. Auch können gemeinsam genutzte Kopfkissen, Handtücher, Kämme und Bürsten zu einer Ansteckung führen. Die Eier der Kopflaus werden mit einem Sekret nah an der Kopfhaut an den Haarschaft direkt über der Kopfhaut geklebt. Nach 7 bis 8

Tagen schlüpfen die Nymphen.

Bemerkbar machen sich die Kopfläuse durch ein verstärktes Jucken auf dem Kopf. Kratzt man dabei die Kopfhaut auf, kann es zu Entzündungen und sogar Geschwüren kommen. Die Öffnungen sind Eintrittspforten für Eitererreger. Werden die Wunden nicht behandelt, können die regionalen Lymphknoten anschwellen. Die Krankheitszeichen treten erst nach 3 bis 5 Wochen auf. Die befallene Person hat in dieser Zeit meist schon einige andere Personen angesteckt. Bei einem erneuten Befall treten die Symptome bereits nach ca. 48 Stunden auf.

Bekämpfung

Nur mit Haare waschen bekommt man ein Kopflausproblem nicht in den Griff, egal wie oft man wäscht. Die Nissen kann man mit Waschen nicht entfernen. Auch Saunagänge, föhnen oder Trockenhauben helfen nicht und machen es oft genug sogar schlimmer.

Nissenkamm – mit dem Nissenkamm kann man die Kopfläuse am sichersten nachweisen. Man kämmt die Haare über einen Bogen weißen Papier sorgfältig aus. Auf dem Papier finden sich dann sowohl Haare, an denen
Nissen kleben, als auch Kopfläuse selbst. Zum Beseitigen des Befalls ist ein Nissenkamm aber nicht geeignet.

Haarwäsche – Spezielle insektizidhaltige Shampoos, Gels und auch Sprays helfen, die Läuse zu bekämpfen. Allerdings sind die Plagegeister oft resistent gegen die gängigsten Mittel, gerade das aus Chrysanthemen gewonnene Insektengift Pyrethrum. Eine Resistenz gibt es auch gegen die künstlich hergestellten Stoffe Permethrin und Allethin.

Andere Mittel wirken nicht gegen die Eier. Deshalb muss die Behandlung nach 8 bis 10 Tagen wiederholt werden. Wenn man das unterlässt, beginnt der Kreislauf erneut.

Neben diesen Bekämpfungsmaßnahmen sollte man regelmäßig die Haare gründlich mit einem Nissenkamm auskämmen. Das hilft und man kann kontrollieren, ob sich noch Läuse und Nissen finden lassen. Man sollte einen Kamm mit einem Zinkenabstand von weniger als 0,3 mm genutzt werden.

Elektronischer Läusekamm – Dieser Kamm aus den USA arbeitet mit Batterien und einer Spannung zwischen den Zinken. Bei Berührung werden die Läuse sofort getötet. Für den Menschen soll die Spannung ungefährlich und nicht wahrnehmbar sein. Wissenschaftliche Studien zu dem Gerät gibt es noch nicht.

Rasur -  Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann alle Haare entfernen, den Kopf also rasieren. Damit bekommt man das Problem blitzschnell in den Griff.

Alle Gegenstände, die mit dem Kopf in Berührung kommen, müssen gewaschen werden. Dazu gehören Mützen, Schals Handtücher, Kopfkissenbezüge und auch Plüschtiere. All diese Dinge sollten bei mindestens 60 ˚C gewaschen werden. 10 Minuten im Trockner sind ebenfalls ausreichend. Alles was nicht gewaschen werden kann, muss in einem dichten Plastikbeutel verschlossen werden und 14 Tage darin verbleiben. Alternativ kann man die Sachen auch einen Tag bei – 15 ˚C einfrieren. Außerdem empfiehlt es

sich, Polstermöbel, Teppiche, Autositze und ähnliches gründlich abzusaugen.

Viele Mittel gegen Kopfläuse sind in Apotheken frei verkäuflich. Für einige wird allerdings auch ein Rezept benötigt. Einige können zu erheblichen Nebenwirkungen führen. Man sollte sich deshalb unbedingt beraten lassen!