Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten sind Nahrungsschädlinge. Man bezeichnet sie auch als Küchen- oder Speisenmotten. Es gibt verschiedene Arten. Die Insekten legen ihre Eier bevorzugt in kohlehydratreiche Lebensmittel.

nuesse2_flBesonders häufig sind Getreideprodukte, Dörrobst, Nüsse, Tee, Schokolade, Gewürze, Kaffee und Kakao betroffen.

Die Raupen ernähren sich nach dem Schlüpfen von diesen Lebensmitteln und verunreinigen sie durch ihren Kot und ihre Gespinste. Das ist nicht nur ekelig, sondern auch gesundheitsschädlich. Auf den Kotresten siedeln sich Milben und Pilze an.

Die Lebensmittelmotten schleppt man meist mit verseuchten Lebensmitteln

ein. Dagegen kann man nicht viel tun, man sieht sie kaum. Vorratshaltung ist deshalb nicht zu empfehlen. Besonders Lebensmittel aus Bioläden sind gefährdet, da in diesen keine Insektenschutzmittel verwendet werden. Die Lebensmittel sollten immer auf Gespinste kontrolliert werden.

Vorbeugen

Die Plastik- oder Papierverpackungen der Lebensmittel bieten in der Regel keinen Schutz vor dem Befall mit den Insekten. Deshalb ist es besser, diese Lebensmittel luftdicht in Gläsern oder Dosen zu verpacken.
Die Lebensmittelmotte kann den Geruch von Lorbeerblättern nicht leiden. Wenn man also in seinen Vorratsschränken diese Blätter
verteilt, sollte das die Insekten abhalten. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Was tun bei Befall?

Befallene Lebensmittel müssen sofort entsorgt werden. Da Lebensmittelmotten keine Kälte vertragen, kann man die Lebensmittel einen Tag einfrieren, so tötet man die Plagegeister ab. Ob man die LM dann noch essen möchte, ist jedem selbst überlassen. Empfehlenswert ist es nicht.

Beim Auftreten der Schädlinge müssen sämtliche Küchen- oder Vorratsschränke ausgeräumt und gründlich gesäubert werden. Am besten benutzt man dazu Essig- oder Spirituswasser. Regalbretter müssen herausgenommen werden und sie gründlich zu säubern. Lebensmittelmotten legen ihre Eier auch gern in die Zwischenräume von Regalbrettern in Nuten, Schubläden oder Löcher in den Regalböden. Stellen, die man schlecht erreicht, sollten mit einem Fön bearbeitet werden. Die Hitze ist schädlich für die Plagegeister.

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Gegen Lebensmittelmotten helfen am besten Pheromonfallen oder Schlupfwespen. Die Motten selber kann man einfach mit der Fliegenklatsche beseitigen. Schwerer ist der Nachwuchs zu bekämpfen.

Die Pheromonfallen enthalten einen Sexuallockstoff. Die Männchen der Lebensmittelmotte werden davon angelockt. Sie kriechen in die Falle. Dort bleiben sie am eingebauten Klebestreifen kleben. Da die Larven erst nach 30 bis 40 Tagen schlüpfen, sollte dann eine neue Falle aufgestellt werden.

Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Lebensmittelmotte. Sie legen ihre Eier in den Mottenlarven ab. Der Nachwuchs der Wespe ernährt sich dann von der Mottenlarve. Sind die Larven aufgebraucht, verschwinden auch die Schlupfwespen. Sie fliegen davon und suchen sich neue Beschäftigung.

Den Einsatz von Insektiziden überleben die Eier der Schädlinge. Die Plagegeister sind inzwischen auch resistent gegen viele Mittel. Besser ist der Einsatz von Schlupfwespen. Man bekommt die gefriergetrockneten Eier im Fachhandel.