Bekämpfung von Wollläusen

Bekämpfung von Wollläusen

Wer kennt sie nicht, die kleinen rosa gefärbten Plagegeister, die mit einer sich schmierig anfühlenden Behaarung bedeckt sind. Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, sind der Schrecken von Zimmerpflanzenliebhabern.

Die Läuse scheiden eine wachsartige Substanz aus, welche die Körper wie einen weißen Wattebausch umhüllt.

Wollläuse beeinträchtigen die Vitalität der Pflanzen und wirken sich negativ auf den Wachstumsprozess aus. Die Wollläuse saugen den Pflanzensaft. Bei einem starken Befall verliert das Gewächs schnell Kraft. Zudem wird gleichzeitig mit dem Speichel ein Gift ausgeschieden. Dadurch verfärben sich die Blätter der befallenen Pflanze gelb und beginnen zu schrumpfen. Wenn

gleichzeitig viele Wollläuse über die Pflanze herfallen, führt das bei Nichterkennen meist zum Absterben dieser.

Besonders beliebt bei Wollläusen sind Orchideen, Weihnachtssterne und viele andere Wolfsmilchgewächse, bestimmte Kakteen, Palmen, Kamelien, Clivie, Ritterstern, Ficus, Gardenie, Feigenbaum und Efeu.

Bekämpfung

Wichtig ist, betroffene Pflanzen zu
isolieren. Ansonsten breiten sich die Schädlinge zügig auch auf anderen Pflanzen aus. Dann ist es günstig, wenn man die Nester absammelt. Auch einzelne Läuse können mit einem Zahnstocher gut entfernt werden. Hilfreich ist es auch mit einem Wattetupfer, der in hochprozentigen Alkohol getaucht wurde, die Läuse abzuwischen. Der Alkohol löst die schützende Wachsschicht der Wollläuse. Um alle Generationen zu beseitigen, muss diese Methode mehrmals wiederholt werden.

Zur Bekämpfung gibt es die verschiedensten Mittel. Eine hohe Wirksamkeit sagt man Niem-Öl haltigen Pflanzenschutzmitteln nach. Besonders gut zur Bekämpfung von Wollläusen eignen sich systemisch wirkende Mittel. Der Wirkstoff wird von der Pflanze aufgenommen. Das Granulat kann man einfach auf die Erde streuen oder man steckt Insektizidstäbchen in die Pflanzerde. Über den Saftstrom der Pflanze gelangt der Wirkstoff an alle vegetativen Stellen der Pflanze. Wenn die Schädlinge dann den Pflanzensaft saugen, nehmen sie die Wirkstoffe mit auf.

Vorsicht geboten ist bei einigen in Sprühdosen angebotenen Mitteln. Sie enthalten neben den eigentlichen Wirkstoffen auch Öle. Diese werden von vielen Pflanzen, vor allem von dünnblättrigen, nicht gut vertragen. Besonders Orchideen, die sehr häufig befallen werden, sind da sehr empfindlich. Bei ölhaltigen Pflanzenschutzmitteln kann es zu einem Verkleben der Blattporen kommen. Die Blätter sterben häufig ab.

Die meisten Behandlungen gegen Wollläuse müssen nach 10 bis 14 Tagen wiederholt werden. Die Eier werden von den Mitteln nicht abgetötet. Die nächste Generation schlüpft also noch. Der Kreislauf muss unterbrochen werden. Außerdem ist es wichtig, die Anwendung exakt auszuführen. Die Hinweise auf der Verpackung sollten unbedingt befolgt werden.