Bekämpfung von Wühlmäusen - Tricks & Tipps

Bekämpfung von Wühlmäusen - Tricks & Tipps

Wühlmäuse im Garten sind eine Plage. Gerade im Winter kommen sie gern in die Nähe der Häuser und des Menschen. Hier finden sie immer noch etwas zu fressen. Sie richten große Schäden an Obst- und Zierpflanzen an.

maus2_flDas übrige Jahr über fressen sie Wurzeln und Zwiebeln der Gartenpflanzen, graben ihre Gänge und verunstalten den Garten.

Nichts ist vor ihnen sicher. Viele Gewächse fallen den Wühlmäusen zum Opfer. Mancher Hobbygärtner hat sich schon den Knöchel

verstaucht, weil ein Wühlmausgang unter seinem Fuß eingestürzt ist. Selbst Knochenbrüche kommen so immer wieder vor.

Rechtzeitig mit der Bekämpfung beginnen

Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Wühlmäuse ist es unerlässlich, dass man rechtzeitig damit beginnt, also am besten noch im Vorfrühling, bevor die Wühlmäuse ihren ersten Wurf setzen. Dabei sollte man sicher sein, dass es sich um Wühlmäuse und nicht vielleicht um den geschützten Maulwurf handelt. Man kann die „Wühler“ recht gut unterscheiden, auch wenn man sie nicht zu sehen bekommt. Die Hügel des Maulwurfs sind kegelförmig und spitz, die Gänge sind flach oval. Die Hügel der Wühlmaus sind flacher und großflächiger. Meist befinden sich Pflanzenreste im Hügel.

Abwehrmethoden

Wer die Mäuse nicht töten und nur vertreiben möchte, der sollte dies mit Hilfe von Geräuschen oder/und Gerüchen versuchen. Zwar klappt das nicht immer und oft kehren die Mäuse zurück, aber man sollte
es erst einmal ausprobieren. Ein Angriff auf das empfindliche Geruchsorgan oder das Gehör vertreibt die kleinen Plagegeister oft. Duftstoffe von Thuja, Walnuss, Wacholder oder Holunder sind geeignet. Man legt Zweige oder Blätter in die Gänge. Auch eignen sich die Kreuzblättrige Wolfsmilch, Knoblauch und Kaiserkronen. Bei den Geräuschen machen sich laut tickende Wecker, Windspiele und Ultraschall- bzw. Vibrationsgeräte gut.

Bekämpfung

Mausefallen – Mausefallen sind gut geeignet, um die Wühlmäuse zu bekämpfen. Besonders Kasten- und Tunnelfallen machen sich gut. Maulwürfe meiden sie, so dass man keine Gefahr eingeht, eines der geschützten Tiere zu erwischen. Die Fallen müssen in den Gängen platziert werden.

Zangenfallen -  Diese Fallen müssen exakt platziert werden. Die Bedienungsanleitungen sind korrekt einzuhalten, nur so wird die Jagd von Erfolg gekrönt sein.

Giftköder – Wenn die Mäuse in der kalten Jahreszeit nicht genügend zu fressen finden, sind Giftköder praktisch. Während des restlichen Jahres werden die Köder meist eingelagert und bleiben wirkungslos. Wichtig bei diesen Ködern ist, dass sie keine anderen Tiere gefährden dürfen.medikament-ca

Oft besser -  Schutz der Pflanzen

Wer immer wieder Wühlmäuse im Garten hat, wird die Tierchen nicht dauerhaft los. Das Gelände scheint dann einfach zu verlockend. Man muss sich anders helfen. Gegen die Gänge ist kaum ein Kraut gewachsen, die Pflanzen aber kann man schützen. Man pflanzt sie einfach in Drahtkörbe. Die Maschenweite sollte zwischen 13 und 16 Millimeter liegen. Die Körbe müssen entsprechend groß sein, dürfen nicht zu eng um den Wurzelbereich liegen. Besonders wurzelnackte Ware wird so gut geschützt. Auf diese Weise können Zwiebelgewächse, Obstbäume und Ziersträucher geschützt werden. Der Rand der Körbe sollte bis über das Erdreich reichen.

Besonders gefährdete

Bereiche des Gartens, wie den Gemüsegarten kann man mit einem Wühlmauszaun schützen. Man nutzt ein Drahtgeflecht mit einer Maschenweite von 16 Millimeter und gräbt es mindestens 30 bis 40  Zentimeter tief in den Boden ein. Das Geflecht muss auch mindestens 30 cm über die Erdoberfläche ragen und sollte nach außen umgebogen werden. So können die Mäuse nicht über den Zaun klettern.