Hausbockkäfer bekämpfen

Hausbockkäfer bekämpfen

Der Hausbock wird umgangssprachlich häufig als Holzbock bezeichnet, was schnell zu Verwirrungen führt, denn ein Holzbock ist eigentlich eine Zeckenart, zu der auch der Gemeine Holzbock gehört, der vor allem im Süden Deutschlands gefürchtet ist, weil er gefährliche Krankheiten überträgt. Dass der Hausbock ebenfalls Holzbock genannt wird, liegt vor allem daran, dass er große Schäden an Holz anrichten kann.

Den Hausbockkäfer erkennen

kaefer_flEin Hausbock kann in seiner Größe und Farbe variieren, grundsätzlich ist er aber braun bis schwarz, hat feine graue Haare und ist in

seinem Körperbau recht flach. Er kann eine Länge zwischen 8 und 22 Millimetern haben. Seine schädigende Wirkung kommt dadurch zustande, dass er seine Eier in geschlagenem Nadelholz ablegt, wobei in Häusern davon häufig der Dachstuhl betroffen ist. Aus diesen Eiern schlüpfen die Larven, die sich vom Holz ernähren. Bis sie sich verpuppen, kann es viele Jahre dauern, sodass ihre Frasstätigkeit am Holz extrem hoch ausfallen kann. Nach der Verpuppung hat ein Käfer dagegen nur noch eine Lebenserwartung von einigen Wochen. In dieser Zeit sorgt er nur noch für Nachkommen, nimmt keine Nahrung mehr auf und
richtet daher auch keinen Schaden am Holz mehr an. Daher sind es vor allem die Larven, die bekämpft werden müssen, um das Holz zu erhalten.

Im Unterschied zum Holzwurm quillt aus Holz, das von Hausbocklarven befallen ist, kein Holzmehl heraus. Aus diesem Grund kann es lange dauern, bis ein Befall überhaupt entdeckt wird. Eventuell sind jedoch kleine ovale Ausflugslöcher zu sehen, durch die verpuppte Käfer das Holz verlassen haben und die eine Größe von vier bis sieben Millimetern haben. Zeitweise kann die Frasstätigkeit der Larven aber sogar zu hören sein.

Den Hausbockkäfer bekämpfen

Die Larven des Hausbockkäfers interessieren sich nur für das Splintholz von Nadelbäumen, Kernholz und Holz von Laubbäumen wird von ihnen nicht befallen. Fichtenholz, das häufig für Dachstühle verwendet wird, kann vor dem Einbau zum Schutz vor dem Holzbock mit chemischen Mitteln imprägniert werden. Alternativ bietet es sich aber auch an, beim Neubau oder der Erneuerung eines Dachstuhls gleich Holzarten zu verwenden, die vom Hausbockkäfer nicht befallen werden.

Wird ein Befall des Dachstuhls mit dem Hausbockkäfer vermutet oder wurden dort sogar solche Käfer gesichtet, ist unbedingt ein Fachmann zu Hilfe zu holen, denn für einen Laien ist eine Bekämpfung kaum möglich. Eventuell ist auch ein Statiker hinzuzuziehen, der feststellen kann, ob das befallene Holz noch die nötige Tragfähigkeit besitzt und ob sich eine Sanierung des Dachstuhls überhaupt noch lohnt. Ist der Befall noch nicht so groß, können dann chemische Mittel eingesetzt werden, um den Hausbockkäfer und seine Larven zu bekämpfen.