Hausmittel gegen Kopfläuse und Nissen

Hausmittel gegen Kopfläuse und Nissen

Leider treten diese äußerst lästigen Tiere immer mal wieder in Erscheinung. Meist sind es die Kinder, die zuerst über juckende Köpfe klagen. Zur Bekämpfung der Kopfläuse müssen nicht zwangsweise chemische Mittel her.

kopflaus2_flEs geht auch schonender. Kopfläuse können nicht springen. Die Verbreitung erfolgt deshalb von Kopf zu Kopf oder von Mütze zu Mütze. Gemeinsames Benutzen von Haarbürsten und Kämmen sorgt gleichfalls für neue Lebensräume der Parasiten.

Bewährte Hausmittel gegen Kopfläuse und Nissen

Den Begriff „Lauskamm“ gibt

es schon seit alters her. Noch heute ist er die effektivste Methode, um Kopfläuse loszuwerden. Ein Läusekamm ist aus Metall oder sehr hartem Plastik. Die Zinken stehen dabei so dicht, dass beim Durchkämmen die Läuse hängen bleiben. Ein Läusekamm wird niemals bei trockenem Haar eingesetzt. Das Kämmen würde sich so recht unangenehm und wahrscheinlich sogar schmerzhaft gestalten. Die Haare sollten also unbedingt nass sein. Spülungen mit warmem Essigwasser tragen dazu bei, dass sich das Haar leichter kämmen lässt. Dazu sollte aber kein Essigessenz genommen werden, sondern Speiseessig, verdünnt mit Wasser im Verhältnis 1 : 2. Den gleichen Effekt hat eine Haarspülung. Essigwasser und Haarspülung nehmen zudem den Läusen eine Zeit lang die Luft zum Atmen. Dadurch fallen sie in einen Lähmungszustand, in dem sie sich besonders einfach mit dem Läusekamm auffangen
lassen. 

Nissen bekämpfen

Die Nissen, also die Eier der Kopfläuse, hängen fest an den Haaren. Mit speziellen Nissenkämmen, die noch enger und zur besseren Stabilität aus Metall hergestellt sind, bleibt ein großer Teil von ihnen am Kamm hängen. Trotzdem sollte das trockene Haar noch zusätzlich nach Nissen durchforstet werden. Das gelingt mit dem Durchziehen kleiner Haarsträhnen mit dem Daumennagel recht gut. 10 Tage dauert die Entwicklung vom Ei zur Larve, weitere 7 Tage braucht es, bis aus der Larve die erwachsene Kopflaus wird. Spätestens nach insgesamt 17 Tagen sollte der Kopflausbefall endgültig  überstanden sein, wenn sicher gestellt ist, dass sich keine erwachsenen Tiere mehr in den Haaren befinden. Tägliches Durchziehen mit dem Läusekamm ist natürlich dabei die Grundvoraussetzung. 

Weitere Hausmittel gegen Kopfläuse

kopflaus_flIm Mittelmerraum schwören die Menschen auf die Behandlung mit Olivenöl als Hausmittel gegen Kopfläuse. Das großzügig in die Haare eingeriebene Öl bleibt über Nacht auf dem Kopf. Eine Bade- oder Duschhaube schützt die Bettbezüge. Eine ähnlich erfolgreiche Wirkung wird Teebaumöl nachgesagt. Einmalige Anwendungen werden allerdings nicht ausreichen. Läuse ernähren sich vom Blut ihres Wirtes. Dabei ritzen sie die oberste Hautschicht des Kopfes auf, was auch den starken Juckreiz verursacht. Ohne Nahrung überlebt eine Laus maximal 2 Tage. Decken und Kissen sollten deshalb unbedingt über diesen Zeitraum hinaus keinen Kontakt mehr zu Menschen erhalten. Dass sich Nissen in der Umgebung verbreiten, ist eher unwahrscheinlich, es sei denn, es fallen Haare aus, an denen Nissen haften. Auf jeden Fall unterstützt häufiges Waschen der Bettwäsche bei 60° C jede Kopflausbekämpfung. Werden dazu auch noch öfters als sonst alle Teppichböden und Polstermöbel abgesaugt, sollte ein Kopflausproblem bald der Vergangenheit angehören.