Pheromonfallen bei Nahrungsmittelmotten

Pheromonfallen bei Nahrungsmittelmotten

Motten sind schon im Kleiderschrank nicht gern gesehen, doch erst recht haben sie nichts in der Küche zu suchen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass man sich mit Nahrungsmittelmotten herum plagen muss.

Schuld daran sind oft offen aufbewahrte Lebensmittel. Um einem Befall durch Nahrungsmittelmotten vorzubeugen, sollte man deshalb alle Lebensmittel wie Mehl, Zucker, ja selbst Nudeln oder Müsli in luftdicht verschließbare Plastikdosen umfüllen - und dies sofort nach dem Einkauf. Dann haben die Motten keine Chance, ihre Eier in den Lebensmitteln abzulegen. Denn durch dünnes Plastik wie z. B. die Tüten, in

denen die Nudeln verpackt sind, können sie sich leicht hindurch fressen.

Außerdem empfiehlt es sich, die Lebensmittelvorräte regelmäßig auf einen evtl. Befall durch Nahrungsmittelmotten zu kontrollieren. So kann man das Übel bei der Wurzel packen und frühzeitig dagegen vorgehen.

Hat man dann tatsächlich einen Befall mit Nahrungsmittelmotten festgestellt, heißt es umgehend sämtliche Lebensmittel, nicht nur die tatsächlich befallenen, wegzuwerfen. Danach muss der Küchenschrank gründlich gesäubert werden, am besten mit Essigessenz. Neue Vorräte sollten vorsichtshalber erst einmal an einem anderen Ort untergebracht werden.

Pheromonfallen
statt Chemie

Um die Nahrungsmittelmotten jedoch endgültig loszuwerden, setzen viele Menschen auf chemische Waffen, die jedoch häufig auch für den Menschen gefährlich sind. Oft sind diese auch nach Monaten und trotz extrem gründlicher Reinigung nicht mehr zu entfernen.

Sinnvoller sind dann die so genannten Pheromonfallen, die extra gegen Nahrungsmittelmotten helfen sollen. Diese Pheromonfallen bestehen aus einem Klebestreifen, der mit einem Sexuallockstoff versehen ist. Durch den Duft werden die Mottenmännchen angelockt und fliegen die Falle an. Sobald sie sich darauf absetzen, bleiben sie aber daran kleben.

Durch die fehlenden Männchen können nun auch die Weibchen nicht mehr befruchtet werden. Die zuvor entsorgten Lebensmittel haben die Eier beinhaltet, sodass sich auch hieraus keine neuen Männchen für die Befruchtung entwickeln können. Innerhalb recht kurzer Zeit sollte das Mottenproblem damit also aus der Welt geschafft sein.

Damit man aber auch wirklich sicher gehen kann, lohnt es sich in jedem Zimmer der Wohnung eine solche Pheromonfalle aufzustellen. Denn oft kommen Motten auch von draußen herein, sodass man sie gleich beim Eintreten unschädlich macht. Pro Zimmer darf dabei aber nur eine Falle eingesetzt werden. Andernfalls kann es leicht zu einer Reizüberflutung der Mottenmännchen kommen. Sie wissen dann nicht, zu welcher Falle sie zuerst fliegen sollen und lassen es dann womöglich ganz sein, diese anzufliegen.

Eine Pheromonfalle wirkt etwa für sechs Wochen. Stellt man nach dieser Zeit immer noch einen Befall vor, so sollte man erneut eine Falle aufstellen. Auch wenn die Klebestreifen bereits voll besetzt sind, empfiehlt sich der sofortige Austausch.