Reismehlkäfer (Tribolium castaneum) bekämpfen

Reismehlkäfer (Tribolium castaneum) bekämpfen

Der Rotbraune Reismehlkäfer hat seine ursprüngliche Heimat in Asien und Australien, wo er normalerweise unter Baumrinden lebt.

reismehlkaefer_flVon dort verbreitete er sich jedoch durch Im- und Exporte von Lebensmitteln in die ganze Welt und richtet inzwischen überall große Schäden an den Vorräten an.

Aussehen und Lebensweise der Reismehlkäfer

Der Reismehlkäfer gehört zu der Familie der Schwarzkäfer, er ist hellrot bis braun, wobei der Kopf etwas dunkler ist als der Körper, und wird etwa drei bis vier Millimeter lang.

Seine Körperform ist länglich und auf den Flügeldecken hat er Längsleisten mit dazwischen liegenden feinen Punkten. Am Ende der Fühler befindet sich eine deutlich sichtbare Keule, die dreigliedrig ist. Das Weibchen legt täglich Eier, die es mit einem Sekret bedeckt. Insgesamt kann ein Weibchen in seinem Leben etwa 1000 Eier produzieren. Die Larven sind Raupen ähnlich, haben eine gelbliche Farbe und werden bis zu acht Millimeter lang. Die Puppen haben eine Länge von drei bis vier Millimetern und eine gelbliche bis bräunliche Färbung. Die Entwicklung vom Ei bis
zum Käfer dauert 27 bis 35 Tage und beschleunigt sich durch hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Ideal sind für diesen Prozess Temperaturen um 35° C und eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent, bei denen schnell eine große Population entsteht. Reismehlkäfer ernähren sich vor allem von Getreide, deshalb sind sie häufig in Großmühlen zu finden, von wo aus sie in den Einzelhandel und schließlich zum Endverbraucher gelangen. Neben den Getreidekörnern und den Produkten aus Getreide ernähren sie sich von Sämereien, Erbsen, Bohnen, Sonnenblumenkernen, Rosinen, Erdnüssen, Kakao, Feigen, Trockenfrüchten, Muskatnüssen und vielem mehr.

Die Bekämpfung der Reismehlkäfer

Reismehlkäfer richten nicht nur dadurch Schäden an, indem sie Lebensmittelvorräte auffressen, sie verunreinigen diese auch mit ihrem Kot. Befallene Nahrungsmittel sollten deshalb vernichtet werden. Alternativ können sie aber auch für einen Tag im Tiefkühlfach aufbewahrt werden, innerhalb von 24 Stunden sind sämtliche Entwicklungsstadien der Käfer abgetötet. Wurden Reismehlkäfer im Haus entdeckt, empfiehlt es sich, sämtliche Nahrungsmittel, von denen der Käfer sich am liebsten ernährt, in gut verschlossenen Dosen aufzubewahren. Darüberhinaus gibt es im Handel einige Insektizide, mit denen Reismehlkäfer bekämpft werden können. Produkte, die ohne Gift auskommen, werden oft auf Basis von Kieselsäure hergestellt. Kieselsäure zerstört die Cuticula, also die Körperoberfläche der Käfer und bewirkt damit, dass sie austrocknen. Andere Produkte werden auf Basis von natürlichen Ölen oder Blütenextrakten hergestellt und sind ebenso wirksam.