Silberfische erfolgreich beseitigen

Silberfische erfolgreich beseitigen SilberfischSilberfischchen (Lepisma saccharina) - Flink, scheu, nachtaktiv: Silberfische werden vom Zucker magisch angezogen, fressen Schimmelpilze und Staubmilben und bewohnen enge, dunkle Ritzen und Spalten in unseren feuchtwarmen Wohnungen. Weil der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia) zwar perfekt zur natürlichen Bekämpfung des kleinen Loch- und Schabefressers wäre, vermutlich den wenigsten Menschen allerdings physisch zur Verfügung stehen wird, müssen wir uns andere effektive Methoden zur Bekämpfung einfallen lassen.
Schlau ist, wer vorbeugende Maßnahmen ergreift. Denn auch bei den Silberfischchen gilt:

Wehret den Anfängen!

Feuchtigkeit in

den Wohnräumen begegnet man durch intensives Stoßlüften zweimal täglich. Dazu öffnet man alle Fenster der Wohnung und sorgt für einen intensiven, die Luftfeuchtigkeit senkenden Luftaustausch. Gleiches gilt für Keller und andere Nebenräume. Notfalls helfen auch Raumentfeuchter.
Silberfischchen
Beseitigen Sie die Wasserlachen, wenn Feuchtigkeit auf den Boden spritzt. Fußnägel, Haare oder Essensreste sind ein Paradies für Silberfische. Regelmäßiges Wischen und Saugen sind auch deshalb angesagt.

Silberfische im Bett?

Nicht zu vermuten ist, dass die Plagegeister mittels dieser Musik allein das Bett verlassen:
http://www.youtube.com/watch?v=3bFgOp6ac6A

Feuchte Wärme, Hautschuppen, Milben und Haare: Im Bett fühlen sich Silberfische besonders gut. Jetzt müssen die Betten abgezogen und die Matratzen gründlich gereinigt werden. Spezielle Milbensauger werden sich bewähren.

Im Schlafraum aufgestellte Schälchen mit Salmiak vertreiben die unruhigen Bettgenossen. Lavendelduft und Zitronengeruch wirken ebenso und sorgen zudem für extra frischen Geruch im sauberen Schlafzimmer.

Reinigen Sie stets alle Abflüsse im Haus gründlich. Gießen Sie regelmäßig kochendes Wasser hindurch.
Ritzen und Löcher sind die Verstecke der Silberfische. Sie sollten mit Silikon oder etwas Spachtelmasse sorgfältig geschlossen werden.

Hausmittelchen

Verschiedene Hausmittel sind den Chemiekeulen aus den Giftschränken der Baumärkte vorzuziehen.
Die Kartoffel ist so ein Hausmittel: Wenn man eine halbe Kartoffel auf ein kleines Brett legt und geduldig über eine Nacht abwartet, wird man am nächsten Tag Silberfische darunter finden, die von den Stärkeanteilen der Kartoffeln angelockt worden waren. Jetzt kann man die Schädlinge leicht entsorgen. Das Brett ist nur ein Vorschlag. Die Kartoffel liegt auch auf Zeitungspapier oder solo ganz gut.

Man kann auch ein feuchtes Tuch mit Gips bestreuen und dies für einige Stunden im Bad oder in der Küche
hinlegen. Die Silberfische werden dadurch angelockt. Man kann sie dann unkompliziert mit dem Tuch zusammen entsorgen.

Auch kochendes Wasser hilft. Vorsichtig in die Schlupflöcher, die Ritzen und Fugen eingegossen, wirkt die Aktion Wunder. Vergessen sollte man die Überläufe von Badewanne und Waschbecken nicht.

Zitronenduft oder der Duft von Lavendel ist Silberfischen keinesfalls angenehm. Diese „Aromatherapie“ ist gut geeignet, die Tierchen zu vertreiben. Entsprechend parfümierte Haushaltsreiniger wirken gut.

Die explosive Mischung

Einer Mischung aus Zucker und Backpulver können Silbefische nicht widerstehen. Die Mischung wird zu gleichen Teilen hergestellt und großzügig am Boden, immer entlang der Zimmerwände verteilt. Wer eine derartige Bekämpfungsaktion macht, muss den zeitweiligen Anblick des Streuguts in seiner Wohnung tolerieren.
Die Reste werden einfach weggesaugt und die Stellen anschließend gründlich gewischt.
Man wiederholt die Prozedur, bis alle Tierchen verschwunden sind.
Tierfreunde wissen um die martialische Wirkung des Backpulvers: Die Silberfische explodieren und sterben durch

das aufquellende Backpulver. Trotz der Explosivität ist der Einsatz von Backpulver nicht bombensicher – beseitigt man doch so immer nur die Wirkung und nicht die Ursachen. Später werden sich die Silberfischchen wieder einstellen. Immer ist Ursachenbekämpfung – Lüften, Reinigen, Ritzen verschließen – angesagt.
Terrakottaböden vertragen Backpulver übrigens auch nicht.

Apropos Insektenköder

Wer dennoch auf Chemie zurückgreifen möchte, kauft sich in der Apotheke das Insektengift Borax. Die enthaltene Borsäure ist ein gängiges Insektengift, das auch gegen Unkraut und Pilze wirksam ist. Sicher in der Verwendung ist der Einsatz von Borax in einer Köderdose.
Geben Sie bitte besondere Obacht bei kleinen Kindern oder bei Haustieren.

Wissenswertes über Silberfische

Silberfische sind Circa einen Zentimeter lang und etwa 300 Millionen Jahre alt. Sie sind lichtempfindlich und sehr agil. Zu ihrer Nahrung zählen Haare, Hautschuppen und Kohlenhydrate, wie Zucker, Kleber oder Kleister. Sie haben sich ihrer Umwelt optimal angepasst, was die Bekämpfung der unerwünschten Insekten erschwert.

Silberfische bevorzugen feuchte, dunkle Räume, man findet sie aber auch in Küchen, Ess- Wohn- und Schlafzimmern.Sie sind allerdings nicht gefährlich und keine Krankheitsüberträger. Die Insekten sind nachtaktiv und fallen dadurch am Tage kaum auf.

Zur Beseitigung von Silberfischen bietet der Fachhandel zahlreiche biologische oder chemische Mittel an. So gibt es zum Beispiel verschiedene Spezialsprays, wie Neudorff Permanent, Blattanex und Paral Raid zur gezielten Vernichtung. Das Ungeziefer versteckt und vermehrt sich in Ritzen, Rillen, Fugen, Spalten, hinter Holzverkleidungen, Leisten und losen Tapeten. Hier kann ganz einfach Abhilfe geschaffen werden, indem die Spalten und Ritzen mit Silikon verschlossen werden.

Die unerwünschten Tierchen halten sich vorzugsweise dort auf, wo sich Nahrung oder Fressnäpfe von Tieren befinden. In Küche- und Esszimmer ernähren sie sich von heruntergefallenen Krümeln, im Badezimmer von Papier, Haaren und Hautschuppen. Die Futterplätze der Haustiere sollten abends gründlich gesäubert, der Fußboden mit Citrusessenz von Sural oder Sodasan aufgewischt werden. Als gute Fangmethode für Silberfische hat sich Honig bewährt. Dazu bestreicht man einen dicken Streifen Pappe satt mit Honig und positioniert ihn im betroffenen Bereich. Der Honig verströmt seinen süßen Duft und lockt die Tierchen dadurch an. Sie bleiben in der Masse kleben und verenden. Silberfische können übrigens sechs Monate ohne jegliche Nahrung auskommen und überleben.